Wirtschaftliches Umfeld
System zur Unterstützung von Investoren
Alle Gesetze und Bestimmungen, die sich auf ausländische Direktinvestitionen (FDI) beziehen, sind in einem einzigen Gesetzeswerk zusammengefasst worden, dem “Gesetz zur Förderung ausländischer Investitionen” (FIPA), das im November 1998 in Kraft getreten ist. Seither hat das Gesetz die Gleichbehandlung aller ausländischen Investoren gewährleistet.
Das FIPA schafft gewisse Anreize für ausländische Investoren, wie Steuerbefreiungen oder -senkungen. So wird zum Beispiel Hightech-Firmen für einen Zeitraum von sieben Jahren die Körperschafts- und Einkommenssteuer erlassen oder reduziert. Ausländische Firmen, die in Korea investieren wollen, können Grund und Boden, der dem Staat gehört, zu günstigen Raten für maximal 50 Jahre pachten. In manchen Fällen erhalten sie den Grund und Boden auch unentgeltlich. Darüber hinaus wurden Freie Investitionszonen für groß angelegte Direktinvestitionen eingerichtet. Die Regierung hebt immer mehr Importbeschränkungen auf, so dass immer weniger Produkte verzollt werden müssen.
Dienstleistungssektor
Die Liberalisierung des Dienstleistungssektors war in Korea mit Schwierigkeiten verbunden, da das Dienstleistungsgewerbe noch verhältnismäßig rückständig war. Dennoch hat die Regierung eine Reihe von einseitigen Maßnahmen zur völligen Öffnung des Dienstleistungssektors ergriffen. So ist zum Beispiel der Markt für Lebensversicherungen schon jetzt für ausländische Versicherungsagenten frei zugänglich.
Für ausländische Banken gelten dieselben Regelungen wie für einheimische. Für ausländische Investoren im Einzel- und Großhandel gibt es nur noch in ganz wenigen Bereichen Beschränkungen. Der Werbemarkt, der zunächst nur für Jointventures mit ausländischer Minderheitsbeteiligung offen war, ist nun in vollem Umfang für ausländische Investoren zugänglich.
Schutz des geistigen Eigentums
Die Regierung ist sich bewusst, dass ein weitreichender Schutz geistigen Eigentums für den technologischen Fortschritt Koreas und für stabile wirtschaftliche Beziehungen zu seinen wichtigsten Handelspartnern äußerst wichtig ist. Deshalb sind seit 1987 grundlegende Reformen zum Schutze des geistigen Eigentums eingeführt worden.
Das neue koreanische Urhebergesetz sieht einen umfassenden Schutz sowohl für Werke ausländischer als auch koreanischer Autoren vor. Das Urheberrecht wird für die Lebensdauer eines Autors und 50 Jahre darüber hinaus geschützt. Durch eine Sondergesetzgebung ist das Urheberrecht auch auf das geistige Eigentum an Computer-Software ausgedehnt worden.
Der Agrarmarkt
Wie in vielen anderen Ländern hat die Agrarpolitik in Korea weitreichende soziale und politische Auswirkungen, die eine Liberalisierung erschweren.
Die besondere Sensibilität der koreanischen Landwirtschaft ist darauf zurückzuführen, dass das Verhältnis der von einem koreanischen und einem US-amerikanischen Bauern zu nutzenden Fläche 1:57 beträgt, d.h., dass die koreanischen Bauern keinesfalls so wettbewerbsfähig sein können, wie die amerikanischen. Dennoch bemüht sich die koreanische Regierung, den Markt für landwirtschaftliche Produkte weiter zu öffnen. Gleichzeitig ergreift sie Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der koreanischen Bauern zu erhöhen.
Im Dezember 1998 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, deren Aufgabe es war, den Zeitplan der Importliberalisierung für landwirtschaftliche Produkte bis Ende 1991 zu überprüfen. Überarbeitete Pläne haben dazu beigetragen, eine umfassendere Liberalisierung durchzuführen und die Marktöffnung zu beschleunigen. Während der Gespräche der Uruguay-Runde über landwirtschaftliche Produkte hat sich die koreanische Regierung zudem verpflichtet, den Marktzugang für verschiedene landwirtschaftliche Produkte zu verbessern.
Logistikzentrum der Weltklasse
Der im März 2001 eröffnete Internationale Flughafen Incheon verfügt über hochmoderne Einrichtungen und ebensolche Verkehrsnetzwerke. Aufgrund seiner strategischen Lage erfüllt der neue Flughafen alle Voraussetzungen, um zu einem führenden Logistik- und Beförderungszentrum in Nordostasien zu werden. Pläne über die Expansion des Flughafens sehen die Einrichtung einer Freihandelszone, eines internationalen Geschäfts- sowie eines gesonderten Wirtschaftsbereiches vor.

Internationales Geschäftsviertel Songdo (IBD)
Das Geschäftsviertel Songdo ist ein professionell geplantes, internationales Geschäftszentrum, das auf 1.500 Morgen künstlich aufgeschüttetem Land entlang des Hafengebietes von Incheon errichtet wurde. Es liegt etwa 65 km südlich von Seoul und wird über eine 11 km lange Autobahnbrücke mit dem Internationalen Flughafen Incheon verbunden.
Der Internationale Flughafen Incheon hat seit seiner Eröffnung im März 2001 einen kontinuierlichen Anstieg des Frachtaufkommens erlebt. 2006 wurden 2,34 Millionen Tonnen internationale Luftfracht abgefertigt. Incheon wurde in Bezug auf das Luftfrachtaufkommen zum zweitgrößten Flughafen der Welt.

(Einheit: Millionen Tonnen)
Quelle: Incheon International Airport Corporation (IIAC) www.mltm.go.kr

(Einheit: Millionen Tonnen)
Quelle: Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten www.mltm.go.kr
Auf internationalen Seewegen fahren koreanische Containerschiffe verschiedene Häfen in Süd- und Nordamerika, Europa, Australien, Afrika und im Mittleren Osten an. Ausländische Ozeandampfer, Kreuzfahrtschiffe und Personenbeförderungsfrachter laufen häufig koreanische Häfen an.
Zudem stieg auch das Frachtaufkommen in den Häfen kontinuierlich — von 11,89 Millionen Standardcontainern (TEU) 2002 auf 17,48 Millionen 2007. Das wurde erreicht durch den Ausbau der Hafenanlagen und einen verbesserten Güterumschlag im Hafen Busan und in den Häfen von Gwangyang und Incheon.

Hafen in Gwangyang, ein logistisches Zentrum für Nordostasien im Südwesten Koreas
2007 fertigte der Hafen Busan 13,26 Millionen TEU ab und rangiert damit in Bezug auf die Menge der abgefertigten Container seit vier Jahren in Folge weltweit auf Platz fünf.
http://german.korea.net/AboutKorea/Economy/Business-Environment
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