Am 7. April wurde der „Seoul Mind Convenience Store“ in Songpa offiziell eröffnet ⓒ Macheon Municipal Social Welfare Center
Von Hong Angie
Es ist ein Zeitalter, in dem es gewöhnlich geworden ist, allein zu essen. Aber es gibt Menschen, die sich beim Alleinsein einsam und isoliert fühlen.
Daher richtet die Stadtregierung Seoul in Seoul 19 „Seoul Mind Convenience Stores“ ein, in denen sich isolierte Bürger in Ruhe erholen und mit anderen Menschen in Kontakt kommen können. In Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen bieten diese Convenience-Stores verschiedene Programme an, um die emotionale Erholung der Bürger zu fördern
Am 20. Mai unterhält sich Su-jin Jeong, Sozialarbeiterin von Macheon sozialer Einrichtung im „Seoul Mind Convenience Store“ in Songpa mit Bürgerinnen und Bürgern ⓒ Hong Angie/korea.net
Ramyeon als Brücke zu sozialen Kontakten
„Es scheint, als würden wir hier einfach kostenlos Ramyeon anbieten, tatsächlich betreiben wir jedoch eine Einrichtung, in der wir sozial isolierte und einsame Bürgerinnen und Bürger identifizieren und mit der Gesellschaft verbinden", sagte Su-jin Jeong, Sozialarbeiterin von Macheon sozialer Einrichtung in Songpa-gu, Seoul.
Tatsächlich werden die „Seoul Mind Convenience Stores“ von denjenigen besucht, die bei der Arbeit Einsamkeit empfinden oder aufgrund der Pflege von Familien von der Gesellschaft isoliert sind. Viele Besucher berichteten, dass ihnen der Besuch einer sozialen Einrichtung zunächst etwas unangenehm erschien. Aber dank des vertrauten Namens „Convenience Store“ hätten sie die Einrichtung ohne große Hemmungen betreten können.
Auffällig ist der hohe Anteil von Menschen mittleren und höheren Alters unter den Besuchern. Sozialarbeiterin Jeong erklärte: „Viele Menschen dieser Altersgruppen finden es schwierig, Hilfe in Anspruch zu nehmen. An alltäglichen Orten fällt es ihnen leichter, sich zu öffnen, als in sozialen Einrichtungen.”
„Es gab eine Person, die fragte, ob hier auch Gimbap verkauft wird, und die dann natürlich begann, über ihre innersten Gefühle zu sprechen. Daher habe ich gedacht, dass dieser Ort an sich eine Kraft hat, einsame Menschen anzuziehen”, fügte sie hinzu.
Foto: Der Innenraum von „Seoul Mind Convenience Store“ in Songpa, Seoul ⓒ Hong Angie/korea.net
Ort der Erholung und Begegnung
In den „Seoul Mind Convenience Stores“ gibt es Einzeltische und -sitzplätze, die es ermöglichen, sich allein auszuruhen und behutsam auf Fremde zuzugehen.
Das in den Convenience Stores bereitgestellte Ramyeon dient auch als ein Mittel, Gespräche zu eröffnen.
Dabei werden maßgeschneiderte Programme angeboten, wie Programme zur körperlichen und geistigen Erholung oder zur Unterstützung zum Rückkehr zum Alltagsleben.
Sozialarbeiterin Jeong sagte: „Ich hoffe, dass die „Seoul Mind Convenience Stores“ einen Ausgangspunkt legen und die einsamen Menschen mit der Gesellschaft verbinden können.”
Die Stadtregierung Seoul plant, die Zahl der „Seoul Mind Convenience Stores“ bis Ende dieses Jahres auf 25 zu erhöhen.
shong9412@korea.kr