Politik

21.04.2026

Präsident Lee Jae Myung (Erster von rechts) und der indische Premierminister Narendra Modi (Erster von links) nehmen am 20. April im Hyderabad House in New-Delhi, dem offiziellen Gästehaus, am Gipfeltreffen zwischen Korea und Indien teil

Präsident Lee Jae Myung (Erster von rechts) und der indische Premierminister Narendra Modi (Erster von links) nehmen am 20. April im Hyderabad House in New-Delhi, dem offiziellen Gästehaus, am Gipfeltreffen zwischen Korea und Indien teil



Von Kim Hyelin | Fotos: Yonhap News

Präsident Lee Jae Myung und der indische Premierminister Narendra Modi führten am 20. April im Hyderabad House in New-Delhi, dem offiziellen Gästehaus, ein Gipfeltreffen durch. Dabei versprachen die beiden Staats- und Regierungschefs, ihre Wirtschaftskooperation zu entwickeln und bis 2030 das Handelsvolumen auf 50 Milliarden US-Dollar auszubauen.

Beim ersten Staatsbesuch des koreanischen Präsidenten in Indien seit acht Jahren wurde vereinbart, ihre Kooperationsbeziehungen auf eine neue Ebene weiterzuentwickeln, die nach der Anhebung zur besonderen strategischen Partnerschaft im Jahr 2015 stagniert hatte.

Direkt nach dem Gipfeltreffen gaben die beiden Länder bekannt, dass insgesamt 15 Absichtserklärungen abgeschlossen wurden. Daneben wurden drei Nebendokumente angenommen, darunter eine Vision für eine gemeinsame Strategie für 2026-2030 und ein umfassendes Framework für die Bereiche Schiffbau, Schifffahrt und maritime Logistik, eine gemeinsame Erklärung zur nachhaltigen Zusammenarbeit sowie eine gemeinsame Erklärung zur Sicherheit von Energieressourcen. Vor allem waren sich Korea und Indien einig, die Verhandlungen zur Verbesserung der umfassenden Wirtschaftspartnerschaft (CEPA) wieder aufzunehmen.

Der Kern der Wirtschaftszusammenarbeit sind die strategischen Bereiche wie Schiffbau, KI und Halbleiter sowie grüne Energien. Dementsprechend vereinbarten die koreanischen und indischen Staats- und Regierungschefs, eine Wirtschaftsplattform auf Ministerebene einzurichten und ihre Kooperation in diesem Bereich systematisch auszubauen. Darüber hinaus wurde das "Digital Bridge Framework" zur Kooperation in den Bereichen KI, Halbleiter und Daten-Governance beschlossen.

Präsident Lee Jae Myung (links) und der indische Premierminister Narendra Modi nehmen am 20. April im Hyderabad House in New-Delhi, dem offiziellen Gästehaus, an der gemeinsamen Pressekonferenz teil

Präsident Lee Jae Myung (links) und der indische Premierminister Narendra Modi nehmen am 20. April im Hyderabad House in New-Delhi, dem offiziellen Gästehaus, an der gemeinsamen Pressekonferenz teil


Korea und Indien diskutierten auch über die Zusammenarbeitsmaßnahmen zur stabilen Versorgung mit wichtigen Rohmaterialien inmitten des Kriegs im Nahen Osten. Der indische Premierminister erklärte seinen Willen zur Verstärkung der Kooperation mit Korea für Kerntechnologien und Lieferkette und zur Wiederaufnahme des Gespräches für Wirtschaftssicherheit. Der koreanische Präsident rief die indische Regierung zu einer konstruktiven Rolle zum Aufbau des Friedens auf der koreanischen Halbinsel auf.

Präsident Lee wies auf die geringe Zahl der Koreaner und koreanischen Unternehmen in Indien hin und schlug auch vor, anlässlich dieses Treffens die Zusammenarbeit in den Bereichen zivilgesellschaftlicher Austausch, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Sicherheitskooperation auf eine neue Ebene zu bringen.

Außerdem einigten sich die beiden Länder darauf, in Mumbai ein "Korea Center" einzurichten, in dem K-Pop und Bollywood zusammenkommen. Präsident Lee lud den indischen Premierminister nach Korea ein und Premierminister Modi reagierte positiv darauf.

Das Präsidialamt Cheong Wa Dae bewertete, dass der Staatsbesuch in Indien ein neues Kooperationsmomentum mit Indien entwickelte und die Global-South-Diplomatie Koreas vorantrieb.

Am 21. April schloss Präsident Lee seinen Indienbesuch ab und reiste nach Vietnam.

kimhyelin211@korea.kr