gnb content footer

Korea.net Gatewav to Korea

home

Über Korea

Korea auf einen Blick

Korea in der Welt

Korea in der Welt

Internationale Beziehungen

Seit ihrer Gründung 1948 hat sich die Republik Korea dauerhaft dem Prinzip der Demokratie und der freien Markwirtschaft verschrieben. Die auswärtigen Beziehungen haben sich in diesem Zeitraum allerdings stark verändert. Die im Kalten Krieg dominierende Konfrontation zwischen den USA und der UdSSR, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, hat einen Großteil der Welt in zwei gegnerische Blöcke geteilt. In diesem Zusammenhang verbündete sich die Republik Korea mit den Demokratien des Westens.

Als sich der Kalte Krieg verschärfte, hat sich die Republik Korea durch die weitere Stärkung der Beziehungen mit traditionellen Verbündeten und den Aufbau kooperativer Beziehungen mit den Ländern der Dritten Welt auf die Erweiterung ihrer Auslandsbeziehungen konzentriert. Seit den 1970er Jahren ist die Politik der Republik Korea darauf ausgerichtet, eine unabhängige und friedliche Wiedervereinigung der Halbinsel zu erreichen. Korea vertiefte auch seine Beziehungen zu Verbündeten und übernahm in internationalen Organisationen eine aktive Rolle.

Mit ihrer etablierten politischen Basis fuhr die Republik Korea in den 1980er Jahren fort, kooperative Partnerschaften mit verschiedenen Ländern in vielen Bereichen zu fördern. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren reagierte die Republik Korea durch die aktive Verfolgung einer “Nordpolitik” schnell auf die epochalen Veränderungen in Osteuropa und in der ehemaligen Sowjetunion, Veränderungen, die den Kalten Krieg wirksam beendeten.

Die aktive Verfolgung dieser “Nordpolitik” führte zum Aufbau von Beziehungen mit Ländern des ehemaligen kommunistischen Blocks, mit denen Korea aufgrund der Andersartigkeit politischer Systeme und Ideologien seit langem zerstritten war. Koreas Normalisierung der Beziehungen zu den meisten dieser Länder, einschließlich der ehemaligen Sowjetunion und Chinas, machte Koreas Auslandsbeziehungen wahrhaft global. Die größte Errungenschaft der Nordpolitik-Kampagne bestand allerdings in dem gemeinsamen Beitritt Süd- und Nordkoreas in die Vereinten Nationen im September 1991.

#

Mit der Unterzeichnung des Abkommens über Versöhnung, Niochtangriff, Austausch und Zusammenarbeit (Rahmenvertrag Süd-Nord) und der Gemeinsamen Erklärung zur nuklearen Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel im Dezember 1991 wurde eine neue Grundlage für die friedliche Koexistenz und für Wohlstand auf der Halbinsel geschaffen. Diese historischen Dokumente bedeuteten einen wichtigen ersten Schritt in Richtung friedliche Wiedervereinigung der geteilten Nation und bereiteten den Boden für Frieden nicht nur auf der koreanischen Halbinsel sondern in ganz Nordostasien.

Wirtschaftlicher Austausch

Das Ende des Kalten Krieges leitete einen neuen Trend in Form des Regionalismus ein. Länder, wie die Republik Korea, die ein exportorientiertes Wachstum verfolgten, sahen sich auf internationaler Ebene mit einem wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert, das in großem Maßstab von dem der Vergangenheit abwich.

Koreas Exportwachstum hing vornehmlich vom Handel mit Industrieländern, wie den Vereinigten Staaten, Japan und der Europäischen Union, ab. Diese Situation führte oft zu Unstimmigkeiten über das Handelsungleichgewicht. Koreas Abhängigkeit vom Handel mit Industrieländern war sich allerdings kontinuierlich rückläufig, während sich der Handel mit Entwicklungsländern verstärkte.

Solange Koreas Wirtschaft und Handel fortdauernd wachsen und der Industrieschwerpunkt weiterhin auf der Technologie liegt, wird sich der Handel der Republik Korea mit Entwicklungsländern und Ländern Osteuropas erwartungsgemäß stetig verstärken. Nach Abschluss der Umstrukturierung seiner Industrieunternehmen wird Korea in der Lage sein, seine Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Form von sich ergänzenden Partnerschaften zu intensivieren, wobei jede Seite ihre eigenen Vorteile erzielt. Dies wird Korea wiederum erlauben, einen größeren Beitrag zur Entwicklung der globalen Wirtschaft zu leisten.

