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Koreanisches Leben

Festivals

Festivals

Früher waren Feste prunkvolle religiöse Feierlichkeiten. Schon vor der Zeit der Drei Königreiche wurden Erntedankfeste in den kleineren vereinigten Königreichen zum ersten Mal offiziell gefeiert. Dazu zählten Yeonggo (Trommeln, die die Geister beschwören) aus Buyeo, Dongmaeng (Verehrung des Gründers) aus Goguryeo sowie Mucheon (Tanz zum Himmel) aus Dongye. In der Regel wurden die Feste im zehnten Monat nach dem Mondkalender gefeiert, nachdem die Ernte eingebracht war, mit Ausnahme des Yeonggo, das im zwölften Monat stattfand.

Sebae ist ein Brauch und Neujahrsgruß, bei dem sich die Jüngeren vor den Älteren verneigen und ihnen damit Respekt zollen.

Die Tradition des Erntedankfestes und des fröhlichen Willkommenheißens des neuen Jahres wurde in den späteren Königreichen und Epochen fortgeführt, obwohl jedes Königreich weitere Feiertage einführte und andere strich.

In der Hektik des modernen Lebens sind viele der traditionellen Feiertage verloren gegangen. Einige werden jedoch immer noch mit großer Begeisterung gefeiert. Ein solcher Tag ist Seol, der erste Tag des Jahres nach dem Mondkalender, der nach westlicher Zeitrechnung auf Ende Januar oder Anfang Februar fällt. An diesem Tag versammelt sich die ganze Familie. Meist im Hanbok oder in Festtagskleidung vollzieht die Familie die Ahnengedenkriten. Anschließend verbeugen sich die jüngeren Familienmitglieder tief vor den Älteren.

Ein weiterer wichtiger Feiertag ist Daeborum, der erste Vollmond des Jahres nach Seol. An diesem Tag beten die Bauern und Fischer für eine gute Ernte und einen reichen Fang, die übrige Bevölkerung bereitet besondere Speisen aus dem Gemüse der Saison zu. Auf diese Weise bittet sie um ein glückliches Jahr, in dem kein Unglück geschehen möge.

Koreanische Teezeremonie

Das Hauptelement der koreanischen Teezeremonie ist die Ruhe und die Natürlichkeit, den Tee in entspanntem und formalem Rahmen zu genießen. Die Teezeremonien werden jetzt neu belebt als eine Form, Entspannung und Harmonie in einer schnelllebigen Welt zu finden und eine lange Tradition dieser immateriellen koreanischen Kunstform fortzusetzen.

An Dano, dem fünften Tag des fünften Monats, gehen die Bauern einen Tag lang nicht aufs Feld, sondern nehmen an den Feierlichkeiten teil, die das Ende der Aussaat kennzeichnen. Die Frauen waschen ihr Haar mit Wasser, in dem Irisblüten gekocht wurden und hoffen, auf diese Weise Unglück abzuwenden. Dano war in früheren Zeiten ein wichtiger Feiertag, das Interesse hat jedoch nachgelassen, mit Ausnahme einiger Provinzen.

Chuseok, ein Vollmondtag im Herbst, der auf den fünfzehnten Tag des achten Monats nach dem Mondkalender fällt, ist einer der bedeutendsten koreanischen Feiertage, den die modernen Koreaner mit größter Ungeduld erwarten.

Autos drängen sich in endlosen Schlangen auf den Autobahnen, und nahezu alle Institutionen und Geschäfte sind drei Tage lang geschlossen. Alle Familienmitglieder kommen zusammen, sie erweisen ihren Ahnen Respekt und besuchen die Gräber ihrer Vorfahren. Diejenigen, die in den Städten leben, kehren in ihre Heimatorte zurück, um Chuseok zu feiern. Flug- und Bahntickets werden von den Heimkehrern im Allgemeinen schon Monate im Voraus gebucht.

Weitere Feiertage sind Buddhas Geburtstag am achten Tag des vierten Monats nach dem Mondkalender und Weihnachten, das nicht nur die Christen, sondern die meisten jungen Leute feiern.

Eine Familie bei der Herstellung von Songpyeon, dem halbmondförmig gestalteten Reiskuchen, zu Chuseok

An Buddhas Geburtstag zieht eine große Anzahl Buddhisten in einer Parade durch das Zentrum von Seoul, lotusförmige Laternen schmücken die Hauptstraßen der Stadt.

Dol
Feierlichkeiten zum 1. Geburtstag

Es gibt verschiedene Familienfeiern, die allen Koreanern wichtig sind und die fröhlich und ausgelassen begangen werden. Zu diesen gehören Baegil, der 100. Tag im Leben eines Kindes, Dol, der erste Geburtstag und Hoegap oder Hwangap, der 60. Geburtstag, an dem sich der Lebenszyklus nach dem fernöstlichen Tierkreis vollenden soll. Diesen Festtagen kam eine besondere Bedeutung zu, als die Kindersterblichkeitsrate noch hoch und die Lebenserwartung niedrig war.

Zu solchen großen Festen kamen selbst entfernte Verwandte, heute werden sie jedoch nur noch im engeren Familienkreis gefeiert. Immer mehr ältere Menschen gehen heute dazu über, den 60. Geburtstag, Hoegap, nicht zu Hause zu begehen, sondern auf eine andere Weise zu feiern, zum Beispiel auf einer Auslandreise.

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