Von Ehrenberichterstatter Pascal Pewesdorf aus Deutschland | Fotos: Pascal Pewesdorf
Kaffee und mehr in Busan: Unterwegs auf dem Jeonpo Coffee Festival
Am 17. und 18. Oktober 2026 fand rund um die Jeonpo Café Street im Busaner Stadtbezirk Busanjin-gu das zehnte Jeonpo Coffee Festival statt. Am Samstag konnten Besucher von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag von 12 bis 18 Uhr verschiedene Kaffeesorten probieren und die Stände erkunden. Am Samstagmorgen waren die Vorbereitungen noch in vollem Gange, während die Händler ihre Stände aufbauten. Am Nachmittag hatten sich die Straßen in einen lebhaften Treffpunkt für Kaffeeliebhaber und Besucher verwandelt, die sich auch für lokales Kunsthandwerk interessierten.
Besucher stöbern am 17. Oktober 2026 an den Verkaufsständen des Jeonpo Coffee Festivals in Busan durch das Kleidungsangebot. Neben Kaffee und Snacks gab es auf dem Festival auch Kleidung, Schmuck und handgefertigte Produkte zu entdecken
Das Festival war mit zwei Straßenabschnitten relativ überschaubar. Obwohl viele Menschen unterwegs waren, blieb genügend Platz, um sich bequem zu bewegen und die einzelnen Stände in Ruhe anzusehen. Ein Bereich konzentrierte sich hauptsächlich auf Kaffee, Snacks und Desserts, während im anderen vor allem handgefertigter Schmuck und verschiedene Kunsthandwerksprodukte angeboten wurden. So gab es auch abseits des Kaffees einiges zu entdecken.
Direkt am Eingang standen kostenloses Wasser und Eistee bereit, eine willkommene Erfrischung für die Besucher. Außerdem gab es an zwei verschiedenen Stellen Glücksräder, an denen kleine Souvenirs gewonnen werden konnten. Diese waren besonders beliebt und zogen zahlreiche Menschen an, die ihr Glück versuchen wollten.
Links: Besucher an den Ständen der japanischen Röstereien. Rechts: Stände taiwanischer Cafés. Beim Jeonpo Coffee Festival in Busan konnten Besucher am 17. Oktober 2026 Kaffee aus verschiedenen Ländern probieren und mit den Anbietern ins Gespräch kommen
Besonders interessant war die internationale Beteiligung am Festival. Auch Cafés und Kaffeeröstereien aus Japan und Taiwan waren vertreten. Vor einigen ihrer Stände bildeten sich lange Warteschlangen, während Besucher die Kaffeespezialitäten aus den verschiedenen Ländern entdeckten. Angesichts der überschaubaren Größe des Festivals war die Teilnahme internationaler Aussteller besonders bemerkenswert. Sie bot Gelegenheit zum kulturellen Austausch und zu Gesprächen zwischen Besuchern und Kaffeeexperten aus dem Ausland.
Ein Barista erklärt am 17. Oktober 2026 beim Jeonpo Coffee Festival in Busan die Geschmacksunterschiede von Kaffeebohnen aus verschiedenen Ländern und zeigt, wie man Filterkaffee von Hand aufbrüht
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorführung einer Barista auf einer kleinen Bühne. Sie erklärte die Unterschiede zwischen Kaffeebohnen aus verschiedenen Ländern, stellte ihre charakteristischen Geschmacksnoten vor und demonstrierte die Zubereitung von Filterkaffee mit der Pour-over-Methode. In Südkorea, wo Iced Americanos in Cafés allgegenwärtig sind, bot die Vorführung eine interessante Gelegenheit, eine andere Zubereitungsmethode kennenzulernen. Die Barista empfahl außerdem einen Besuch in einem Kaffeemuseum in Busan, um noch mehr über Kaffee zu erfahren.
Neben Kaffee bot das Festival auch eine Vielzahl handgefertigter Produkte. Dazu gehörten farbenfrohe Spülschwämme, die auf Koreanisch Susemi (수세미) genannt werden und durch ihre unterschiedlichen Designs auffielen. An einem Stand halfen zwei Verkäuferinnen bei der Auswahl von Schwämmen, die als Geschenke für eine Person gedacht waren, die keinen Kaffee trinkt. Auf ihre Empfehlung hin fiel die Wahl auf einen Schwamm, der sich besonders gut zum Geschirrspülen eignet, und einen weiteren, der eher als Dekoration gedacht war.
Eine Verkäuferin verpackt handgefertigte Spülschwämme („Susemi“, 수세미), die beim Jeonpo Coffee Festival in Busan am 17. Oktober 2026 als Geschenke gekauft wurden
Die handgefertigten Spülschwämme waren eine ungewöhnliche Alternative zu herkömmlichen Souvenirs. An anderen Ständen gab es zahlreiche weitere Produkte, darunter Teetassen, Postkarten, Gemälde, Handyhüllen und Taschen. Diese Vielfalt machte das Festival auch für Besucher interessant, die nicht in erster Linie wegen des Kaffees gekommen waren.
Dank seiner zentralen Lage ließ sich das Festival auch zufällig bei einem Spaziergang durch Busan entdecken. Die Kombination aus Kaffee, internationaler Beteiligung und handgefertigten Produkten machte den Besuch zu einem besonders schönen Erlebnis.
Das Festival war lebhaft, ohne so überfüllt zu sein, dass sich die Besucher durch die Menschenmengen drängen mussten. So blieb genügend Platz, um stehen zu bleiben, Vorführungen zuzusehen und mit den Menschen an den Ständen ins Gespräch zu kommen. Auch wer nicht speziell wegen des Kaffees gekommen war, konnte hier etwas Interessantes entdecken. Für Kaffeeliebhaber bietet das von der Barista empfohlene Museum zudem einen weiteren Grund, nach Busan zurückzukehren.
Dieser Artikel wurde von einem Korea.net-Ehrenberichterstatter verfasst. Unsere ehrenamtlichen Reporter kommen aus der ganzen Welt und teilen ihre Liebe und Leidenschaft über alle Dinge in Korea.
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