2002 FIFA WM Korea/Japan
Die Fußballweltmeisterschaft 2002 Korea/Japan endete nach einmonatiger Dauer am 30. Juni 2002. Bei der ersten Fußballweltmeisterschaft im 21. Jahrhundert wurden insgesamt 64 Spiele ausgetragen. Sämtliche Veranstaltungen gingen ohne die befürchteten Ausschreitungen von Hooligans und ohne terroristische Anschläge und ohne Zwischenfälle zu Ende.
Die Nationalmannschaften von Korea und Japan schlugen sich tapfer. Die japanische Mannschaft erreichte das Achtelfinale und die koreanische Mannschaft das Halbfinale. Derart erfolgreich war bisher kein asiatisches Land bei einer Fußballweltmeisterschaft gewesen.
Das dynamische Auftreten Koreas auf dem und abseits des Fußballfeldes hatte vielfältige Ursachen. Nachdem sich Korea 1997 durch die Finanzkrise gekämpft hatte, war es eine erbauende Leistung, die nach wie vor die Elastizität des Landes symbolisiert. Die Regierung und der Privatsektor haben von diesem hart erarbeiteten Moment profitiert.

Die Koreaner erinnern sich immer noch gern an die siegreichen Momente der FIFA-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002, als die koreanische Nationalmannschaft das Halbfinale erreichte. (Links)
Eine gewaltige Menge feuert ihre Nationalmannschaft vor dem Rathaus Seoul während der Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002 an. (Rechts)
Die ausländischen Medien erklärten, Korea sei der größte Gewinner der ersten Fußballweltmeisterschaft im 21. Jahrhundert. Die Koreaner haben die Ausländer auch mit ihrer enthusiastischen und friedlichen Anfeuerung der Mannschaft in den Straßen beeindruckt. Schätzungsweise zog es landesweit insgesamt 22 Millionen Menschen auf die Straßen, um die koreanische Mannschaft während ihrer sieben Spiele anzufeuern. 4,2 Millionen waren es beim Achtelfinalspiel gegen Italien, 5 Millionen beim Viertelfinalspiel gegen Spanien und 6,5 Millionen beim Halbfinalspiel gegen Deutschland. Beim Spiel um den dritten Platz gegen die Türkei am 29. Juni kamen 2,17 Millionen Menschen in den Straßen zusammen. Insgesamt 10,48 Millionen Menschen versammelten sich während der sieben Spiele in den Straßen Seouls, das sind 88 Prozent aller Bewohner der Hauptstadt.
Seit 1971 hat die Republik Korea jährlich ein internationales Fußballturnier gesponsert, ursprünglich bekannt als Präsidenten-Cup. Dieses Turnier, das später in Korea-Cup umbenannt wurde, hat wesentlich zu einer Verbesserung der fußballerischen Qualität der Asiaten beigetragen sowie Verständnis und Freundschaft zwischen den Teilnehmerstaaten gefördert. Mannschaften aus Asien, Europa, Lateinamerika und Afrika nahmen daran teil. 1983 war Korea das erste asiatische Land, das eine Profi-Fußballliga hatte. 1994 änderte man deren Namen in Korea-Liga. Heute besteht diese aus zehn Mannschaften, seit 1996 ist auch Spielern aus dem Ausland die Teilnahme erlaubt.
http://german.korea.net/AboutKorea/Sports/2002-FIFA-World-Cup-Korea-Japan
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