Präsident Lee Jae Myung (rechts) und der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokayev schütteln sich am 15. September im Cheong Wa Dae die Hände
Von Charles Audouin | Fotos: Cheong Wa Dae
Vor dem ersten Korea-Zentralsien-Gipfeltreffen führte Präsident Lee Jae Myung bilaterale Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Turkmenistan und Kasachstan im Cheong Wa Dae durch.
Am 15. September traf Präsident Lee Jae Myung mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Jomart Tokayev zu einem Gipfeltreffen zusammen. Beide Präsidenten vereinbarten, ihre Beziehungen 17 Jahre nach der Aufnahme der strategischen Partnerschaft im Jahr 2009 zu einer zukunftsorientierten umfassenden strategischen Partnerschaft aufzuwerten.
Zudem vereinbarten beide Seiten, basierend auf der im April besprochenen Einfuhr von 18 Millionen Barrel Rohöl aus Kasachstan die Zusammenarbeit im Bereich Rohöl weiter zu konkretisieren.
Zugleich wird die Grundlage des Markteintritts koreanischer Unternehmen in Kasachstan in den Bereichen wie kritische Mineralien, Kernenergie, KI, Wissenschaft und Technologie, neue Städte sowie erneuerbare und saubere Energien verstärkt.
Um die Bedeutung des 90. Jahrestages der Ansiedlung der Koryo-in in Zentralasien im Jahr 2027 zu würdigen, vereinbarten beide Länder, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen historischer Stätten der Unabhängigkeitsbewegung und der Verwaltung von Dokumenten zu vertiefen.
Nach dem Gipfel schlossen beide Länder 13 Abkommen und Absichtserklärungen (MOU) zwischen den zuständigen Ministerien ab.
Das Cheong Wa Dae erklärte: „Dieses Gipfeltreffen stellt einen Ausgangspunkt dafür dar, auf Grundlage des in den vergangenen 30 Jahren gewachsenen Vertrauens und der Freundschaft mit Kasachstan die nächsten 30 Jahre der bilateralen Beziehungen zu gestalten. Die Abkommen und Absichtserklärungen werden eine institutionelle Grundlage dafür schaffen, die vereinbarten Maßnahmen in konkrete Projekte umzusetzen.“
Präsident Lee Jae Myung (rechts) trifft am 15. September im Cheong Wa Dae den turkmenischen Präsidenten Serdar Berdimuhamedow
Beim bilateralen Treffen mit dem turkmenischen Präsidenten Sedar Berdimuhamedow drückte Präsident Lee seine Dankbarkeit aus, dass Turkmenistan die Evakuierung der Koreaner im Iran aus dem Iran unterstützte.
Korea und Turkmenistan vereinbarten, die Kooperationsbereiche auf Infrastruktur, Schiffbau, Bau neuer Städte, Wasserressourcen, Forstwirtschaft sowie künstliche Intelligenz (KI) und Wissenschaft und Technologie auszuweiten.
Vor allem wurde anlässlich des Treffens das Investitionsschutzabkommen, das die Grundlage für den Schutz und die Förderung von Investitionen zwischen beiden Ländern bilden soll, 16 Jahre nach Beginn der Verhandlungen abgeschlossen.
Der turkmenische Präsident sagte: „Turkmenistan vertraut auf Korea und legt großen Wert auf die Entwicklung freundschaftlicher und kooperativer Beziehungen mit Korea. Daher messe ich meinem jetzigen Staatsbesuch in Korea große Bedeutung bei. Ich hoffe, dass er zu einem wichtigen Wendepunkt für die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern wird.“
Nach dem Gipfeltreffen wurden 13 Abkommen und Absichtserklärungen (MOU) zwischen den zuständigen Ministerien abgeschlossen.
Darüber hinaus vereinbarten beide Länder, die bisher vor allem im Energie- und Anlagenbau erzielten Kooperationserfolge weiter auszubauen und ihre Zusammenarbeit auf verschiedene Bereiche wie Infrastruktur, Schiffbau, den Bau neuer Städte, Wasserressourcen, Forstwirtschaft sowie künstliche Intelligenz und Wissenschaft und Technologie auszuweiten.
caudouin@korea.kr