‚Horn-Tasse in Form eines Kriegers auf dem Pferderücken (Horn Cup in the Shape of a Warrior on Horseback)’ ist eine Töpferware aus der Zeit der Gaya-Konföderation und als Nationalschatz Nr. 275 ernannt.
Von
Kim Hwaya und
Min Yea-Ji | Fotos:
Koreanisches Nationalmuseum
Gaya war eine alte Konföderation, die um die im sechsten Jahrhundert etwa 500 Jahre lang im südlichen Teil der koreanischen Halbinsel angesiedelt war. Die Gaya-Konföderation verfügte über ein reiches historisches Erbe und ein vielfältiges, aktives und stark in den Regionen verankertes Kulturleben.
Das Koreanische Nationalmuseum in Seoul eröffnete am 3. Dezember eine Sonderausstellung mit neuen Ergebnissen der archäologischen Forschungen und Untersuchungen in Zusammenarbeit mit 31 Organisationen aus dem In- und Ausland. Diese Ausstellung ist die erste, die sich seit 28 Jahren mit der Konföderation Gaya befasst.
Insgesamt 2.600 Fundstücke, darunter Töpferwaren, Eisengegenstände und Accessoires, sind in der Ausstellung „Gaya Spirit - Iron and Tune" zu sehen.
Kürzlich wurde im Landkreis Changnyeong-gun, Provinz Gyeongsangnam-do, ein vollständig erhaltener Gaya-Grabhügel enthüllt, der im Zusammenhang mit der Ausgrabung und Erforschung des kulturellen Erbes von Gaya im Rahmen der nationalen politischen Agenda der amtierenden Verwaltung steht. Die Ausstellung gewinnt durch die rasant wachsende Zahl archäologischer Funde aus der Zeit, zu der nur wenige historische Aufzeichnungen gefunden wurden, an Bedeutung.
Dank des reich vorhandenen Eisens und der geografischen Lage konnte die Gaya-Konföderation mit benachbarten Königreichen in Kontakt treten und Handel mit ihnen treiben, sodass Gaya etwa 520 Jahre lang friedlich existieren konnte.
Lee Yang-soo, ein kuratorisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum, sagte, dass die Ausstellung einen Blick auf das Zusammenleben, die Harmonie und den Wohlstand werfen soll, die Gaya während ihrer etwa 520 Jahren Geschichte genoss, indem sie mit den drei Königreichen – Goguryeo, Silla und baekje – friedlich zusammen existierte.
Die Goldkrone, Nationalschatz Nr. 138, ist eines der Relikte der Gaya, die in der Ausstellung „Gaya Spirit - Iron and Tune“ im Koreanischen Nationalmuseum ausgestellt sind. Diese zeigt die feine Metallverarbeitungstechnik der Gaya-Konföderation.
Mit dem Prolog, der den Gründungsprozess von Gaya zeigt, werden die vier Schwerpunkte wie Koexistenz, Harmonie, Macht und Wohlstand thematisiert.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Gayas historischer Hinterlassenschaften wie Töpferwaren und Eisengegenstände. Vor allem kann man an Töpferwaren wie der ‚Horn-Tasse in Form eines Kriegers auf dem Pferderücken (Horn Cup in the Shape of a Warrior on Horseback)’, die hervorragende Kunstfertigkeit Gayas bewundern.
Außerdem wird Gayas Rolle als Handelszentrum zwischen den benachbarten Königreichen – im heutigen China und Japan – anhand einer Vielzahl von Handelsgütern hervorgehoben.
Die Ausstellung „Gaya Spirit - Iron and Tune“ im Koreas Nationalmuseum läuft bis zum 1. März 2020.
Das offizielle Plakat der Ausstellung „Gaya Spirit - Iron and Tune“
fayastory@korea.kr