Kultur

09.04.2026



Von Xu Aiying | Video: Offizieller YouTube-Kanal von Aura Pictures

Der koreanische Filmregisseur Chung Ji-young, der durch sein Werk auf die Schattenseite der Gesellschaft hinweist, produzierte einen neuen Film mit dem Titel  “My Name”, bei dem es um den Jeju-Aufstand vom 3. April geht.

Am 2. April fand eine Pressevorführung für diesen Film im CGV Yongsan I’Park Mall in Yongsan-gu, Seoul, statt. Neben dem Regisseur waren die koreanischen Schauspieler Yeom Hye-ran, Shin Woo-bin, Choi Jun-woo und Park Ji-bin anwesend und erzählten die Bedeutung des Films.

Dieser Film erzählt die Geschichte von zwei Generationen – von dem 18-jährigen Sohn, Yeong-ok (gespielt von Shin Woo-bin), der seinen altmodischen Namen wechseln möchte, und seiner Mutter Jung Soon (gespielt von Yeom Hye-ran), die die vergessenen Erinnerungen an die Injel Jeju aus dem Jahr 1949 wiederfinden will.

Die Qualität des Films wurde bereits international anerkannt. Dieser Film wurde bei den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin in die Sektion Forum eingeladen. Zudem wurde er bei dem 28. Far East Film Festival, das am 24. April in Italien stattfindet, für den Hauptwettbewerb nominiert.

Am 2. April antwortet Regisseur Chung Ji-young im CGV Yongsan I’Park Mall in Yongsan-gu, Seoul, auf die Fragen der Journalisten über seinen neuen Film “My Name” ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Am 2. April antwortet Regisseur Chung Ji-young im CGV Yongsan I’Park Mall in Yongsan-gu, Seoul, auf die Fragen der Journalisten über seinen neuen Film “My Name” ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net


Der Kern der Geschichte im Film ist zwar der Jeju-Aufstand, aber der Film erzählt statt einer brutalen staatlichen Unterdrückung das Auf und Ab des Lebens einer normalen Familie.

Diese Perspektive zeigt sich durch eine Struktur, in der die Gewalt in der Schule und die staatliche Gewalt parallel angeordnet sind, sodass die Zuschauer den Kern des Films erkennen können.

Der Regisseur Chung sagte: „Der Mechanismus der Gewalt ist sowohl im Staat als auch in der Gesellschaft derselbe. Wir zielten darauf ab, dass Zuschauer durch diesen Film die Grausamkeit staatlicher Unterdrückung allmählich erleben können.”

Eine Szene des Films “My Name” ⓒ Let’s Films/Aura Pictures

Eine Szene des Films “My Name” ⓒ Let’s Films/Aura Pictures


Im Mittelpunkt des Films steht die Schauspielerin Yeom Hye-ran. Als sie im früheren Film des Regisseurs “The Boys” (2023) eine Nebenrolle spielte, war der Regisseur von ihrer Schauspielerei beeindruckt. Daher überarbeitete er das bestehende Drehbuch des Films “My Name” vollständig und gestaltete den Film neu, um sie zur Hauptfigur zu machen.

Yeom sagte: „Ich war von der Rolle von Jung Soon beeindruckt, da sie auf der einen Seite eine starke Mutter ist, die den Schmerz der koreanischen Geschichte erduldet, und auf der anderen Seite eine Person, die gleichzeitig Täter und Opfer ist.”

Über die Sonnenbrille, die im Film Jung Soon trägt, erklärte sie: „Es ist eine Metapher für eine Haltung, dass Jung Soon die Konfrontation mit der Vergangenheit vermeidet.”

„Da dieser Film auf einer wahren Geschichte basiert, habe ich die Zeugensammlungen nachgeschlagen. Es war interessant, dass dieser Film eine Frage aufwirft: Wie blicken wir heute zum 78. Jahrestag des Jeju-Aufstandes auf das Ereignis.”

Am 2. April äußert sich Schauspielerin Yeom Hye-ran bei der Pressevorführung für den Film “My Name” im CGV Yongsan I’Park Mall in Yongsan-gu, Seoul

Am 2. April äußert sich Schauspielerin Yeom Hye-ran bei der Pressevorführung für den Film “My Name” im CGV Yongsan I’Park Mall in Yongsan-gu, Seoul


Chung erklärte: „Im April müssen wir tief über die staatliche Unterdrückung nachdenken. Die Kraft, jede Gewalt zu bekämpfen, liegt in der Wiederherstellung von Freundschaft und der Solidarität.”

Der Film “My Name” kommt am 15. April ins Kino.

xuaiy@korea.kr