Präsident Lee Jae Myung (links) besucht am 6. Juni anlässlich des Gefallenengedenktags das HS (Veterans Health Service) Medical Center in Gangdong-gu, Seoul ⓒ Cheong Wa Dae
Von Margareth Theresia
Die koreanische öffentliche Gesundheitsversorgung und die medizinische Versorgung von Veteranen entwickeln sich zu einem fortschrittlichen Rehabilitationssystem, das mit KI- und Robotertechnologien ausgestattet ist.
Das VHS (Veterans Health Service) Medical Center präsentierte am 21. Juni den ausländischen Journalisten die Exzellenz der koreanischen öffentlichen Gesundheitsversorgung und der medizinischen Versorgung von Veteranen und ein integriertes koreanisches Modell der öffentlichen Gesundheitsversorgung, das mit Rehabilitation und Prothesenversorgung verbunden ist.
Das im Jahr 1953 während des Koreakriegs als „Daegu Second Relief Hospital“ gegründete VHS Medical Center ist eine repräsentative medizinische Organisation für Kriegsveteranen und deren Familien.
Mit 32 Fachabteilungen und rund 1.400 Betten übernimmt es Verantwortung für die gesamte Versorgungskette – von der Akutbehandlung über Rehabilitation und Langzeitpflege bis hin zu häuslicher Versorgung und Hospizversorgung.
Foto: Der robotergestützte Operationssaal im VHS (Veterans Health Service) Medical Center in Gangdong-gu, Seoul ⓒ VHS Medical Center
Das VHS Medical Center beschleunigt die digitale Transformation, indem es schrittweise die auf KI basierenden Diagnostik-Assistenzsysteme und digitale Monitoring-Technologien in der klinischen Praxis einführt.
Zu den repräsentativen Beispielen gehören das KI-gestützte Diagnostikprogramm für Lungenkrankheiten, das Diagnoseunterstützungsprogramm für Demenzerkrankungen und das Echtzeit-System zur Erkennung endoskopischer Läsionen. Darüber hinaus gibt es die intelligenten Monitoring-Technologien, die bei Operationen im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen biologische Signale wie Herzfrequenz, EKG und Blutdruck in Echtzeit efassen.
Im zweiten Halbjahr dieses Jahres sollen ein Rund-um-die-Uhr-Monitoringsystem für Patienten eingeführt und intelligente Pflegestationen eingerichtet werden. Darüber hinaus fördert das Krankenhaus die Einführung robotergestützter Operationen, die Entwicklung der 3D-gedruckten Hilfsmittel, die biobankgestützte Präzisionsmedizin sowie Ausbildungsprogramme auf Basis der Virtuellen Realität (VR).
Foto: Patienten beim Training mit Walkbot (links), einem Gangrehabilitationsroboter, und Angel Legs, einem tragbaren Exoskelett für die Gangrehabilitation ⓒ Margareth Theresia/korea.net
Das Rehabilitationszentrum des Krankenhauses bietet mit „Angel Legs“, einem tragbaren Exoskelett für die Gangrehabilitation, eine patientenspezifische Behandlung an. Der Roboter unterstützt die Patienten bei der Rehabilitation auf der Grundlage analysierter Bewegungsdaten.
Zudem übernimmt das Hilfsmittelzentrum des Krankenhauses die Verantwortung für die Produktion der individuell angepassten Prothesen- und Hilfsmittel. Auf diese Weise baut das VHS Medical Center sein integriertes Versorgungssystem kontinuierlich weiter aus.
margareth@korea.kr