Präsident Lee Jae Myung (Zweiter von rechts) äußert sich am 16. Juni an der ersten erweiterten Sitzung des G7-Gipfels in Évian in Frankreich
Von Charles Audouin | Fotos: Cheong Wa Dae
Präsident Lee Jae Myung nahm am 16. Juni an der ersten erweiterten Sitzung des G7-Gipfels in Évian in Frankreich teil und betonte: „Es ist von großer Bedeutung, die Ergebnisse der Entwicklung der KI-Technologien mit allen Ländern zu teilen und gemeinsam zu wachsen.”
Die Sitzung wurde einberufen, um angesichts des sich wandelnden internationalen Umfelds, darunter die Kürzung der internationalen Entwicklungshilfe, über Maßnahmen zur Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit zu erörtern.
An der Sitzung nahmen die Staats- und Regierungschefs der G7-Mitgliedstaaten (Frankreich, die USA, Japan, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Italien und die EU) sowie die Staats- und Regierungschefs der fünf eingeladenen Länder Korea, Indien, Brasilien, Kenia und Ägypten teil. Ebenfalls anwesend waren der Präsident der Weltbank und der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank.
Präsident Lee Jae Myung (Dritter von links) posiert am 16. Juni beim G7-Gipfel gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs der teilnehmenden Länder für ein Erinnerungsfoto
Präsident Lee erklärte: „Die KI-Revolution stellt sowohl eine neue Herausforderung für die Menschheit als auch eine Chance für weiteres Wachstum dar. Dennoch haben viele Entwicklungsländer keinen Zugang zu diesen Chancen. Wir müssen die Empfängerländer unterstützen, damit technologische Unterschiede nicht zu Entwicklungsunterschieden führen.“
„Dafür stellte die koreanische Regierung die Vision einer globalen KI-Basisgesellschaft vor, damit alle Menschen weltweit von den Fortschritten der KI profitieren können“, fügte er hinzu.
Zugleich betonte er, dass der Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit nicht nur von den eingesetzten Finanzmitteln, sondern auch von der tatsächlichen Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Empfängerländern abhängt.
Schließlich erklärte der koreanische Präsident: „Die koreanische Regierung wird ihre beim Aufstieg von einem Empfänger- zu einem Geberland der Entwicklungshilfe gewonnenen Erfahrungen und Kompetenzen nutzen, um beim Aufbau internationaler Partnerschaften Verantwortung zu übernehmen und einen aktiven Beitrag zu leisten.“
An diesem Tag verabschiedete das Vorsitzland Frankreich drei Dokumente zu den Themen „gegenseitig vorteilhafte internationale Partnerschaften“, „Krebsbekämpfung“ und „Bekämpfung von Ebola“. Die koreanische Regierung bekundete ihre Unterstützung für sämtliche Dokumente.
Am 16. Juni schütteln Präsident Lee Jae Myung und Bundeskanzler Friedrich Merz nach ihrem bilateralen Treffen am Rande des G7-Gipfels in Évian, Frankreich, die Hände
Am selben Tag führte Präsident Lee bilaterale Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem kanadischen Premierminister Mark Carney.
Beim Treffen zwischen Korea und Deutschland wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich erörtert. Darüber hinaus vereinbarten beide Seiten, ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie KI und Energie zu vertiefen.
Darüber hinaus kamen sie überein, ihre Kooperation zur Stabilisierung der Lieferketten sowie zur Bekämpfung der Klimakrise auszubauen. Bundeskanzler Merz wird voraussichtlich im Oktober Korea besuchen.
Präsident Lee und Premierminister Carney erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Energie und Rohstoffe. Der koreanische Präsident erklärte, dass Korea bereit sei, aktiv zur Stärkung der kanadischen Sicherheitskapazitäten beizutragen.
Die beiden Länder waren sich einig, in den Bereichen Rohöl, Flüssigerdgas und kritische Mineralien ihre vorteilhafte Zusammenarbeit auszubauen.
Am 16. Juni nehmen Präsident Lee Jae Myung (rechts) und der kanadische Premierminister Mark Carney am bilateralen Treffen im Rahmen des G7-Gipfels in Évian in Frankreich
Außerdem führte Präsident Lee bei der Empfangsveranstaltung für die eingeladenen Staaten des G7-Gipfels ein Gespräch mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Dabei bat Präsident Lee darum, dass die USA bei einer friedlichen Lösung der Nordkorea-Frage eine aktive Rolle übernehmen. Nach Angaben des Cheong Wa Dae reagierte Präsident Trump darauf zustimmend.
caudouin@korea.kr