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Über Korea

Gesellschaft

Wandel zu einer multikulturellen Gesellschaft

Wandel zu einer multikulturellen Gesellschaft

Wandel zu einer multikulturellen Gesellschaft

Wandel zu einer multikulturellen Gesellschaft

Korea war lange eine homogene Gesellschaft. Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist die Zahl der nach Korea eingewanderten Arbeiter und die ausländischer Studierender jedoch enorm gestiegen. 2014 lebten 1,57 Millionen Ausländer in Korea, 240.000 waren mit Koreanern/Koreanerinnen verheiratet. Die Zahl ausländischer Arbeitnehmer beläuft sich auf 850.000. Diese Zahlen zeigen, dass sich Südkorea allmählich zu einer multikulturellen Gesellschaft wandelt.

Ethnische Koreaner chinesischer Nationalität stellen die größte Gruppe Menschen mit ausländischer Staatszugehörigkeit in Korea dar. In letzter Zeit ist die Zahl multikultureller Haushalte rapide bis auf 230.000 Haushalte gestiegen, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass immer mehr Ehen zwischen Koreanern und Ausländern geschlossen werden.

Die Regierung hat ein Amt eingerichtet, das Ausländern helfen soll, sich in Korea zurechtzufinden, und sie hat ein Gesetz zur Unterstützung multikultureller Familien (Multicultural Families Support Act) erlassen. Dank dieses Gesetzes gibt es inzwischen auf das ganze Land verteilt 200 Dienststellen (www.liveinkorea.kr), die folgende Dienstleistungen anbieten: koreanische Sprachkurse zur Unterstützung bei der Anpassung an das Leben in Korea, psychologische Beratung und Hilfe bei der Arbeitssuche. Auch bemüht man sich, die Tradition der in Korea lebenden Ausländer zu achten, indem man auf bestimmten Veranstaltungen auch deren Feste feiert.

Die Anerkennung anderer Kulturen spiegelt sich in verschiedenen Maßnahmen der Regierung wider, auch wird von staatlicher Seite alles getan, um soziale Probleme, die auf Grund einströmender fremder Kulturen entstehen könnten, zu verhindern. Eine solche Maßnahme besteht zum Beispiel darin, mehrheitlich multikulturelle Gemeinden zum Anziehungspunkt für Touristen zu machen.

Chinatown im Stadtteil Seollin-dong in Incheon ist vielleicht das beste Beispiel dafür, wie eine fremde Kultur in Korea heimisch werden kann. Die Geschichte dieses Bezirks begann Ende des 19. Jahrhunderts, als sich ethnische Chinesen dort niederließen, weil der Ort geografisch nahe bei China liegt. Heute dient er als Ausgangspunkt für den Austausch zwischen China und Korea und ist für alle kultur- und geschichtsinteressierten Touristen ein beliebtes Reiseziel. Das Wongok-Viertel in Ansan, in der Provinz Geonggi-do, ist stark multikulturell geprägt. Dort leben Menschen aus China, Indien und Pakistan, für die es ein großes Angebot von Spezialitäten ihrer Heimatländer gibt.

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In Seoul gibt es ein japanisches Viertel in Ichon-dong und ein muslimisches Viertel mit einer Moschee in Itaewon-dong - beide in dem Bezirk Yongsan-gu. Darüber hinaus gibt es ein französisches Viertel (Seorae Village) in Banpo-dong, im Bezirk Gangnamgu, ein vietnamesisches Viertel in dem Bezirk Wangsimni und ein nepalesisches Viertel in Changsin-dong.

Im November 2013 arbeiteten insgesamt 56 in Korea geborene Ausländer im öffentlichen Dienst der Kommunen oder innerhalb des Regierungsapparats. Kim Mi-hwa, eine gebürtige Chinesin mit koreanischen Wurzeln, ist eine von ihnen. Im lokalen Fernsehen treten oft im Ausland geborene Stars wie Robert Holley (ein Amerikaner mit koreanischen Wurzeln) und Sam Hammington (ein Australier) auf. Insgesamt haben sich die Ausländer gut in Korea integriert und stellen durchaus eine Bereicherung für das gesellschaftliche Leben dar. Diese Entwicklung lässt darauf hoffen, dass auch in Zukunft Menschen aus verschiedenen Kulturen friedlich zusammenleben werden.

Behandelte Themen

http://german.korea.net/AboutKorea/Society/Transformation-Multicultural-Society

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