Fakten zu Korea
Die Republik Korea ist ein kleines Land am östlichen Rand des asiatischen Kontinents. Weltweit nur an 109. Stelle, was die Fläche betrifft, liegt das Land dennoch am Herzschlag von Asiens Kunst, Kultur und wirtschaftlichen Aktivitäten. Trotz der Kolonisierung durch Japan Anfang des 20. Jahrhunderts und den späteren Schrecken des Koreakriegs (1950-53) gelang Korea in kürzester Zeit ein erstaunliches Wirtschaftswachstum, auch bekannt unter dem Namen "das Wunder am Han."
Heute behauptet sich Korea in aufrechter Haltung auf dem internationalen Parkett. In der Halbleiter-, der Automobil-, der Schiffbau-, der Stahl- und der IT-Branche hat das Land weltweit eine Spitzenstellung inne. Koreas Hauptstadt Seoul war Gastgeber der Olympischen Spiele 1988; 2002 wurde in Korea und Japan der FIFA World Cup ausgetragen. In jüngerer Zeit verwandelten sich koreanische Dramen, Filme und Popmusik zum Magneten für Konsumenten aus asiatischen Ländern und formierten sich zur sog. „koreanischen Welle“. Koreas neues Ansehen in der internationalen Gemeinschaft wurde 2010 noch hervorgehoben, als das Land als erste asiatische Nation den Vorsitz eines G20-Gipfels hielt und Seoul gleichzeitig als Gastgeber des G20-Gipfels fungierte.
Allgemein
- Bezeichnung
- Republik Korea (Südkorea)
- Hauptstadt
- Seoul (10,4 Millionen Einwohner) (2010)
- Nationalflagge
- Taegeukgi
- Nationalblume
- Mugunghwa (Hibiskus)
- Währung
- Won ((1 US-Dollar = 1.156,3 Won) (2010)
- Sprache
- Koreanisch (Schriftform: Hangeul)
Menschen
- Einwohnerzahl
- 48.87 Millionen (Südkorea) (2010)
- * ansässige Ausländer: 1,2 Millionen
- Großstädte: Seoul (10,4 Millionen), Busan (3,6 Millionen), Incheon (2,7 Millionen), Daegu (2,5 Millionen), Dajeon (1,5 Millionen), Gwangju (1,4 Millionen), Ulsan (1,1 Millionen) (2010)
- Durchschnittsalter
- 38 Jahre (2010)
- Erwerbstätige Bevölkerung
- 24,5 Millionen (2010)
- Bevölkerungswachstumsrate
- 0.26% (2010)
- Lebenserwartung
- Männer, 77 Jahre; Frauen, 83.8 Jahre (2009)
- Religion
- Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2005 besteht die Hälfte der Bevölkerung aus praktizierenden Gläubigen. Innerhalb dieser Gruppe sind 10.726.463 Buddhisten, 8.616.438 Protestanten und 5.146.147 Katholiken die drei vorherrschenden Religionsgruppen. Die Verfassung garantiert die Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
Regierung
- Politisches System
- Demokratie. Der Präsident wird für eine einmalige Amtszeit von 5 Jahren durch direkte Volksabstimmung gewählt. Gewaltenteilung zwischen Exekutive, Legislative (Einkammer-Nationalversammlung) und Judikative
- Präsident
- Lee Myung-bak seit 2008
- Wahlrecht
- Allgemein mit 19 Jahren
- Wahlen
- Präsidentschaftswahlen: alle 5 Jahre
Wahl der Nationalversammlung: alle 4 Jahre
Kommunalwahlen: alle 4 Jahre
Wirtschaft
- Bruttoinlandsprodukt
- 1.014 Milliarden US-Dollar (2010)
- Pro-Kopf-Bruttonationaleinkommen (BNE)
- 20.759 US-Dollar (2010)
- Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt (BIP)
- 6,2 Prozent% (2010)
- Devisenreserven
- 291,5 Milliarden US-Dollar (2010)
- Exporte
- 441,5 Milliarden US-Dollar (2010)
- Importe
- 400,6 Milliarden (2010)
- Wichtigste Industrieprodukte
- Halbleiter, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Unterhaltungselektronik, Geräte der mobilen Telekommunikation, Stahl und Chemikalien
Nationales Symbol

Nationalflagge

Die Nationalblume Koreas ist die Mugunghwa oder der Hibiskus
Nationalflagge
Die koreanische Flagge wird Taegeukgi genannt. Auf ihr sind Yin und Yang, zwei Prinzipien der asiatischen Philosophie, symbolisch dargestellt. Der Kreis im Zentrum der Flagge ist in zwei gleiche Hälften geteilt. Die obere rote Hälfte stellt die aktiven kosmischen Kräfte des Yang dar. Umgekehrt symbolisiert die untere blaue Hälfte die passiven kosmischen Kräfte des Yin. Beide Kräfte stellen sinnbildlich fortwährende Bewegung, Ausgeglichenheit und Harmonie dar und stehen damit als Symbol für die Unendlichkeit. Der Kreis ist von vier Trigrammen umgeben, von denen sich eines in jeder Ecke befindet. Jedes Trigramm symbolisiert eines der vier universalen Elemente: Himmel, Erde, Feuer und Wasser.

