Der Sieg von Abhipriya Chakraborty bei mehreren Gesangswettbewerben – zuletzt 2026 – markiert den Höhepunkt ihrer musikalischen Entwicklung
Von Ehrenberichterstatterin Jasmin Mikolay aus Deutschland | Fotos: Abhipriya Chakraborty
Die K-Dream-Stage: All-India K-Pop Grand Championship 2026, organisiert vom Koreanischen Kulturzentrum Indien, fand am 20. April im Yashobhoomi Convention Centre (India International Convention & Expo Centre) in Neu-Delhi statt. Als Teil des All-India K-Pop Contest brachte die Veranstaltung auch in ihrem 16. Jahr die besten Talente des Landes zusammen. In den Kategorien Gesang und Tanz traten sie gegeneinander an, wobei die besten Beiträge ausgezeichnet wurden.
Zu den Gästen zählten die First Lady der Republik Korea, Kim Hea Kyung, im Rahmen des Staatsbesuchs von Präsident Lee Jae Myung sowie Park Jin-young, Gründer von JYP Entertainment und Mitvorsitzender des Präsidialausschusses für Popkulturaustausch. Auch Lee Woo Chang von HYBE India war vor Ort und unterstrich die wachsende kulturelle Verbindung zwischen beiden Ländern.
Unter den Finalistinnen stach die 20-jährige Abhipriya Chakraborty aus Kolkata hervor. Mit ihrer Interpretation von „Good Day“ von IU sicherte sie sich den ersten Platz in der Gesangskategorie und überzeugte durch Ausdrucksstärke und Bühnenpräsenz.
Korea.net-Ehrenberichterstatterin Jasmin Mikolay aus Deutschland hat sich am 22. April über E-Mail und Direktnachrichten mit Abhipriya Chakraborty ausgetauscht und ihre Antworten zu diesem Interview-Feature über ihren musikalischen Werdegang, ihre Verbindung zur koreanischen Kultur sowie ihre Erfahrungen auf einer der führenden K-Pop-Wettbewerbsbühnen Indiens zusammengeführt.
Durch ihren Gewinn reist Abhipriya Chakraborty erstmals nach Korea und erhält Einblicke in die K-Pop-Industrie
Ein Weg geprägt von Ausdauer
Chakraborty studiert Finanz- und Rechnungswesen und verfolgt parallel ihre musikalische Laufbahn. Sie ist in westlichem und klassischem Gesang ausgebildet und singt in fünf Sprachen: Englisch, Koreanisch, Hindi, Bengali und Japanisch.
Zu ihren bisherigen Erfolgen zählen der Gewinn des All India K-Pop Contest 2024, der aktuelle Sieg bei der K-Dream-Stage: All-India K-Pop Grand Championship 2026 sowie zwei japanische Gesangswettbewerbe, die vom japanischen Generalkonsulat in Kolkata und der Nihongo Kaiwa Kyookai Society organisiert wurden.
Der Sieg 2024 ermöglichte ihr erstmals eine Reise in die Republik Korea. Die Erfahrung brachte ihr nicht nur Anerkennung, sondern stärkte auch ihr Selbstvertrauen als Künstlerin und festigte ihren Wunsch, Musik weiterzuverfolgen.
K-Pop als Ausgangspunkt
Der Einstieg in die koreanische Kultur begann für Chakraborty mit K-Pop. Besonders das Musikvideo zu „Blood Sweat & Tears“ von BTS weckte ihr Interesse. Die Kombination aus Ästhetik und Ausdruck führte dazu, dass sie sich intensiver mit koreanischer Musik und Kultur beschäftigte.
Aktuell lernt Chakraborty Koreanisch am King-Sejong-Institute in Patna. Dadurch vertieft sie ihre Verbindung zur Sprache und kann koreanische Musik und Inhalte noch bewusster wahrnehmen.
Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden erlebt Abhipriya Chakraborty die koreanische Kultur hautnah vor Ort in Seoul
Musik als Ausdruck der Persönlichkeit
Für Chakraborty ist Musik mehr als Technik. Sie sieht Gesang als Möglichkeit, Emotionen zu vermitteln und persönliche Geschichten zu erzählen. Dabei legt sie großen Wert darauf, die Bedeutung eines Liedes zu verstehen und authentisch umzusetzen.
Das Singen in verschiedenen Sprachen erlaubt es ihr, unterschiedliche Facetten ihres künstlerischen Ausdrucks zu zeigen. Ihr Stil verbindet Kontrolle mit Gefühl und reicht von sanften Tönen bis hin zu kraftvollen Passagen.
Vorbereitung und Herausforderung
Die Vorbereitung auf die K-Dream-Stage verlangte sowohl technische Präzision als auch mentale Stärke. Unterstützt von ihren Eltern arbeitete Chakraborty intensiv an Gesang und Bühnenpräsenz.
Eine besondere Herausforderung war für sie, erst spät zu erfahren, dass hochrangige Gäste wie First Lady Kim Hea Kyung und Park Jin-young anwesend sein würden. Vor ihnen aufzutreten, machte den Moment für sie noch bedeutender und verlangte ein hohes Maß an Konzentration und Selbstvertrauen.
Ein unvergesslicher Moment
Den Augenblick als ihr Name als Gewinnerin genannt wurde, konnte Chakraborty zunächst kaum fassen. Erst als andere Teilnehmende sie zur Bühne aufforderten, realisierte sie, dass sie gewonnen hatte. Die Auszeichnung bestätigte ihren bisherigen Weg und motiviert sie, ihre Leidenschaft weiterzuverfolgen.
Auch die Begegnung mit der First Lady Kim Hea Kyung und Park Jin-young blieb ihr in Erinnerung. Besonders deren Bescheidenheit und Offenheit empfand sie als inspirierend.
Neben der Musik entdeckt Abhipriya Chakraborty auch die kulturellen und historischen Seiten Koreas
Blick in die Zukunft
Chakraborty möchte künftig Menschen weltweit mit ihrer Musik erreichen. Sie sieht Musik als universelle Sprache, die Grenzen überwindet und verbindet. Künstler wie BTS und IU haben sie in dieser Haltung geprägt.
Als Teil ihres Gewinns wird sie erneut die Republik Korea besuchen können. Diese Reise stellt für sie nicht nur einen persönlichen Meilenstein dar, sondern auch eine weitere Möglichkeit, ihre Verbindung zur koreanischen Kultur zu vertiefen.
Ihre Geschichte zeigt, wie Leidenschaft und Ausdauer neue Wege eröffnen können, und ermutigt andere, ihren eigenen Interessen zu folgen.
Dieser Artikel wurde von einer Korea.net-Ehrenberichterstatterin verfasst. Unsere ehrenamtlichen Reporter kommen aus der ganzen Welt und teilen ihre Liebe und Leidenschaft über alle Dinge in Korea.
dlektha0319@korea.kr