Politik

25.08.2026

Am 11. Februar posieren ausländische Studierende an der Dong-A Universität in Seo-gu in Busan, anlässlich ihres Studienabschlusses ⓒ Dong-A University

Am 11. Februar posieren ausländische Studierende an der Dong-A Universität in Seo-gu in Busan, anlässlich ihres Studienabschlusses ⓒ Dong-A University



Von Charles Audouin

Das Ministerium für Justiz veröffentlichte am 24. August die Reform seines regional maßgeschneiderten Visum-Programms, das der Lösung des Arbeitskräftemangels in regionalen Industrien und der Förderung der Ansiedlung der Ausländer in Regionen dient.

Dazu teilte das Ministerium mit, bis zum 10. November eine Ausschreibung für das „Regionalvisa-Programm 2027–2028“ durchzuführen. Das reguläre Programm wird ab dem nächsten Jahr starten.

Hinter der Reform steht die Erkenntnis, dass das bestehende System den Bedarf der regionalen Wirtschaft nicht präzise genug berücksichtigt und bei der Förderung der Ansiedlung von Familien und deren Konsum an seine Grenzen stößt.

Dementsprechend plant das Justizministerium, die von den regionalen Industrien tatsächlich benötigten Fachkräfte auszuwählen und das Visumsystem neu zu gestalten, so dass es Studium, Beschäftigung, Familiennachzug, regionale Ansiedlung und Konsum miteinander verknüpft.

Zunächst will das Ministerium ein auf den Bedarf der regionalen Branchen zugeschnittenes Visumsystem entwickeln und dessen Verwaltung stärken. Während Kommunen bisher nur entweder ein D-2-Visum für ein Studium oder ein E-7-Visum für bestimmte Tätigkeiten konzipieren konnten, können sie künftig beide Visa gemeinsam konzipieren und beantragen.

Die Zahl der aufzunehmenden Personen wird auf 50 bis 200 pro Kommune begrenzt und die Gesamtzahl auf maximal rund 3.000 reduziert, um eine unkontrollierte Anwerbung zu verhindern.

Das Auswahlverfahren wird auch verschärft. Ausländern, die in Korea wohnen, wird zunächst Vorrang eingeräumt. Arbeitskräfte aus dem Ausland werden nur begrenzt ausgewählt, nachdem sie vor der Einreise eine Schulung absolviert und ihre Koreanischkenntnisse sowie weitere Voraussetzungen überprüft wurden.

Auch im Rahmen des Empfehlungsverfahrens durch die Kommunen werden die Koreanischkenntnisse und die Bereitschaft zur Ansiedlung in der Region umfassend bewertet.

Die Vorteile bei der Niederlassung in Regionen werden erweitert. Wenn Ausländer mit einem regionalen D-2-Visum nach dem Abschluss in der betreffenden Region eine Beschäftigung aufnehmen, werden ihnen Anreize für den Wechsel zu einem regionalen E-7-Visum geboten.

Für Ehepartner von Inhabern eines regionalen E-7-Visums soll eine Beschäftigung in der Region ermöglicht werden, um die Ansiedlung von Familien und den regionalen Konsum zu fördern.

caudouin@korea.kr