Am 22. November wird die “Islam Art Gallery” im National Museum of Korea eröffnet
Von Margareth Theresia | Foto: Lee Jeong Woo/korea.net
Von Koranhandschriften aus der Frühzeit über Thronteppich, Keramik bis hin zur Jadeverarbeitung.
Eine Ausstellung über die repräsentativen Relikte der islamischen Kunst findet statt.
Das National Museum of Korea eröffnet am 22. November in Zusammenarbeit mit dem Museum of Islamic Art in Doha die “Islam Art Gallery”.
Die Dauerausstellung “Islamic Art: A Journey of Splendor” stellt 83 repräsentative islamische Kunstwerke vor.
In Korea ist die islamische Kultur relativ unbekannt. Aber die Ausgrabung der persischen Artefakte aus den Silla-Tumuli und der Handel zwischen Goryeo und Arabien weisen auf die alte Geschichte des Austausches zwischen den zwei Regionen hin.
YOU Hong June, Direktor des Museums, sagte: „Ich hoffe, dass die Eröffnung dieser Galerie einen Anlass gibt, dass die Zuschauer die islamische Kultur verstehen und die Vielfalt der menschlichen Kultur und den Wert der Koexistenz erkennen können.”
Am 21. November findet im National Museum of Korea die Pressekonferenz über die Eröffnung der “Islam Art Gallery” statt. Foto von Besuchern, die sich die Qur’an Bifolio, die als die älteste unter den bestehenden Koranhandschriften gilt, anschauen
Die Ausstellung fokussiert sich nicht auf die Chronik der islamischen Kultur, sondern auf ihre kulturelle Vielfalt und ihr visuelles Spektrum. Diese Kunstwerke vom 7. bis zum 19. Jahrhundert sind in drei Themen ausgestellt - religiöse Kunst, die Akzeptanz und Expansion der Kultur und die höfische Kultur und die Handschriften.
Im ersten Teil über die religiöse Kunst wird die Grundlage der islamischen Kunst in enger Verbindung zwischen Glauben und Kunst erzählt. Dabei werden die von Qur’an Bifolio bis Folio from a Monumental Qur’an der Timuriden-Dynastie ausgestellt.
Im zweiten Teil über die Akzeptanz und Expansion der Kultur wird die Schönheit der islamischen Kultur, die von der arabischen Halbinsel und den weitreichenden Regionen beeinflusst wurde, durch Glas-, Keramik- und Metallkunst vorgestellt.
Der dritte Teil über die höfische Kultur und die Handschriften behandelt die höfische Kunst und die Tradition der Wissenschaft aus dem Osmanen-, Safawiden- und Mogul-Reich. Prächtige Teppiche und Stoffe sowie kunstvolle Accessoires sind zu sehen.
Shaika Nasser Al-Nassr, Direktorin des Museum of Islamic Art, erklärte: „Die islamische Zivilisation verbreitete sich basierend auf der Religion nach Europa, Afrika und Asien. Sie akzeptierte Technik und Kultur aus den verschiedenen Regionen und entwickelte daraus ihre eigene Schönheit und die künstliche Tradition.”
Die Ausstellung läuft bis zum 11. Oktober.
Ein Zuschauer erlebt am 21. November die Lebenskultur von Damaskus in einem Pausenraum, der mithilfe von Medienkunst den Damascus Room vom Museum of Islamic Art in Doha darstellt
margareth@korea.kr