Ehrenberichterstatter

28.08.2026

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Von links: Mozart-Interpretationspreis – Hyejin Han (Korea),  Dritter Preis – Mattia Hwaeum Lee (Korea), Erster Preis – Annika Henriot (Deutschland) und Zweiter Preis – Junoh Lee (Korea) beim Abschlusskonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026

Von links: Mozart-Interpretationspreis – Hyejin Han (Korea), Dritter Preis – Mattia Hwaeum Lee (Korea), Erster Preis – Annika Henriot (Deutschland) und Zweiter Preis – Junoh Lee (Korea) beim Abschlusskonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026



Von Ehrenberichterstatter Jason Edwards aus Luxemburg | Fotos: Vienna Opera Competition 2026

Die Vienna Opera Competition wurde mit dem Ziel gegründet, außergewöhnliche junge Opernsängerinnen und Opernsänger zu entdecken und ihnen genau in einer entscheidenden Phase ihrer künstlerischen Entwicklung eine bedeutende Plattform zu bieten. Wien, mit seiner unvergleichlichen Operntradition, ist der ideale Ort, um diese Mission zu verwirklichen.

Die Vision des Wettbewerbs ist es, diese reiche Geschichte mit der nächsten Generation internationaler Künstler zu verbinden und den Wettbewerb zu einer echten Chance für Begegnung und Karriereentwicklung zu machen – nicht nur zu einem Ort, an dem Preise vergeben werden.

Der Auswahlprozess beginnt mit einer internationalen Bewerbung und einer Video‑Vorauswahl. In diesem Jahr gingen über 250 Bewerbungen aus aller Welt ein. Aus diesen wurden die Sängerinnen und Sänger nach Kriterien wie Stimmqualität, Technik, Musikalität, Interpretation, Individualität und künstlerischem Potenzial ausgewählt. Acht herausragende Finalisten wurden schließlich nach Wien eingeladen, um ihr Programm live vor einem internationalen Jurygremium zu präsentieren. Die Entscheidung basiert dabei nicht allein auf der Schönheit oder Kraft einer Stimme, sondern auf dem Gesamteindruck des Künstlers auf der Bühne.

Das Niveau der Teilnehmer war 2026 außergewöhnlich hoch. Die acht Finalisten repräsentierten verschiedene Länder, Stile und Persönlichkeiten, doch sie alle teilten eine bemerkenswerte Vorbereitung und Hingabe. Besonders beeindruckend war die Individualität der jungen Sänger – ein Zeichen dafür, dass die Oper heute Künstler braucht, die etwas Persönliches zu sagen haben und nicht nur technisch perfekte Stimmen.

Zweiter Preis – Junoh Lee (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026

Zweiter Preis – Junoh Lee (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026


Gesucht werden junge Sängerinnen und Sänger, die mehr bieten als Technik. Musikalität, stilistisches Verständnis, sprachliche Präzision, Bühnenpräsenz, emotionale Kommunikation und Professionalität sind ebenso wichtig wie Neugier, Disziplin und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. „Ein Sänger muss uns spüren lassen, warum er genau dieses Stück singt“, betont die Wettbewerbsleitung. „Technik schafft Freiheit, aber Persönlichkeit berührt das Publikum.“

Einer der bewegendsten Momente war die Finalnacht am 1. August 2026. Nach Monaten intensiver Vorbereitung standen die acht Finalisten endlich auf der Bühne in Wien. Besonders gefeiert wurde die koreanische Sopranistin Hyejin Han, die den Mozart-Interpretationspreis gewann – ein emotionaler Höhepunkt des Abends. Bemerkenswert war auch der gegenseitige Respekt unter den Finalisten. Trotz des Wettbewerbs herrschte ein Gefühl von Kollegialität und gegenseitiger Unterstützung.

Die Vienna Opera Competition versteht einen Preis nicht als Abschluss, sondern als Beginn. Neben finanziellen Auszeichnungen werden die Gewinner mit internationalen Fachleuten vernetzt und erhalten Möglichkeiten für zukünftige Auftritte und Kooperationen. Durch die engen Beziehungen zu Dirigenten, Agenturen, Opernhäusern und Festivals begleitet das Team die Preisträger auch über den Wettbewerb hinaus.

Dritter Preis – Mattia Hwaeum Lee (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026

Dritter Preis – Mattia Hwaeum Lee (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026


Ein internationaler Wettbewerb in Wien bringt hohe Erwartungen mit sich. Künstler, Jury, Pianisten, Sponsoren und Publikum aus verschiedenen Ländern müssen in kurzer Zeit zusammengebracht werden – eine logistische Herausforderung. Dennoch bleibt die künstlerische Integrität oberstes Gebot. Jeder Teilnehmer soll die Chance haben, sein bestes Selbst zu zeigen.

Für die kommenden Jahre plant die Vienna Opera Competition, ihre internationale Reichweite weiter auszubauen und gleichzeitig ihren persönlichen Charakter zu bewahren. Kooperationen mit Opernhäusern, Festivals und Kulturinstitutionen sollen jungen Künstlern konkrete Karrierechancen eröffnen. Wien soll dabei das Herz des Wettbewerbs bleiben – eine Stadt, die seit Jahrhunderten die Geschichte der Musik prägt und weiterhin ein Zentrum der Opernwelt ist.

An junge Künstler richtet sich eine klare Botschaft: Bleibt neugierig, geduldig und mutig. Eine künstlerische Laufbahn verläuft selten geradlinig; Erfolge und Rückschläge gehören dazu. Entscheidend ist, die eigene Stimme zu finden – im wörtlichen und im übertragenen Sinn. „Die Welt der Oper braucht nicht nur schöne Stimmen“, heißt es zum Schluss, „sie braucht Künstler, die etwas Echtes zu sagen haben.“

Mozart-Interpretationspreis – Hyejin Han (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026

Mozart-Interpretationspreis – Hyejin Han (Korea) Finalkonzert der Vienna Opera Competition am 1. August 2026


Und zum Abschluss: eine exklusive Ankündigung

Wir freuen uns, bekanntzugeben, dass wir alle drei Gewinner der Vienna Opera Competition 2026 im Interview hatten. Die Gespräche – tiefgehend, persönlich und voller Einblicke in ihre künstlerische Welt – werden in Kürze veröffentlicht.

Bleibt gespannt.

Dieser Artikel wurde von einem Korea.net-Ehrenberichterstatter verfasst. Unsere ehrenamtlichen Reporter kommen aus der ganzen Welt und teilen ihre Liebe und Leidenschaft über alle Dinge in Korea.

dlektha0319@korea.kr