Die koreanische Schrift, Hangeul genannt, wurde im 15. Jahrhundert von König Sejong dem Großen entwickelt. Vor Einführung dieses Alphabets beherrschte nur ein verhältnismäßig kleiner Prozentsatz der Bevölkerung die chinesischen Schriftzeichen, da diese sehr schwer zu erlernen sind.
Sprache
Die Tatsache, dass alle Koreaner dieselbe Sprache sprechen, hat zu ihrer ausgeprägten nationalen Identität geführt. Im Koreanischen gibt es verschiedene Dialekte neben der Standardvariante, die in Seoul gesprochen wird. Außer dem Dialekt, der in der Provinz Jeju-do gesprochen wird, sind sich die Dialekte aber sehr ähnlich, so dass keine Verständigungsprobleme auftreten.
Das Hangeul-Alphabet besteht aus 10 Vokalen und 14 Konsonanten, die zu zahlreichen Silbenkombinationen zusammengestellt werden können. Hangeul ist einfach und doch systematisch und umfassend, es gilt als eines der wissenschaftlichsten Schriftsysteme der Welt. Es ist leicht zu lernen und zu schreiben, was entscheidend zu der niedrigen Analphabetenrate und zum fortschrittlichen Verlagswesen in Korea beigetragen hat.
Das koreanische Alphabet
Hangeul besteht aus zehn Vokalen und vierzehn Konsonanten.
Klima
Korea hat vier Jahreszeiten. Frühling und Herbst sind eher kurz, der Sommer heiß und feucht, und in den trockenen, kalten Wintern schneit es mancherorts sehr viel.
Die Durchschnittstemperatur liegt je nach Region zwischen 6° C(50° F) und 16° C(61° F). Zu Beginn des Frühlings bringt der Wind aus den Wüsten Nordchinas gelben Sandstaub mit. Ab Mitte April sind die Temperaturen mild, und auf den Bergen und Wiesen blühen wild wachsende Blumen in leuchtenden Farben. Zu dieser Zeit fangen die Bauern an, die Reisfelder zu bestellen.
Der Herbst mit seiner frischen Luft und dem tiefblauen Himmel ist die Jahreszeit, die die Koreaner am meisten lieben. Das Land ist in prächtige herbstliche Farben getaucht, es ist die Zeit der Ernte, und es finden viele Volksfeste statt, die ihre Wurzeln in uralten ländlichen Traditionen haben.
Source: Korea Meteorological Administration www.kma.go.kr
Geographie
Korea liegt auf einer Halbinsel, die von Nord nach Süd 1100km misst. Die koreanische Halbinsel liegt im nordöstlichen Teil des asiatischen Kontinents, wo sich die koreanischen Gewässer mit dem westlichen Teil des Pazifiks vereinen. Im Norden grenzt die Halbinsel an China und Russland, im Osten an das Ostmeer, auf dessen anderer Seite Japan liegt. Außer dem Festland gehören zu Korea noch 3200 Inseln.
Mit einer Gesamtfläche von 223.170 qkm ist die koreanische Halbinsel ungefähr so groß wie Großbritannien oder Ghana. Davon umfasst die Republik Korea 100.032 qkm oder etwa 45 Prozent des Gesamtgebietes. Zwei Drittel des Landes sind gebirgig, vergleichbar mit Ländern wie Portugal, Ungarn oder Irland.
Das Taebaeksan-Gebirge erstreckt sich über die gesamte Ostküste. Durch die peitschenden Wellen des Ostmeers sind dort Klippen und kleine felsige Inseln entstanden. Im Westen und Süden fallen die Bergketten sanft zum Meer hin ab, wobei Ebenen und zerklüftete Inseln entstanden sind.
Die koreanische Halbinsel hat so viele malerische Berge und Flüsse, dass die Koreaner ihr Land häufig mit besticktem Brokat vergleichen. Der höchste Berg ist der Baekdusan, der heute in Nordkorea an der Grenze zu China liegt. Er ist 2744 m hoch. Der Baekdusan ist ein erloschener Vulkan mit einem Kratersee, Cheonji, genannt. Der Berg gilt als ein besonders wichtiges Symbol für den Geist der Koreaner und findet sogar in der Nationalhymne Erwähnung.

Im Vergleich zu seiner Größe hat Korea relativ viele Flüsse, die die Lebensgewohnheiten der Koreaner stark geprägt und eine entscheidende Rolle bei der Industrialisierung des Landes gespielt haben. Die beiden längsten Flüsse in Nordkorea, der Amnokgang (auch Yalu genannt) mit 790 km Länge und der Dumangang (auch Tumen genannt) mit einer Länge von 521 km, entspringen auf dem Baekdusan. Sie fließen nach Westen bzw. nach Osten und bilden die nördliche Grenze der Halbinsel.
Die längsten Flüsse im Süden der Halbinsel sind der Nakdonggang (521,5 km) und der Hangang (481,7 km). Der Hangang fließt durch die Hauptstadt Seoul. Er ist die Lebensader für die dicht besiedelte Region des modernen Korea. Bereits zur Zeit der alten Königreiche hat der Hangang eine große Rolle für die dort lebende Bevölkerung gespielt.
Als Halbinsel ist Korea an drei Seiten von Meer umgeben. Diese geographische Lage hat das Leben der Bewohner wesentlich beeinflusst und dazu beigetragen, dass sie bereits früh eine große Geschicklichkeit als Schiffsbauer und Seefahrer entwickelten.
http://german.korea.net/AboutKorea/Korea-at-a-Glance/Facts-about-Korea
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