Solange die Industrieländer der Schlüssel des Handels und in den Bereichen der industriellen Wissenschaft und Technologie als Partner von maßgeblicher Bedeutung bleiben, wird sich Korea bemühen, die Spannungen durch die gegenseitige Öffnung der Industrie-, Landwirtschafts- und Dienstleistungsmärkte abzubauen.

Globale Umweltveränderungen, wie der Klimawandel und die Abholzung der Wälder, stellen für alle Menschen auf der Welt neue Herausforderungen dar. Angesichts dieser Herausforderungen hat Präsident Lee Myung-bak 2008 mit dem Programm “Wenig Kohlenstoff, Grünes Wachstum” eine neue Vision Koreas für die Entwicklung des Landes vorgestellt. Korea hat sich zum Ziel gesetzt, eine kohlenstoffarme Gesellschaft zu werden und mit Hilfe grüner Technologien und grüner Industrien, welche die Umweltfreundlichkeit fördern und nachteilige Umwelteinflüsse vermindern, ein grünes Wachstum zu schaffen. Darüber hinaus wird die Republik Korea globale Bemühungen auf konstruktive Weise unterstützen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

#

Die Republik Korea öffnet proaktiv ihre Märkte, unterstützt die globale Handelsliberalisierung und engagiert sich aktiv im Rahmen der 2001 begonnenen Verhandlungen der Doha- Entwicklungsrunde.

Internationaler Frieden und Zusammenarbeit

Die Republik Korea ist 1991 den Vereinten Nationen beigetreten. Seitdem hat sie eine immer aktivere Rolle gespielt, den gesamten Bereich globaler Themen anzusprechen und handelte sowohl als regionaler Vermittler als auch als einflussreicher internationaler Akteur.

Von 1996 bis 1997 war Korea nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrates. In dieser Zeit hat es eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Schutzes von Zivilpersonen gespielt, die in bewaffnete Konflikte involviert waren. Wähernd Korea die Präsidentschaft des 56. Sitzung der Generalsversammlung innehatte, wurde der ehemalige koreanische Außenminister Ban Ki-moon 2006 zum 8. Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Der Südkoreaner Ban Ki-moon, achter Generalsekretär der Vereinten Nationen, war 37 Jahre im Dienst der Regierung und auf internationaler Ebene tätig. Zum Zeitpunkt seiner Wahl als Generalsekretär war Herr Ban Minister für Auswärtiges und Handel der Republik Korea.

"Mein Herz fließt über vor Dankbarkeit gegenüber meinem Land und den Menschen, die mir zu diesem Amt verholfen haben.

#

Es war ein langer Weg von meiner Jugend im kriegsgeschundenen und bettelarmen Korea bis zu diesem Podium und diesen ehrfurchtgebietenden Verantwortlichkeiten. Ich konnte diesen Weg zurücklegen, weil die Vereinten Nationen in den dunkelsten Zeiten an der Seite meines Volkes standen. Sie gaben uns Hoffnung und sorgten für unseren Lebensunterhalt, für Sicherheit und Würde.

Sie zeigten uns einen besseren Weg. Deshalb fühle ich mich heute zu Hause, wie viele Meilen und Jahre ich auch immer gereist bin."

Zitat aus der Antrittsrede von Generalsekretär Ban vor den Vereinten Nationen.

Die Operationen zur Friedenssicherung haben sich als wichtiges und mächtiges Mittel der UN erwiesen, Länder zu unterstützen, die von Konflikten gezeichnet sind. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen beim Aufbau eines vom Krieg erschütterten Landes, ist sich Korea der Bedeutung des internationalen Friedens und der internationaler Sicherheit in vollem Umfang bewusst und hat aktiv an vierzehn UNOperationen zur Friedenssicherung teilgenommen, darunter im Libanon, in Somalia, in Osttimor sowie bei der Überwachung des Waffenstillstands und der Umsetzung vertrauensbildender Maßnahmen. Durch die Bereitstellung medizinischer Dienste und die Unterstützung lokaler Bauprojekte hat Korea diversen Kommunen beim Wiederaufbau zur Seite gestanden.

