Von Ehrenberichterstatter Manuel Guthmann aus Deutschland
Gimbap in Gimcheon, Tteokbokki in Daegu, Kaffee in Gangneung und Ramyeon in Gumi. Im Herbst 2026 bringt das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum (MAFRA) erstmals 20 Food-Festivals aus ganz Korea unter dem gemeinsamen Namen „K-Food Festa“ zusammen. Von Oktober bis November stehen regionale Spezialitäten, bekannte Gerichte und große Veranstaltungen rund um koreanisches Essen im Mittelpunkt.
Traditionelle Gerichte mit verschiedenen Banchan zeigen die große Vielfalt der koreanischen Esskultur ⓒ Manuel Guthmann
Vier der 20 Festivals organisiert MAFRA selbst, weitere 16 werden von regionalen und kommunalen Veranstaltern ausgerichtet. Gemeinsam sollen sie zeigen, wie vielfältig Koreas Esskultur ist und wie unterschiedlich sie in den einzelnen Regionen gefeiert wird.
Koreanisches Fried Chicken gehört zu den modernen Klassikern der koreanischen Küche und ist in zahlreichen Varianten beliebt ⓒ Manuel Guthmann
K-Food auch in Deutschland präsent
Auch in Deutschland war koreanisches Essen im Herbst 2026 bei mehreren Veranstaltungen präsent. Während der Berlin Food Week vom 5. bis 11. Oktober gehörten unter anderem koreanische Kimchi-Workshops zum Programm. Bereits im September verband das Koreanische Kulturzentrum in Berlin bei „K-Food meets Germany“ koreanische Gerichte mit Zutaten, die auch in Deutschland leicht erhältlich sind.
Während K-Food hier zunehmend Teil von Food-Events wird, zeigt das K-Food-Festa in Korea, wie unterschiedlich die regionale Küche dort gefeiert wird.
Warme Snacks direkt auf die Hand gehören auf koreanischen Märkten und Festivals einfach dazu ⓒ Manuel Guthmann
Hansik bekommt einen eigenen Tag
Eines der zentralen Ereignisse ist das Hansik Festa vom 23. bis 25. Oktober im Nationalmuseum von Korea in Seoul. Sie fällt mit dem ersten gesetzlich festgelegten Tag der koreanischen Küche am 24. Oktober zusammen.
Im Mittelpunkt stehen Hansik, gemeinsames Essen, Kochshows und verschiedene Angebote rund um die koreanische Küche. Im November folgen in Seoul die Food Week Korea vom 4. bis 7. November und das Korean Sool Grand Festival vom 13. bis 15. November mit traditionellen koreanischen Getränken.
Auch außerhalb Seouls wird im Herbst an vielen Orten gefeiert. Beim Imsil N-Cheese-Festival vom 8. bis 11. Oktober können Besucher verschiedene Käsesorten und Gerichte probieren, selbst Käse oder Pizza herstellen und zahlreiche weitere Angebote nutzen. Dazu kommen Paraden, Busking, traditionelle Nongak-Aufführungen, internationale Shows, Konzerte und DJ-Abende.
In Sunchang dreht sich vom 15. bis 18. Oktober alles um fermentierte Saucen wie Gochujang, eine der bekanntesten Würzpasten der koreanischen Küche. Vom 21. bis 25. Oktober folgt das Gangneung Coffee Festival, bei dem Kaffee und die ausgeprägte Cafékultur der Stadt im Mittelpunkt stehen.
Am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober finden gleich mehrere Food-Festivals gleichzeitig statt. In Gimcheon dreht sich alles um Gimbap, während Daegu sein Tteokbokki Festival feiert. Aus Gerichten, die in Korea zum Alltag gehören, werden dort mehrtägige Feste mit Essen, Musik und Unterhaltung.
Frisch zubereitete Snacks und kleine Gerichte laden auf koreanischen Food-Events zum gemeinsamen Probieren ein ⓒ Manuel Guthmann
Hunderttausende feiern Ramyeon
Vom 6. bis 8. November folgt das Gumi Ramyeon Festival. Wie beliebt solche Veranstaltungen inzwischen sind, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Rund 350.000 Menschen kamen 2025 an drei Tagen nach Gumi.
Dabei wurden 480.000 Packungen frisch produzierter Ramyeon und 54.000 zubereitete Nudelgerichte verkauft. Konzerte, Shows und weitere Programme sorgten rund um den Bahnhof und im Stadtzentrum für Festivalatmosphäre.
Ramyeon gehört zu Koreas beliebtesten Alltagsgerichten und bekommt in Gumi sogar ein eigenes großes Festival ⓒ Manuel Guthmann
Auch international ist das Interesse an koreanischem Essen groß. In einer Befragung aus dem Jahr 2025 sagten 61,7 Prozent potenzieller ausländischer Korea-Besucher, dass Essen und kulinarische Erlebnisse für sie zu den interessanten Aktivitäten während einer Korea-Reise gehören.
Zwei Monate voller Food-Festivals
MAFRA bewirbt das K-Food Festa unter anderem an KTX-Bahnhöfen, Fernbusterminals und am Internationalen Flughafen Incheon. Auch ein Pop-up-Store in Seongsu-dong in Seoul und die Korea Tourism Organization unterstützen die Kampagne.
Das K-Food-Festa verbindet im Herbst 2026 Food-Festivals in zahlreichen Regionen Koreas ⓒ Manuel Guthmann / AI-generated
Beim K-Food-Festa steht zwei Monate lang Essen im Mittelpunkt. Die Festivals zeigen, wie unterschiedlich koreanische Küche in den Regionen gefeiert wird und wie selbstverständlich gutes Essen, Musik und gemeinsames Feiern dabei zusammengehören.
Weitere Informationen zu den teilnehmenden Festivals, Terminen und Veranstaltungsorten stellt das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum (MAFRA) auf der neuen offiziellen K-Food-Festa-Website bereit:
https://k-foodfesta.kr/en
Dieser Artikel wurde von einem Korea.net-Ehrenberichterstatter verfasst. Unsere ehrenamtlichen Reporter kommen aus der ganzen Welt und teilen ihre Liebe und Leidenschaft über alle Dinge in Korea.
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