Politik

30.09.2026

Foto: Die Landschaft der schwimmenden Solaranlage auf dem Daeho-See in Seosan in der Provinz Chungcheongnam-do ⓒ Korea East-West Power

Foto: Die Landschaft der schwimmenden Solaranlage auf dem Daeho-See in Seosan in der Provinz Chungcheongnam-do ⓒ Korea East-West Power



Von Charles Audouin

Das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt legte am 29. September auf einer Kabinettssitzung eine „Maßnahme zur Innovation des Stromnetzes“ vor, mit der das Stromnetzsystem neu gestaltet werden soll, um bis 2030 mehr als 100 GW an erneuerbaren Energien auszubauen.

Damit soll die Aufnahmekapazität für erneuerbare Energien bis 2030 auf der Übertragungsebene von 119 GW auf 171 GW und auf der Verteilungsebene von 84 GW auf 110 GW steigen.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Erweiterung der Anschlusskapazität für erneuerbare Energien durch den Einsatz von Energiespeichersystemen (ESS). Durch die Einführung eines flexiblen Netzanschlusses, bei dem die Photovoltaikleistung vorübergehend geregelt wird, wenn sie die Aufnahmekapazität überschreitet, soll die Anschlusskapazität für Photovoltaikanlagen im Verteilnetz von derzeit 14 MW auf 16 MW und an Umspannwerken von 50 MW auf 60 MW erhöht werden.

Dadurch können allein in der Honam-Region zusätzlich 2,6 GW Solarstrom aufgenommen werden, ohne dass weitere Stromnetze gebaut werden müssen.

Im nächsten Jahr soll nach einem Pilotprojekt ein System für den autonomen Netzanschluss eingeführt werden, bei dem Betreiber Anlagen errichten können, deren Kapazität die Anschlusskapazität übersteigt, und die Leistung mithilfe von Energiespeichersystemen (ESS) regeln.

Das Ministerium erklärte: „Für eine stabile Stromversorgung von Megaprojekten wie Halbleiterclustern ist der rechtzeitige Ausbau der Stromnetze dringend erforderlich. Zugleich müssen die Stromnetzinfrastrukturen ausgebaut werden, um die Erzeugungsleistung zu den Verbrauchszentren zu übertragen.“

caudouin@korea.kr