Als vehementer Verfechter der Menschenrechte ist die Republik Korea an bedeutenden internationalen Menschenrechtskonventionen beteiligt. Als eines der Gründungsmitglieder des Menschenrechtsrates strebt Korea die Stärkung der Rolle des Rates als faire und wirksame Institution an, die in der Lage ist, rechtzeitig und wirkungsvoll auf Menschenrechtsverletzungen zu reagieren.

Darüber hinaus ist Korea nachdrücklich der Förderung der Demokratie verpflichtet. Korea hat sich innerhalb der Gemeinschaft der Demokratien auf globaler Ebene aktiv engagiert und, durch die Ausrichtung des Ersten Treffens hochrangiger Vertreter, 2008 dazu beigetragen, den Rahmen für die Asien-Pazifischen Demokratischen Partnerschaft zu bilden.

Korea hat sich auch aktiv an den weltweiten Bemühungen um die Stärkung der Regimes beteiligt, die sich der Abrüstung und der Nichtverbreitung von Kernwaffen verpflichtet fühlen. Die jährlich stattfindende internationale Konferenz namens “Jeju-Prozess”, die seit 2002 von Korea und dem zuständigen UNBüro für die Angelegenheiten der Entwaffnung gemeinsam ausgerichtet wird, ist eine bedeutungsvolle Plattform für die Förderung der Gespräche über verschiedene Themen im Bereich der Entwaffnung und der Nichtverbreitung von Kernwaffen. Die von Korea in Zusammenarbeit mit Australien bei der 63. Sitzung der UN-Generalversammlung erfolgreich eingebrachte Empfehlung einer neuen Resolution über die Vermeidung und Bekämpfung illegaler Vermittlungsaktivitäten ist ein weiteres Beispiel für Koreas aktive Rolle auf diesem Gebiet.

Als Teil der Bemühungen, bilaterale Freundschaften und gegenseitiges Verständnis zu fördern und weltweit zu Versöhnung und Kooperation beizutragen, hat sich die Republik Korea gänzlich dem kulturellen Austausch mit anderen Ländern verpflichtet. Korea ist zudem bestrebt, das Bewusstsein und die Kenntnisse über die traditionelle koreanische Kunst und Kultur im Ausland zu vertiefen und unterstützt koreanische Studienprogramme im Ausland sowie zahlreiche wissenschaftliche Konferenzen und den Austausch auf sportlicher Ebene. Die 1991 gegründete Korea Foundation ist verantwortlich für die Koordinierung und Unterstützung eines umfassenden Angebots internationaler Kulturaustauschprogramme.

#

#

Koreas Entwicklungszusammenarbeit

Von 1945 bis zu den frühen 1990er Jahren hat Korea von Seiten der internationalen Gemeinschaft verschiedene Formen der Öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) erhalten. Diese Unterstützung diente als wertvolles Mittel der phänomenalen wirtschaftlichen Entwicklung Koreas. Als mittlerweile 13.-größte Wirtschaftsmacht der Welt ist Korea heute verpflichtet, auf dem Gebiet der internationalen Entwicklung zu einem Geberland zu werden. Korea bemüht sich insbesondere, die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) zu erreichen, die von den Vereinten Nationen festgelegt wurden, und plant zu diesem Zweck, seine ODA schrittweise zu erhöhen. 2008 hat Korea insgesamt 797 Millionen US-Dollar (vorläufige Zahl) für die ODA bereitgestellt und gemäß den derzeitigen Planungen wird sich diese Summe bis 2012 um 0,15 % und bis 2015 um 0,25 % des Bruttonationaleinkommens (BNE) erhöhen. Darüber hinaus bereitet sich Korea darauf vor, bis 2012 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und dem Entwicklungshilfeausschuss (DAC) beizutreten.

Das ODA-Verwaltungssystem Koreas umfasst bilaterale und multilaterale Hilfsleistungen. Die bilaterale Hilfe unterteilt sich in Zuschüsse und konzessionäre Kredite. Zuschüsse, die Darlehen und technische Kooperationsprogramme umfassen, werden von der Internationalen Kooperationsbehörde Korea (KOICA) in Übereinstimmung mit den vom Ministerium für Auswärtiges und Handel (MOFAT) festgelegten politischen Richtlinien umgesetzt. Während Zuschusshilfsprogramme ausschließlich von KOICA umgesetzt werden, sind andere Regierungsbehörden und Organisationen für einige, die technische Zusammenarbeit betreffende Programme zuständig. Konzessionäre Kredite werden aus dem Fonds für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (EDCF) finanziert, der unter der Aufsicht des Ministeriums für Strategie und Finanzen von der Export-Import Bank von Korea (Korea EXIM Bank) programmiert wird.

