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23.06.2026

Am 19. Juni posiert der Fotograf Rami Hyun am Eingang der Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte für ein Foto

Am 19. Juni posiert der Fotograf Rami Hyun am Eingang der Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte für ein Foto



Von Lee Jeong Woo | Fotos: Lee Jeong Woo/korea.net

Am 19. Juni begann die Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte in Seoul. Der koreanische Fotograf Rami Hyun entwarf sein Projekt „Project Soldier“ nach dem Abschluss seines Fotostudiums in den USA, um die Bilder und Geschichten der Veteranen des Koreakrieges zu vermitteln.

Im Jahr 2013 führte er im Rahmen der Produktion eines Vorstellungsvideos der 1. Infanteriedivision des Heeres Interviews mit 60 koreanischen Soldaten. Die Aussage, dass sie in jedem Moment, den sie eigentlich mit ihrer Familie hätten verbringen sollen, ihrer Einheit und ihrem Land Vorrang einräumten, führte ihn zu diesem Projekt.

Foto: Der Fotograf Rami Hyun bei der Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte

Foto: Der Fotograf Rami Hyun bei der Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte


Im Jahr 2016 weitete er sein Projekt von aktiven Soldaten auf Veteranen des Koreakrieges aus. Als der koreanische Fotograf bei einer Fotoausstellung zufällig einem Veteranen des Koreakrieges aus dem United States Marine Corps begegnete, stellte er sich die Fragen, welche Bedeutung der Koreakrieg für ihn habe und warum er noch immer stolz auf seine Teilnahme daran sei.

Mit diesen Fragen traf er nur ein oder zwei Veteranen, später zahlreiche Kriegsveteranen in den USA, Großbritannien, Neuseeland und anderen Ländern. Bis heute hielt er rund 2.500 Veteranen des Koreakrieges und etwa 8.000 aktive Soldaten mit seiner Kamera fest.

Am 19. Juni sehen sich aktive Soldaten die Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte an

Am 19. Juni sehen sich aktive Soldaten die Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte an


Eine der Szenen, die dem Fotografen Hyun besonders in Erinnerung geblieben sind, ist ein US-amerikanischer Kriegsveteran im Bundesstaat Ohio in den USA. Nachdem bei ihm eine unheilbare Krankheit im Endstadium diagnostiziert worden war, versammelte er seine Fotografien in seinem Krankenzimmer. Das Zimmer wurde zu seinem eigenen Atelier, und er trat gemeinsam mit den Werken vor die Kamera, die er sein Leben lang an seiner Seite haben wollte.

Der Fotograf Rami Hyun wollte ihnen das heutige Korea zeigen. Er wollte ihnen vermitteln, wie sich das Land, zu dessen Schutz sie beigetragen hatten, entwickelte, und dass Korea ihren Einsatz und ihre Opfer bis heute nicht vergessen hatte.

„Wenn sie erfahren, dass Korea dank ihnen zum heutigen Land herangewachsen ist, erfüllt sie das mit großem Stolz. Dann erkennen sie, dass ihr Einsatz nicht vergeblich war“, sagte er.

Am 19. Juni sieht sich ein aktiver Soldat die Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte an

Am 19. Juni sieht sich ein aktiver Soldat die Fotoausstellung „Project Soldier: Searching for Korean War Veterans“ in der Koreanischen Kriegsgedenkstätte an


„Ich denke, dass Dankbarkeit nicht bei Worten stehenbleiben darf. Man muss die Veteranen aufsuchen, sie begrüßen, ihren Geschichten zuhören und ihnen danken“, fügte er hinzu.

Die Kriegsveteranen wünschen sich keine großen Entschädigungen, sondern dass ihre Geschichten nicht vergessen werden und dass sie als Menschen mit ihrer eigenen Lebensgeschichte respektiert werden.

Er sagte, dass er künftig die Geschichten von Polizisten, Feuerwehrleuten und Menschen dokumentieren möchte, die die Freiheit und Sicherheit ihrer Gemeinschaft geschützt haben.

„Allein stoße ich an meine Grenzen. Deshalb möchte ich nicht nur Fotografie vermitteln, sondern auch ein Programm entwickeln, in dem weitergegeben wird, wie man diesen Menschen begegnet und ihnen seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringt“, erklärte er abschließend und sprach über seine Ziele für die Zukunft.

b1614409@korea.kr