Sci/Tech

17.06.2026

Eine Vertreterin der Korea-Africa Food and Agriculture Cooperation Initiative (KAFACI) zeigt Setzlinge der ertragreichen Reissorte „CHEYI“ ⓒ Rural Development Administration

Eine Vertreterin der Korea-Africa Food and Agriculture Cooperation Initiative (KAFACI) zeigt Setzlinge der ertragreichen Reissorte „CHEYI“ ⓒ Rural Development Administration



Von Kim Seon Ah

Die von Korea entwickelten Reisesorten verändern die afrikanische Ernährungskarte.

Die koreanische Behörde für landwirtschaftliche Entwicklung (Rural Development Administration, RDA) teilte am 11. Juni mit, dass im Rahmen der „Africa Rice Development Partnership“ der Korea-Africa Food and Agriculture Cooperation Initiative (KAFACI) in den vergangenen 10 Jahren 71 Reissorten in 15 afrikanischen Ländern entwickelt und registriert sowie 44 Reiszüchter in 23 Ländern ausgebildet wurden.

In Afrika ist Reis nach Mais die zweitwichtigste Nahrungspflanze. Die Produktivität beträgt jedoch lediglich 2,4 Tonnen pro Hektar und erreicht damit nicht einmal die Hälfte des asiatischen Durchschnitts von 5,0 Tonnen pro Hektar.

Daher entwickelte die RDA mithilfe der Antherenkultur-Technologie und von Tongil-Reissorten 71 Reissorten in 15 afrikanischen Ländern. Als Ergebnis erreichten die entwickelten Sorten Erträge von 6,6 bis 6,8 Tonnen pro Hektar, was nahezu dem Dreifachen der bisherigen Erträge entspricht.

Vor allem wurden in Gabun drei Sorten wie „CHEYI”, „MBOMA” und „MOUKAFACI-1” als erste Reissorte des Landes registriert. Im Senegal wurden sechs Reissorten der „ISRIZ“-Serie entwickelt und verbreitet.

Darüber hinaus wurden in 23 afrikanischen Ländern 44 Reiszüchter ausgebildet, die zur Stärkung der lokalen Kompetenzen in der Pflanzenzüchtung und zur Standardisierung der Anbautechniken beitragen.

Auch das gemeinsame „K-Ricebelt-Projekt“ der RDA und des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum erzielte Erfolge. Die Produktion von Reissaatgut nahm von 2.321 Tonnen im Jahr 2023 auf 6.365 Tonnen im vergangenen Jahr zu. Ab 2027 ist geplant, eine stabile jährliche Produktionskapazität von 10.000 Tonnen zu etablieren.

sofiakim218@korea.kr