Unter Berücksichtigung des sich weltweit erhöhenden Bedarfs an humanitärer Unterstützung, der sich aus den verstärkten Herausforderungen aufgrund des Klimawandels, der weltweiten Nahrungsmittelkrise, der Naturkatastrophen und Konflikte ergibt, wird Korea seine humanitären Hilfsleistungen ausweiten.

#

Zu diesem Zweck nutzt es auf nationaler, regionaler und globaler Ebene vielfältige Möglichkeiten und Methoden, um wirksamer und koordinierter auf die humanitäre Situation zu reagieren. Die Armen und Schwachen haben weltweit am meisten unter dem Anstieg der Nahrungsmittelpreise und den Klimakatastrophen des Jahres 2008 gelitten. In diesem Zusammenhang hat sich Korea selbst verpflichtet, über einen Zeitraum von drei Jahren (2009-2011) 100 Millionen US-Dollar als Nahrungsmittelhilfe und für die Zusammenarbeit beim Aufbau der Landwirtschaft in Entwicklungsländern bereitzustellen. Diese Mittel werden hilfreich ein, um der weltweiten Nahrungsmittelkrise zu begegnen und die Versorgungssituation zu verbessern. 2008 hat Korea ebenfalls mehr als 10 Millionen US-Dollar Notfallhilfe an Katastrophenopfer in 29 Ländern bereitgestellt, einschließlich China und Myanmar, die 2008 von verheerenden Katastrophen betroffen waren.

Im September 2007 hat Korea ein Flugticket-Solidaritätsprogramm unter dem Namen “Beitrag zur globalen Armutsbekämpfung” eingeführt, im Rahmen dessen von jedem Passagier 1.000 koreanische Won erhoben werden, der Korea mit einer internationalen Fluggesellschaft verlässt. Die Erlöse aus diesem Programm kommen den weltweiten Initiativen um Armuts- und Krankheitsbekämpfung in Entwicklungsländern zu Gute. Die Gelder wurden hauptsächlich in UNITAID (internationale Einrichtung zum Erwerb von Medikamenten) und in Projekte von Nichtregierungsorganisationen investiert, um die Krankheiten in Afrika zu bekämpfen — ein Kontinent, auf dem jährlich im Durchschnitt mehr als 3,2 Millionen Menschen an vornehmlich drei Krankheiten (HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria) sterben. Ein noch größerer Teil den Menschen ist von anderen tropischen Krankheiten betroffen.

#

Zukünftige politische Richtung

Geleitet von der Vision eines “Globalen Korea” strebt die Republik Korea eine Umsetzung der Politik in aktiver Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft an.

Durch die Überwindung der Unterschiede von Rasse, Religion und Wohlstand wird Korea seine freundschaftlichen Beziehungen mit allen Ländern und Völkern stärken. Indem Korea die universellen Werte der Demokratie und der Marktwirtschaft respektiert, wird es sich weiterhin an den weltweiten Friedens- und Aufbaubemühungen beteiligen.

Die Republik Korea wird keine Mühe scheuen, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und den Nachbarländern weiterhin zu stärken. Während sich Korea durch die Förderung des Vorhabens “Wenig Kohlenstoff, Grünes Wachstum” entschieden für die Gewährleistung einer sicheren Rohstoff- und Energieversorgung engagiert, strebt es an, im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit eine führende Rolle im Bereich der Umweltpolitik zu spielen.

#

Quelle: International Development Statistics Online DB, OECD

Koreas Politik wird auf eine Weise zur Förderung und zum Schutz universaler Werte beitragen, die der wirtschaftlichen Größe und der globalen Bedeutung des Landes entspricht. Zu diesem Zweck wird die Republik Korea aktiv an den UNOperationen zur Friedenssicherung teilnehmen und ihr Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) erhöhen.

http://german.korea.net/AboutKorea/Korea-at-a-Glance/Korea-in-the-World

URL Kopie

Abteilung Abteilung für globale Kommunikation und Inhalte