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Über Korea

Leben in Korea

Religion

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n Korea bestehen die bedeutendsten Religionen der Welt, das Christentum, der Buddhismus, der Konfuzianismus und der Islam friedlich neben dem Schamanismus. Angesichts der Vielfältigkeit religiöser Ausdrucksweise war der Einfluss von Religionen auf die gesellschaftliche Entwicklung komplex; der Ursprung von Traditionen geht jedoch oft mehr auf die kulturelle Entwicklung zurück und weniger auf religiöse Rituale. Nach einer Statistik aus dem Jahr 2005 gehörten 53 Prozent der koreanischen Bevölkerung einer Religion an. 2008 gab es laut Statistik 510 religiöse Organisationen in Korea.

Buddhismusund Konfuzianismus hatten den größten Einfluss auf das koreanische Volk und mehr als die Hälfte der koreanischen Kulturdenkmäler haben ihren Ursprung in den beiden Glaubensrichtungen. Der Buddhismus breitete sich ab 372 n.Chr. in Korea aus. Während der Joseon-Dynastie (1392-1910) wurde der Konfuzianismus zur Staatsideologie erhoben. Der Konfuzianismus ist eher eine Handlungsrichtlinie und Ideenlehre als eine Religion. Loyalität, Ehrfurcht der Kinder vor den Eltern und ähnliche Tugenden gehören zu den wichtigsten Grundsätzen des Konfuzianismus.

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Vielfalt des religiösen Lebens
Korea entwickelt sich immer schneller zu einer multiethnischen, multikulturellen Gesellschaft mit vielen verschiedenen Religionen. Korea schützt die Religionsfreiheit per Gesetz. Je nach seiner Überzeugung, kann jeder Mensch in Korea selbst entscheiden, welcher Religion er angehören möchte, ob er Mitglied der größeren Religionsgemeinschaften wie dem Christentum, dem Buddhismus, dem Konfuzianismus oder dem Islam sein will, oder Anhänger der in Korea entstandenen Religionen wie dem Won-Buddhismus oder der CheondogyoLehre.



Anhänger des Konfuzianismus verehren die Ahnen, weil sie glauben, dass die Geister der Ahnen einen Einfluss auf nachfolgende Generationen haben. Für sie ist es auch sehr wichtig, den richtigen Standort für die Grabstätte der Verstorbenen zu finden. Aufgrund dieser Tradition befinden sich die Grabstätten der Wohlhabenden an sonnigen Orten in den Bergen. Heutzutage lassen aber immer mehr Menschen die verstorbenen Angehörigen verbrennen. Erdbestattungen werden immer seltener.

Der Katholizismus kam über China nach Korea. Gesandte aus dem Joseon-Reich, die aus China zurückkehrten, und westliche Priester, die teilweise gemeinsam mit ihnen oder auf illegalem Wege einreisten, führten ihn in Korea ein. Die ersten Anhänger des römisch-katholischen Glaubens wurden brutal verfolgt. Dennoch verbreitete sich die neue Religion unter der allgemeinen Bevölkerung schnell. Da die Christenverfolgung zur Zeit des Joseon-Reiches stark verbreitet war, belegt Korea heute im weltweiten Vergleich den vierten Platz in Bezug auf die Anzahl der Heiligsprechungen.

Ende des 19. Jahrhunderts verbreiteten nordamerikanische Missionare den Protestantismus in Korea, der sehr bald viele Anhänger fand, weil ein Fokus auf das Bildungs- und Gesundheitswesen gerichtet wurde. Bis heute leiten Protestanten Bildungseinrichtungen wie Schulen, Colleges und Universitäten, aber auch medizinische Zentren.

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Jeongdong Jeil Kirche
Erste Methodistische Kirche in Seoul - Koreas erste protestantische Kirche, die 1897 errichtet wurde.


Lotus Lantern Festival. The festival celebrates the birth of Shakyamuni Buddha on the 8th day of the 4th lunar month.

Lotus-Laternenfest
Das Fest findet am 8. Tag des 4. Monats nach dem Mondkalenders statt, um die Geburt des Shakyamuni-Buddhas zu feiern.



In Korea gibt es aber auch viele landesübliche Glaubensrichtungen, wie Cheondogyo, den Won-Buddhismus und Daejonggyo. Wenngleich sich mit der Modernisierung Koreas auch Phasen der Unbeständigkeit verbanden, nimmt die Zahl ihrer Anhänger dennoch weiterhin zu. Cheondogyo beruht auf den Grundsätzen der Östlichen Lehre (Donghak), die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert hat und besagt, dass „der Mensch der Himmel ist.“ Dieser Glaubensgrundsatz hatte einen großen Einfluss auf den Prozess der Modernisierung Koreas.

Der Daejonggyo entstand Anfang des 20sten Jahrhunderts, um Dangun, dem Gründer des ersten koreanischen Staates, zu huldigen. Diese Glaubensrichtung stärkte das Nationalgefühl der Koreaner. 1955 hatte Korea seinen ersten Imam, und es wurde die erste Islamische Gesellschaft gegründet, 12 Jahre später, 1967, die „Muslimische Gemeinschaft Koreas“. Heute hat die muslimische Gemeinde etwa 100.000 Mitglieder, und es gibt bereits 60 Glaubensstätten im Land. Abgesehen von den großen Religionsgemeinschaften hat der Schamanismus immer eine wichtige Rolle im Alltagsleben der Koreaner gespielt. Er weist den Weg in die Spiritualität und verhilft den Menschen, die Zukunft zu deuten.

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Das Innere der Myeongdong-Kathedrale in Seoul


The Seoul Central Mosque in Itaewon, Seoul

Die zentrale Moschee in Itaewon, Seoul

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