Essen/Reisen

21.05.2026

Das wahre Korea verbirgt sich in seinen Gassen. Korea.net stellt auf Grundlage der „Local 100”-Reisekampagne des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus besondere Reiseziele vor.


Das Stadtviertel Haebangchon wurde als Drehort koreanischer Dramen wie „When the Camelia Blooms” (2019) und „Itaewon Class” (2020) bekannt ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Das Stadtviertel Haebangchon wurde als Drehort koreanischer Dramen wie „When the Camelia Blooms” (2019) und „Itaewon Class” (2020) bekannt ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net



Von Lee Jihae

Haebangchon, ein Stadtviertel am Fuße des Namsan-bergs

Das Stadtviertel Haebangchon liegt nur eine Station vom Bahnhof Itaewon entfernt. Es wurde in die vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus gewählten „Local 100” – Reiseziele mit besonderem kulturellem Reiz – aufgenommen. Darüber hinaus wurde er als Drehort koreanischer Dramen wie „When the Camelia Blooms” (2019) und „Itaewon Class” (2020) weltweit bekannt. Mit seinen alten Gassen und einzigartigen Geschäften zieht Haebangchon in- und ausländische Touristen an.

Besucher können in einem Rooftop-Café-Café in Haebangchon das Panorama der Stadt Seoul genießen ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Besucher können in einem Rooftop-Café-Café in Haebangchon das Panorama der Stadt Seoul genießen ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net


Da sich Haebangchon an den steilen Hängen des Namsan-Berges befindet, eröffnet sich ein weiter Blick über Seoul vom zweiten oder dritten Stock aus.

Haebangchon, wo Freude über die Befreiung Koreas und Schmerz über den Heimatverlust zusammenkommen

Haebangchon ist auch ein Ort, der die koreanische moderne Geschichte widerspiegelt. Direkt nach der Befreiung Koreas im Jahr 1945 kehrten Auslandskoreaner und Menschen, die während der japanischen Kolonialherrschaft zwangsweise ins Ausland verschleppt worden waren, hierher zurück und ließen sich nieder. Nach dem Ende des Koreakriegs fanden auch Flüchtlinge aus Nordkorea in Haebangchon eine neue Heimat.

Da in Haebangchon die Bebauung aufgrund seiner steilen Geländeform nicht einfach war und es eine Barackensiedlung war, galt diese Region als Symbol der Armut. Doch diese Spuren der Zeit prägen die einzigartige Atmosphäre von Haebangchon: Zwischen den alten Gassen befinden sich ausländische Geschäfte und Ateliers junger Künstler.

Foto: Das Gassenbild von Haebangchon vom Ausgang 2 des Bahnhofs Noksapyeong bis zum Eingang Haebangchons ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Foto: Das Gassenbild von Haebangchon vom Ausgang 2 des Bahnhofs Noksapyeong bis zum Eingang Haebangchons ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net


Gasse voller Individualität

Die besondere Atmosphäre von Haebangchon wurde durch den Einfluss der nahegelegenen US-Militärbasis in Yongsan noch verstärkt. In den Gassen reihen sich Geschäfte, die von Ausländern betrieben werden, was den Eindruck erweckt, als würde man durch eine Straße im Ausland gehen. Hier gibt es keinen Platz für große Franchise-Unternehmen – stattdessen individuelle Läden.

Foto: „Treppe mit 108 Stufen“ in Haebangchon wurde als Drehort koreanischen Dramas „Something Happened in Bali” ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Foto: „Treppe mit 108 Stufen“ in Haebangchon wurde zum Drehort des koreanischen Dramas „Something Happened in Bali” ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net


Treppe mit 108 Stufen zu einem japanischen Schrein

In Haebangchon gibt es eine Treppe mit 108 Stufen, die eine heilige Zahl im koreanischen Buddhismus symbolisieren. Dieser Ort wurde als Drehort des koreanischen Dramas „Something Happened in Bali” bekannt.

Früher führte diese Treppe zu einem Schrein, der im Jahr 1943 vom japanischen Kaiserreich errichtet wurde, um die im chinesisch-japanischen Krieg und im Pazifikkrieg gefallenen Soldaten zu ehren.

Heutzutage befindet sich an dieser Stelle ein Studentenwohnheim für internationale Studierende der Sookmyung-Frauenuniversität.

Foto: Der Shinheung-Markt in Haebangchon ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net

Foto: Der Shinheung-Markt in Haebangchon ⓒ Lee Jeong Woo/korea.net


Shinheung-Markt, eine Mischung aus nostalgischem Charme und modernem Flair

Der Shinheung-Markt wurde in jüngster Zeit aufgrund seiner alten Backsteinbauten und des modernen Flairs bei den jüngeren Menschen zu einem beliebten Reiseziel. Zudem ist er ein beliebter Drehort für koreanische Dramen und Filme.

Der Ort für den Shinheung-Markt war in den 1970er und 1980er Jahren das Zentrum einer Hausindustrie zur Herstellung von Pullovern, Handschuhen und Socken. Mit der Verlegung der Fabriken in die Außenbezirke in den 1990er Jahren geriet dieses Viertel in Vergessenheit. Doch ab 2010 zogen individuelle Cafés und Ateliers in die leerstehenden Ladenflächen ein, wodurch das Viertel wieder zum Leben erwachte.

Links: Innenansicht des Shinheung-Markts. Rechts: Landschaft von Yongsan-gu ⓒ Shin Jaeik and Dongha Kim von Urban Idea Agency

Links: Innenansicht des Shinheung-Markts. Rechts: Landschaft von Yongsan-gu ⓒ Shin Jaeik and Dongha Kim von Urban Idea Agency


jihlee08@korea.kr