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Direktinvestitionen aus dem Ausland (FDI)

Direktinvestitionen aus dem Ausland (FDI)

In Korea betrug das Außenhandelsvolumen im Jahr 2006 etwa 71,5% des nationalen Bruttoinlandsprodukts, während auf dem Herstellungssektor die Einkünfte von Unternehmen mit ausländischen Investitionen fast 14% der Gesamtverkäufe ausmachten. Korea arbeitet intensiv daran, die Unternehmen zu unterstützen, in die ausländisches Kapital investiert wurde. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist die Eröffnung des weltgrößten LCD-Komplexes in Paju, nur wenige Kilometer von der Entmilitarisierten Zone entfernt.

Die Regierung hat dafür gesorgt, dass die erforderlichen Straßen gebaut werden und die Infrastruktur bereitgestellt wird, um den großen Industriekomplex in Paju zu unterstützen. Sie kümmerte sich darum, dass Regulierungen, die in den Grenzgebieten seit Jahrzehnten in Kraft waren, gelockert oder ganz abgeschafft wurden. Diese und andere Maßnahmen wurden sehr zügig durchgesetzt — ein Zeichen für die Bereitschaft und Entschlossenheit der Regierung, ausländische Unternehmen zu fördern, die in Korea Fuß fassen wollen.

Es gibt viele andere Erfolgsgeschichten: Der britische Einzelhändler Tesco konnte in Korea bemerkenswerte Erfolge erzielen. Tesco erwirtschaftet hier ein Drittel seiner Auslandserträge.

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(Einheit: Milliarden US$)
Quelle: Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft www.mke.go.kr

Ein anderes Beispiel für erfolgreiche ausländische Investitionen ist die Standard Chartered First Bank (SC First Bank). Nachdem sie sich infolge ihres 3,3 Milliarden-US$-Erwerbs von der First Bank im Januar 2005 auf dem koreanischen Markt niedergelassen hatte, ist die SC First Bank nun zum größten ausländischen Investor auf dem koreanischen Finanzmarkt geworden. Die SC First Bank macht ein Fünftel des Gesamtvermögens der Standard Chartered Group aus. Weitere 900 Millionen US$ flossen seit 2005 in die Bank. Die Bedeutung der SC First Bank wird anhand der Tatsache belegt, dass es das einzige Unternehmen innerhalb der gesamten Gruppe ist, das direkt dem Geschäftsführer der Standard Chartered berichtet. 2009 erwartet Korea ausländische Investitionen in Höhe von 12,5 Milliarden US$. Die Summe übersteigt ein wenig das für 2008 festgesetzte Ziel von 12 Milliarden US$.

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Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie www.mest.go.kr

Zusätzlich zu den herkömmlichen Sektoren, wie dem Finanz- und Versicherungsbereich, kann man bei den Investoren ein wachsendes Interesse an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Logistikzentren und an den regionalen Hauptgeschäftsstellen multinationaler Unternehmen feststellen. Bei Herstellern von Ersatzteilen besteht ein großes Interesse an Koreas hoch entwickeltem Elektroniksektor.

Das Interesse, das Investoren in diesen Bereichen zeigen, ist nur natürlich, wenn man bedenkt, welche enormen Investitionen Korea zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung jährlich tätigt. Korea gehört Jahr für Jahr weltweit zu den Top Ten, was Investitionen in Forschung und Entwicklung betrifft. Ein solches Engagement hat sich in vielen Bereichen ausgezahlt. 2006 lag Korea auf Rang vier bei den internationalen Patentanmeldungen, die bei der Weltorganisation für Intellektuelles Eigentum (WIPO) eingereicht wurden.

Eine andere Stärke Koreas sind seine hoch qualifizierten menschlichen Ressourcen. Es gibt mehr als 100.000 Studenten, die jedes Jahr ein Studium in verschiedenen Wissenschaftsbereichen abschließen. Immer mehr dieser Studenten setzen ihr Studium fort, um einen Master- oder einen Doktortitel zu erwerben. Für Investoren ist dies das optimale Umfeld, um im Bereich von Produktion und Dienstleistungen kreativ arbeiten zu können. Es muss auch in Betracht gezogen werden, dass Korea der perfekte Standort für Logistikzentren oder Zweigstellen verschiedener Firmen Asiens ist. 51 Städte mit einer Bevölkerungszahl von mindestens einer Million Menschen liegen nur vier Flugstunden von Seoul entfernt.

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Abgesehen von seiner geographischen Lage als Drehscheibe Asiens hat Korea für ausländische Unternehmen noch einen weiteren Vorteil: Sie haben es leichter, in andere ausländische Märkte zu expandieren, nachdem sie Korea als Testfeld genutzt haben. Schon jetzt sind mehr als die Hälfte der Fortune-500- Firmen in Korea präsent.

Da man weiß, wie wichtig Investitionen für die Zukunft der Nation sind, tut Korea alles, um den Bedürfnissen von Investoren zu entsprechen. Es werden Maßnahmen getroffen, um das wirtschaftliche Umfeld und das Geschäftsklima fortlaufend zu verbessern. Der neu errichtete Bürokomplex “Invest Korea Plaza” im Süden Seouls wurde Ende 2006 eröffnet, um ausländische Unternehmen darin zu unterstützen, sich behutsam auf dem koreanischen Markt einzufinden. Diese Einrichtung bietet potenziellen Investoren viele Dienstleistungen an. Zu den wichtigsten gehören die Beratungen vor Ort und die anfängliche Hilfestellung für Unternehmen, die in Korea ihren Betrieb aufnehmen.

“Invest Korea Plaza” ist eine Serviceadresse für Investoren. Hier stehen Projektmanager vor Ort zur Verfügung, die bei der Erledigung sämtlicher Belange behilflich sind, angefangen bei der Suche nach dem besten Standort für Fabrikanlagen über die Erledigung von Verwaltungsfragen bis zur Beratung bei der Bewerbung für wichtige Hilfsprogramme und Zuschüsse von Seiten der Regierung. Die Regierung bemüht sich darum, den Unternehmen stärkere Anreize zu bieten, damit solche Unternehmen, die an Forschung und Entwicklung im Hightech-Bereich interessiert sind oder die ihre regionale Hauptgeschäftsstelle nach Korea verlegen wollen, einen besseren Zugang zu finanzieller Unterstützung haben.

Letztendlich konzentriert Korea seine Bemühungen auf zwei Ziele: Erstens auf die Förderung von Marktbedingungen, die es Unternehmen erlauben, ihr Geschäftspotenzial in Korea voll auszuschöpfen und zweitens auf die Zusage, Korea unternehmensfreundlicher zu gestalten.

http://german.korea.net/AboutKorea/Economy/Foreign-Direct-Investment

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