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Über Korea

Kultur und Künste

Museen und Theater

Museen und Theater

In Korea gibt es eine Vielzahl kultureller Einrichtungen, in denen sich die Menschen das ganze Jahr hindurch an Ausstellungen und Aufführungen erfreuen können. Dort kann man einen ersten Eindruck von den kulturellen und künstlerischen Errungenschaften Koreas in der Vergangenheit und Gegenwart gewinnen, da sie sowohl traditionelle als auch moderne Trends und Stilrichtungen berücksichtigen. Von großen Museen mit internationalem Standard bis hin zu kleinen Theatern, in denen sich die Akteure zwanglos unter das Publikum mischen und interagieren können, findet man eine Vielzahl von Einrichtungen verschiedener Größe, so dass jede den unterschiedlichen Interessen und Vorlieben ihres Zielpublikums gerecht werden kann.

Es gibt 358 Museen in Korea, von denen 31 von der Regierung gegründet wurden und zentral geleitet werden: Hierzu gehören auch das Koreanische Nationalmuseum und das Nationalmuseum für Volkskunde in der Innenstadt von Seoul. Weitere Museen befinden sich in Provinzstädten, die zum Teil Hauptstädte der früheren Königreiche waren. Insbesondere Gyeongju und Buyeo sind wahre Schatzkammern mit ihren historischen Überresten und Relikten, die Zeugnisse für die herausragende Kultur der jeweiligen Region sind. In dieser Hinsicht hat jedes Museum einen einzigartigen historischen Wert.

Zusätzlich zu den nationalen und öffentlichen Museen sowie den College- und Universitätsmuseen gibt es mehr als 155 private Museen, die von Privatpersonen, religiösen Organisationen oder Firmen gegründet wurden.

 

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In den meisten Fällen bestehen diese Sammlungen aus Kunstgegenständen, die zusammenzutragen eine Aufgabe ist, die viel Leidenschaft erfordert und zumeist ein Leben lang währt. Diese Sammlungen reichen von volkstümlicher Malerei, Büchern, religiösen Gegenständen, Möbeln und Stickereien bis zu traditionellen Gewändern.

In den letzten Jahren entstanden Museen mit ungewöhnlichen Sammlungen, wie das Kimchi-Museum, das sich ganz auf Kimchi spezialisiert hat. Kimchi, eingelegter Kohl oder Rettich, wird als ein Markenzeichen Koreas angesehen.

Korea hat ungefähr 80 Mehrzwecktheater. Das 1950 gegründete Nationaltheater liegt am Fuße des Berges Namsan im Zentrum von Seoul. Mit dem Ziel, die traditionelle Kultur und die zeitgenössischen Darstellenden Künste zu pflegen und weiterzuentwickeln, hat es ein halbes Jahrhundert voller Probleme überstanden und ist nun zu Recht stolz auf seine vier Theatertruppen, die in der Regel etwa 35 Vorstellungen pro Jahr geben.

Zu diesen vier Theatergruppen gehören das Nationale Schauspielensemble, das Nationale Changgeuk-Ensemble (koreanisches Musikdrama), das Nationale Tanzensemble und das Nationalorchester für Traditionelle Musik. Sie alle sind häufig im In- und Ausland mit besonderen Aufführungen zu sehen. Abgesehen von diesen vier Gruppen, sind auch drei weitere sehr aktiv, die Nationale Operngesellschaft, die Nationale Ballettgesellschaft und der Nationalchor. Diese drei Ensembles sind seit Februar 2000 unabhängig und haben ihren Sitz im Seouler Kunstzentrum.

Das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst liegt in einem malerischen Park südlich von Seoul und zeigt eine umfangreiche Sammlung koreanischer und westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts.

In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Kunstgalerien aufgrund des zunehmenden öffentlichen Interesses an den schönen Künsten stark gestiegen. Galerien verschiedener Größe, die unterschiedliche Stilrichtungen präsentieren, findet man in großer Zahl in solchen Gegenden wie Insa-dong in der Innenstadt von Seoul. Diese wird von in Korea ansässigen Ausländern auch als “Mary’s Alley” bezeichnet. Weitere Galerien finden sich in Sagan-dong in der Nähe des Gyeongbokgung-Palastes und in Cheongdam-dong im Süden von Seoul.

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Koreas größtes Mehrzwecktheater ist das Sejong-Kulturzentrum im Zentrum der Hauptstadt. Diesem 1978 eröffneten städtischen Kulturzentrum sind das Philharmonische Orchester Seoul, das Städtische Orchester für traditionelle Musik, der Städtische Chor, die Städtische Theatergesellschaft, die Städtische Musicalgesellschaft, die Städtische Tanzgesellschaft, die Städtische Operngesellschaft, der Städtische Mädchen- und Jungenchor sowie das Seouler Jugendphilharmonie-Orchester angegliedert. Der Hauptsaal des Sejong-Kulturzentrums bietet 3.800 Menschen Platz, die dort befindliche Orgel ist eine der besten der Welt.

Das Seouler Kunstzentrum, im Süden der Stadt gelegen, ist Koreas erstes Kunst- und Kulturzentrum. Das Zentrum mit einer Gesamtfläche von 234.385 qm und einer bebauten Fläche von 120.951 qm wurde in drei Phasen von 1988 bis 1993 eröffnet.

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Das Opernhaus mit seiner schönen Architektur hat drei separate Theater. Das Operntheater mit 2278 Sitzen ist für große Opern, Ballette und ähnliche Aufführungen konzipiert. Das Towol-Theater mit 669 Sitzen ist ein mittelgroßes Theater für Theaterstücke, kleinere Opern und modernen Tanz. Das Jayu-Theater, in dem maximal 350 Personen Platz finden, ist für experimentelle und avantgardistische Aufführungen vorgesehen.

In der großen Konzerthalle mit 2.600 Plätzen können große Orchester auftreten, in der kleinen mit 380 Plätzen finden Solooder Kammerkonzerte statt. Zudem gibt es in dem Zentrum eine Kunstgalerie, eine Kalligraphiehalle, eine Kunstbibliothek, ein Freilichttheater und ein Filmarchiv.

Seit seiner Fertigstellung gilt das Seouler Kunstzentrum bei Künstlern aus allen Bereichen als einzigartiger Ort, an dem Werke voller Kreativität gefördert und aufgeführt werden. Als Institution von Weltrang spielt das Zentrum nun eine entscheidende Rolle dabei, die koreanische Kultur ins nächste Jahrhundert zu führen.

http://german.korea.net/AboutKorea/Culture-and-the-Arts/Museums-and-Theaters

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