Kultur

16.07.2026

Stollen der Gold- und Silbermine Aikawa auf der Insel Sado in der japanischen Präfektur Niigata ⓒ Yonhap News

Stollen der Gold- und Silbermine Aikawa auf der Insel Sado in der japanischen Präfektur Niigata ⓒ Yonhap News



Von Uyen Nguyen

Das UNESCO-Welterbekomitee hat Japan empfohlen, die „gesamte Geschichte“ der Sado-Mine umfassender zu berücksichtigen, einschließlich der Geschichte der Zwangsarbeit koreanischer Arbeitskräfte.

Diese Empfehlung sprach das Welterbekomitee nach der Überprüfung eines vorgelegten Berichts zum Erhaltungszustand aus, heißt es in einem den Mitgliedstaaten am 15. Juli übermittelten Entscheidungsentwurf. Darin wird kritisiert, dass die derzeitige Ausstellung und Interpretation im Heimatmuseum Aikawa die „gesamte Geschichte“ der Sado-Mine über den gesamten Zeitraum ihres Bergbaus, einschließlich der Zwangsarbeit koreanischer Arbeitskräfte, nicht ausreichend darstellt.

Screenshot des Entscheidungsentwurfs des UNESCO-Welterbekomitees zur Sado-Mine. Das Komitee empfahl Japan, die „gesamte Geschichte“ der Sado-Mine umfassender widerzuspiegeln ⓒ Website des UNESCO-Welterbes

Screenshot des Entscheidungsentwurfs des UNESCO-Welterbekomitees zur Sado-Mine. Das Komitee empfahl Japan, die „gesamte Geschichte“ der Sado-Mine umfassender widerzuspiegeln ⓒ Website des UNESCO-Welterbes


Das Komitee stellte fest, dass die Ausstellung im Heimatmuseum Aikawa zwar Informationen über koreanische Arbeitskräfte enthält, empfahl Japan jedoch, sich eng mit den beteiligten Ländern zu beraten, um die gesamte Geschichte der Sado-Mine über den gesamten Zeitraum des Bergbaus hinweg umfassend darzustellen.

Der Minenkomplex auf Sado erlebte während der Edo-Zeit als Goldmine eine Blütezeit. Während des Pazifikkriegs wurden die Anlagen hauptsächlich zur Beschaffung von Kriegsmaterial genutzt. Dabei wurden koreanische Arbeitskräfte während der japanischen Kolonialherrschaft zwangsweise rekrutiert und mussten unter schlechten Bedingungen arbeiten. Zwischen 1940 und 1945 waren nach Angaben insgesamt 1.519 Koreaner in der Sado-Mine beschäftigt.

Die Sado-Mine wurde 2024 auf der 46. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in die Welterbeliste aufgenommen. Damals empfahl das Komitee Japan, eine Ausstellungs- und Vermittlungsstrategie sowie entsprechende Einrichtungen zu entwickeln, die die „gesamte Geschichte“ der Mine über den gesamten Zeitraum des Bergbaus hinweg darstellen. Japan sagte die Umsetzung der Empfehlung zu.

uyen81@korea.kr