Foto: Das Centre Pompidou Hanwha im 63 Building in Yeongdeungpo-gu, Seoul. Es ist die dritte Auslandsniederlassung vom Centre Pompidou nach Málaga in Spanien und dem West Bund in Shanghai, China ⓒ Hanwha Foundation of Culture
Von Charles Audouin
Das Centre Pompidou Hanwha, das in Zusammenarbeit zwischen der Hanwha Foundation of Culture und dem Centre Pompidou, dem staatlichen Kunst- und Kulturzentrum Frankreichs, eingerichtet wurde, wurde am 4. Juni im 63 Building im Stadtteil Yeongdeungpo-gu in Seoul eröffnet.
In den nächsten vier Jahren wird die Hanhwa Foundation of Culture dort zweimal im Jahr eine Sonderausstellung mit Sammlungen des Centre Pompidou präsentieren.
Lee Sungsoo, Vorsitzender der Hanwha Foundation of Culture, erklärte am 19. Mai bei einer Pressekonferenz: „Wir haben uns mit dem Centre Pompidou zusammengeschlossen, um hochwertige Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst in Korea vorzustellen. Zwar beträgt die Vertragslaufzeit vier Jahre, aber wir hoffen, darüber hinaus gemeinsam weitere gute Projekte fortsetzen.”
Das Centre Pompidou Hanwha wurde durch die vollständige Renovierung des Nebengebäudes des 63 Building. Das Gebäude umfasst vier Stockwerke und verfügt über zwei große Ausstellungsräume mit einer Fläche von jeweils rund 1.650 Quadratmetern. Bemerkenswert ist es, dass es vom französischen Architekten Jean-Michel Wilmotte entworfen wurde, der an der Renovierung des Louvre und der Gestaltung des Élysée-Palasts sowie des Incheon International Airport beteiligt war.
Am 19. Mai erklärt Christian Briend, Chefkurator der Abteilung für moderne Sammlung am Centre Pompidou, im Centre Pompidou Hanwha in Yeongdeungpo-gu, Seoul, den Journalisten das Werk „Frau mit Gitarre” von Georges Braques (1913) ⓒ Hanwha Foundation of Culture
Das Thema der ersten Ausstellung ist der Kubismus. Dabei werden rund 90 Gemälde und Skulpturen von etwa 40 Künstlern wie Pablo Picasso und Georges Braque, die um 1907 in Paris den Kubismus begründeten, vorgestellt.
Dazu wird die Sonderausstellung „Korea Focus“ stattfinden, die erklärt, welchen Einfluss die kubistische Bewegung auf die Entstehung der modernen Kunst Koreas hatte. Die Besucher können 21 Gemälde von 11 koreanischen Künstlern des koreanischen Nationalmuseums für moderne Kunst sehen. Die beiden Ausstellungen laufen bis zum 4. Oktober.
Vorsitzender Lee sagte: „Das Centre Pompidou Hanwha wird als ein internationales Zentrum dienen, das durch das globale Netzwerk des Centre Pompidou die koreanische Kunst weltweit bekannt macht.”
Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 28.000 Won. Besucher können auf der offiziellen Website des Centre Pompidou Hanwha (
www.centrepompidou-hanwha.kr) Tickets reservieren.
Am 19. Mai schauen sich Journalisten das Werk „Rideau pour le ballet Mercure” von Pablo Picasso im zweiten Ausstellungsraum des Centre Pompidou Hanwha ⓒ Charles Audouin/korea.net
caudouin@korea.kr