Am 20. November 2025 besucht Ministerpräsident Kim Min-seok (Zweiter von links) das “Sonnenkraftwerk” in Guyang-ri in Yeoju in der Provinz Gyeonggi-do ⓒ Offizieller Blog des Amtes des Premierministers
Von Yoon Sojung
Die US-amerikanische Fachzeitschrift “Science” wählte im Dezember vergangenen Jahres den Boom der erneuerbaren Energie (renewable energy surge) zum “Durchbruch des Jahres 2025” (Breakthrough of the Year).
Es ist ungewöhnlich, dass die sich auf die Naturwissenschaft konzentrierte Fachzeitschrift ein industrielles und wirtschaftliches Phänomen auswählte. Es deutet darauf hin, dass erneuerbare Energien nicht nur eine einfache Energiewende darstellen, sondern auch als wirklicher Ausweg aus der Klimakrise und als wirtschaftlicher Gamechanger der Wirtschaft gelten.
Im Einklang mit diesem Trend treibt die koreanische Regierung die Energiewende mit Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien als zentrale Staatsaufgabe voran. Das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt erklärte im Dezember vergangenen Jahres seine Blaupause, bis 2030 100 GW erneuerbare Energien bereitzustellen und Korea zu einem dekarbonisierten Land zu machen.
Besonders sind die Maßnahmen der Kommunen bemerkenswert. Sie verbinden die natürlichen Ressourcen wie Wind und Sonne mit dem Einkommen der Bevölkerung und führen zu der regionalen Koexistenz und der Verbreitung der erneuerbaren Energien.
Es gibt vorbildliche Beispiele für die Energiewende mit der Solarenergie wie “Sonnenrente” in Sinan-gun in der Provinz Jeollanam-do und “Sonnenkraftwerk” in Guyang-ri in Yeoju in der Provinz Gyeonggi-do.
Die “Sonnenrente” ist ein Ertragsbeteiligungssystem im Bereich erneuerbare Energien, bei dem die Einwohner Strom mit Photovoltaikanlagen erzeugen und verkaufen und die Erträge wie eine Rente an sie verteilt werden.
Der Landkreis Sinan-gun litt seit 2014 wegen der Bevölkerungsabnahme unter dem lokalen Aussterben. Nachdem diese Region aber die “Sonnenrente” eingeführt hatte, wurde die Lage ganz anders. Indem die Zahl der Bevölkerung im Jahr 2023 und 2024 jeweils um 179 und 136 stieg, begann der Zustrom der Bevölkerung in Sinan-gun. Damit wurde dieser Landkreis im Mai vergangenen Jahres bei den “Green World Awards” mit dem Preis in der Kategorie für grüne Energie, einem der vier Umweltpreise der Welt, ausgezeichnet.
Das “Sonnenkraftwerk” in Guyang-ri in Yeoju ist ein Wohlfahrtsmodell der Gemeinschaft. Diese Region betreibt seit 2024 das Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 1 Megawatt als ein gemeinsames Vermögen des Dorfs. Die Gewinne aus der Photovoltaikanlage werden mit der gesamten Gemeinschaft geteilt. Die Regierung plant, bis 2030 über 2.500 ähnliche Dörfer mit dem “Sonnenkraftwerk” aufzubauen, um diese Leistungen im ganzen Land zu verbreiten.
Foto von Windkraftanlagen in Taebaek-si in der Provinz Gangwon-do ⓒ Korea East-West Power
Die “Windrente” bereitet sich immer weiter aus. Die Stadt Taebaek-si in der Provinz Gangwon-do und der Landkreis Sinan-gun betreiben im Moment das Modell “Windrente”, bei dem die Erlöse aus den Windkraftanlagen an die Bevölkerung geteilt werden. Dieses Kraftwerk erzeugt mit Stand von Ende vergangenen Jahres 160.000 MW Strom, der etwa 43.000 Haushalte deckt.
Dieses Modell gewann im vergangenen Jahr bei dem Korea Energy Award den Premierministerpreis für seine Beiträge zur Gewinnbeteiligung und zur Schaffung der Arbeitsplätze.
Daher beschleunigt die Regierung die Energiewende durch die Offshore-Windenergie. Im März dieses Jahres wird das Sondergesetz der Offshore-Windenergie in Kraft gesetzt. Das Ministerium setzt sich für die Verbesserung des Systems ein, um nach 2030 das Betriebsvolumen der Offshore-Windenergie auszubauen.
Foto von “Jeju Hanlim Offshore-Windenergie” auf der Insel Jeju ⓒ Korea Electric Power Corporation
Auf der Insel Jeju wird “Jeju Hanlim Offshore-Windenergie”, der größte Offshore-Windpark Koreas, betrieben, der jährlich 234 GW Strom produziert. Tatsächlich teilen etwa 1.000 Einwohner in drei Dörfern in Hanlim-eup in Jeju-si einen Teil der Gewinne aus dem Offshore-Windpark und tragen zur Belebung der regionalen Wirtschaft bei.
Die Provinz Jeollabuk-do wählte am 6. Januar das Southwest Wind Power Consortium als Partner für das 0,2-GW-Offshore-Gebiet vor der Küste in Gochang-gun aus. Es war die erste Stufe für den Aufbau des 2,4-GW-Offshore-Windparks im Südwesten in der Provinz Jeollabuk-do.
Darüber hinaus bemühen sich 8 bis 9 Regionen wie Incheon, Taean, Gunsan und Shinan um den Bau der Offshore-Windanlagen.
arete@korea.kr