Von Xu Aiying | Fotos: Lee Jeong Woo/korea.net | Video: Park Daejin/korea.net
Die deutsch-koreanische Geigerin Clara-Jumi Kang und der koreanische Pianist Sunwook Kim treten auf die Bühne in Korea. Vom 19. bis zum 30. Mai reisen sie durch 11 koreanische Städte.
Ihre Auftritte begannen im vergangenen Jahr in Berlin und setzten sich im Januar dieses Jahres in Los Angeles in den USA fort. Nach ihren Konzerten in Korea treten sie im August beim Verbier Festival in der Schweiz auf. Das Programm umfasst Violinsonaten aus der Klassik bis ins 20. Jahrhundert, darunter Werke von Beethoven und Strauss.
Clara-Jumi Kang äußerte am 7. Mai auf der Pressekonferenz im Credia Classic Club in Jono-gu, Seoul: „Dieses Programm habe ich im Ausland bereits mehrmals aufgeführt, aber ich wollte es unbedingt mit dem koreanischen Publikum teilen. Das Programm zeichnet sich durch die Harmonie mit dem Pianisten aus, sodass ich mich schon darauf freue, mit dem Pianisten Kim gemeinsam auf die Bühne zu treten.”
Die in Deutschland geborene Geigerin Kang gewann im Jahr 2010 den ersten Preis beim Internationalen Violin-Wettbewerb von Indianapolis und belegte im Jahr 2015 den vierten Platz beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb. Seitdem ist sie regelmäßig in Europa aktiv. Außerdem ist sie in der Saison für 2025/2026 als Artist-in-Residence beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra in Schweden tätig.
Der Pianist Kim wurde als jüngster Gewinner und zugleich erster asiatischer Gewinner beim Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds 2006 bekannt. Nach seinem Masterstudium im Fach Dirigieren an der Royal Academy of Music ist er sowohl als Pianist als auch als Dirigent tätig.
Geigerin Kang äußerte sich über den gemeinsamen Auftritt mit dem koreanischen Pianisten: „Beim Solo auf der Geige spielt der Pianist eine große Rolle. Da Sunwook Kim auch Dirigent ist, verfügt er über ein gutes Gefühl für das Orchester und eine große interpretatorische Tiefe. Daher passt er besonders gut zu den Werken dieses Programms.”
Am 7. Mai beantwortet die deutsch-koreanische Geigerin Clara-Jumi Kang im Credia Classic Club in Jongno-gu, Seoul, Fragen von Journalisten
Kang steht im kommenden August auf der am meisten erwarteten Bühne in ihrer musikalischen Karriere. Beim Rheingau Musik Festival tritt sie gemeinsam mit dem weltbekannten Dirigenten Daniel Barenboim im Beethoven-Violinkonzert auf. Da dieser gemeinsame Auftritt vor 27 Jahren wegen ihrer Fingerverletzung abgesagt werden musste, hat dieses Konzert für sie eine besondere Bedeutung.
„Es ist mir eine große Ehre, mit diesen großen Meistern zusammenarbeiten zu dürfen. Ich glaube, dass diese Jahre für mich zu den Momenten werden, nach denen ich mich in meinen Sechzigern am meisten sehnen werde”, fügte sie hinzu.
Auf die Frage nach ihrem anhaltenden Erfolg erklärte sie: „Man könnte denken, dass mit zunehmendem Alter mehr Selbstvertrauen und Stabilität kommen. Aber Solisten werden bei jedem Auftritt neu bewertet, sodass sie sich nicht ausruhen können.”
„Es liegt noch ein langer Weg vor mir”, sagte sie bescheiden.
Sie fügte hinzu: „Ich hoffe, dass meine ‚Blütezeit' in meinen Fünfzigern und Sechzigern kommt. Mein Wunsch ist es, noch in meinen Siebzigern auf der Bühne zu stehen und mein Repertoire kontinuierlich aufzubauen.”
Am 7. Mai posiert die deutsch-koreanische Geigerin Clara-Jumi Kang im Credia Classic Club in Jongno-gu, Seoul, während der Pressekonferenz vor Journalisten