Ernährung
Bei den drei Grundbedürfnissen des Lebens — Wohnen, Kleidung, Ernährung — haben die Veränderungen der Essgewohnheiten die Koreaner am stärksten beeinflusst. Reis ist zwar immer noch das Grundnahrungsmittel der meisten Koreaner, die jüngere Generation bevorzugt jedoch häufig westliche Nahrungsmittel. Reis wird im Allgemeinen mit verschiedenen Beilagen serviert, meist mit gewürzten Gemüsesorten, Suppe, Eintopf und Fleisch.
Bei einer traditionellen Mahlzeit darf Kimchi nicht fehlen, eine Mischung aus verschiedenen eingelegten Gemüsesorten wie Chinakohl, Rettich, grüne Zwiebeln und Gurken. Bestimmte Sorten Kimchi sind durch die Zugabe von rotem Paprikapulver scharf gewürzt, andere werden ohne dieses Gewürz hergestellt oder in eine wohlschmeckende Flüssigkeit eingelegt. Knoblauch als aromatische Zutat ist jedoch in allen Varianten enthalten.

Traditionelles koreanisches Essen
Ende November oder Anfang Dezember sind die koreanischen Familien mit der Zubereitung des Kimchi für die lange Winterzeit beschäftigt (Gimjang). Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurde der Kimchi-Vorrat in großen Gefäßen unter der Erde gelagert, um den Geschmack zu erhalten. Im modernen Korea haben Frauen oftmals weder Zeit, Kimchi zuzubereiten, noch den erforderlichen Außenraum zur Lagerung größerer Mengen. Dennoch ist Kimchi immer noch ein grundlegender Teil koreanischer Lebensweise: Unternehmen, die diese fermentierte Speise herstellen oder spezielle Kimchi-Kühlschränke verkaufen, freuen sich über die rege Nachfrage.
Herstellung von Baechu-Kimchi

- 1. Zutaten für Kimchi
- 2. Schneiden und waschen Sie Chinakohl und weichen Sie ihn in Salzwasser ein.
- 3. Entfernen Sie den Stumpf des Kohls.

- 4. Mischen Sie Gewürze mit gesalzenem und fermentiertem Fisch.
- 5. Verteilen Sie die Gewürze gleichmäßig zwischen den Blättern.
- 7. Wickeln Sie den gesamten Kohl ein und lagern Sie ihn an einem kühlen Ort.
Ebenso wie Kimchi erregte auch Doenjang (koreanische Bohnenpaste) aufgrund ihrer vor Krebs schützenden Eigenschaften die Aufmerksamkeit moderner Ernährungswissenschaftler. Früher bereiteten die Koreaner Doenjang zu Hause zu, indem sie gelbe Bohnen kochten, diese im Schatten trockneten, sie dann in Salzwasser einlegten und in der Sonne fermentieren ließen. Heute stellen nur noch wenige Familien Doenjang selbst her, die meisten kaufen industriell gefertigte Bohnenpaste.

Gekochter weißer Reis (Ssalbap mit verschiedenen Getreidearten)

Nudeln in Bohnensud (Kongguksu)
- Ssalbap (Gekochter weißer Reis)
- Weißer Reis wird von den Koreanern am häufigsten verzehrt. Frisch gekochter weißer Reis schmeckt großartig allein, wenn er aber mit Beilagen serviert wird, betont er den Geschmack und die Gewürze der Beilagen.
- Haferbrei (Juk)
- Jukist die älteste Speise Koreas. Getreide wird lange in Wasser gekocht. Es gibt verschiedene Arten von Haferbrei, abhängig von den Zutaten. Haferbrei ist verträglich und schont den Magen, er ist äußerst nahrhaft und daher ideal für Patienten. Den geschäftigen Menschen von heute dient Juk als großartiger Frühstücksersatz.
- Nudeln
- Italienische Spaghetti, japanische Soba und vietnamesische Reisnudeln: Länder auf der ganzen Welt haben ihre eigenen Nudelgerichte. Korea hat ebenfalls eine große Auswahl an Nudelgerichten, vor allem Kalguksu und Naengmyeon.
- Suppe, Eintopf und Kasserollen
- Koreanische Suppen, auch Tang genannt, werden zubereitet indem verschiedene Zutaten in einem Topf gekocht werden. Jjigae und Jeongol sind ähnlich wie Suppe, aber Jjigae ist etwas fester und Jeongol ist eine Kasserolle aus Fleisch und Gemüse, die auf dem Tisch gekocht wird.
- Beilagen (Banchan)
- Eine große Vielfalt an Beilagen wird bei koreanischen Mahlzeiten serviert. Reis und Suppe werden in separaten Töpfen serviert, aber Beilagen werden in kleinen Schüsseln in der Mitte des Tisches gestellt, damit sich jeder bedienen kann. Da jede Region von Korea verschiedene Gemüse und Zutaten produziert, gibt es hunderte verschiedener Beilagen.

Tang, Eintopf und Kasserolle

Makgeolli, traditioneller Likör auf Reisbasis
- Traditioneller Likör
- Traditioneller koreanischer Likör wird durch die Fermentierung verschiedener Getreide hergestellt. Das Fermentierungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Herstellungsprozesses von Likör, da dies über den Geruch und Geschmack des Endprodukts entscheidet. Abhängig von Wetter und Region wo er hergestellt wird, variieren die Liköre erheblich. Früchte und Kräuter können ebenfalls beigemischt werden, um den Geschmack zu verbessern. Es gibt Makgeolli (traditioneller Reiswein), Soju (Koreas bekanntester destillierter Likör) und Gwasilju (Fruchtwein).
- Regionale Speisen
- Korea grenzt an drei Seiten ans Meer und 70% des Landes ist bergig. Regionen innerhalb von Korea sind begrenzt von steilen Bergketten und Flüssen. Die klimatischen Bedingungen variieren innerhalb dieser Regionen und es gibt eine große Vielfalt natürlicher Produkte. Die physischen und klimatischen Unterschiede zwischen den Regionen Koreas sorgen für die Vielzahl an regionalen Esskulturen in Korea.
- Reiskuchen (Tteok)
- Im Allgemeinen wird Reis als Hauptgericht gegessen, zu bestimmten Anlässen gibt es aber auch Reiskuchen. Bei Feierlichkeiten, Feiertagen und Geburtstagen sind Reiskuchen auf der Festtafel zu finden. Er besteht hauptsächlich aus weißem Reismehl und Zutaten wie Beifuß, rote Bohnen, Jujube, Bohnen und Kastanien werden zugefügt um verschiedene Geschmäcker zu erreichen.
- Desserts
- Ein Tablett mit Tee und Gebäck oder Hangwa wird Dagwasang genannt und kommt in der Regel am Ende einer Mahlzeit. Es kann auch als besondere Aufmerksamkeit für Gäste oder als Snack serviert werden. Im Herbst, Winter und Frühling wird heißer Tee mit verschiedenem Gebäck oder Biskuits aus Früchten der Saison serviert. Im Sommer gibt es zu dem Gebäck und den Biskuits gekühlten Fruchtsaft und frische Früchte.

Omija-Tee aus der Frucht des Schisandra Chinensis Baums

Reiskuchen (Tteok)
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