Am 22. Februar nehmen koreanische Athletinnen und Athleten in Mailand, Italien, an der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Korea House teil
Von Margareth Theresia | Fotos: Koreanisches Olympisches Komitee
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo gingen am 22. Februar mit der Abschlussfeier zu Ende. Vom 6. bis zum 22. Februar kämpften etwa 2.900 Athletinnen und Athleten aus 92 Ländern um die Medaillen.
Aus der Republik Korea nahmen 71 Athletinnen und Athleten an den sechs Disziplinen teil und gewannen insgesamt zehn Medaillen (drei Gold, vier Silber und drei Bronze). Korea belegte in der Gesamtwertung den 13. Platz und verbesserte sich damit im Vergleich zu den letzten Olympischen Winterspielen in Peking (Platz 14) um einen Rang, womit das Land seine Wettbewerbsfähigkeit erneut bewies.
Bei diesem Wettkampf erzielte Korea nicht nur im Eissport, seiner traditionellen starken Disziplin, sondern auch im Schneesport bedeutende Fortschritte. Die koreanische Mannschaft gewann im Eissport zwei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen.
Im Schneesport kamen jeweils eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille hinzu, womit Korea die Möglichkeit der Diversifizierung der Wettbewerbsdisziplinen zeigte.
Am 18. Februar posieren koreanische Shorttrack-Läuferinnen (von links: Shim Sukhee, Noh Dohee, Lee Soyeon, Kim Gilli und Choi Minjeong) für ein Erinnerungsfoto nach ihrem Sieg in der 3000-m-Shorttrack-Staffel der Frauen
Alle Medaillen in den Eisdisziplinen stammten aus dem Shorttack. Im Vergleich zu den letzten Olympischen Spielen kam eine Bronzemedaille hinzu.
Die koreanische Shorttrack-Läuferin Kim Gilli, die eine Bronzemedaille im 1000-Meter-Shorttrack der Frauen, eine Goldmedaille in der 3000-m-Shorttrack-Staffel der Frauen und eine weitere Goldmedaille über 1500 Meter gewann, wurde von den Journalisten zur besten Sportlerin ausgewählt.
Die Shorttrack-Legende Choi Min-jeong war mit einer Silbermedaille über 1500 m und einer Goldmedaille in der 3000-m-Shorttrack-Staffel der Frauen das Rückgrat des Teams. Mit diesen zwei Medaillen bei diesem Wettbewerb stellte sie mit insgesamt sieben olympischen Medaillen einen neuen Rekord für die meisten Medaillen einer koreanischen Athletin auf.
Die koreanische Mannschaft der Männer holte sich in der 5000-m-Staffel eine Silbermedaille. Die Shorttrack-Läufer Rim Jongun und Hwang Daeheon setzten jeweils mit einer Bronzemedaille (über 1000 m) und einer Silbermedaille (über 1500 m) die Medaillenserie fort.
Darüber hinaus wurde bei diesen Olympischen Spielen in den Schneedisziplinen ein neuer Meilenstein gesetzt. Zum ersten Mal in der koreanischen Geschichte wurden mehr als zwei Medaillen im Ski und Snowboard gewonnen.
Choi Gaon, die koreanische Snowboarderin, holte sich die erste Goldmedaille im Schneesport. Darüber hinaus schrieb sie eine neue Geschichte als die jüngste Olympiasiegerin im Snowboard-Halfpipe der Frauen.
Snowboarder Kim Snagkyum (Silber im Parallel-Riesenslalom Männer) und Snowboarderin Yu Seungeun (Bronze im Snowboard Big Air Frauen) führten den Aufschwung mit an.
Die koreanische Snowboarderin Choi Gaon (links) gewann zum ersten Mal in der koreanischen Geschichte die Goldmedaille in den Schneedisziplinen. Kim Gilli (rechts) wird von den ausländischen Journalisten zur besten Sportlerin gewählt
Es gibt auch Athletinnen und Athleten, die zwar keine Medaillen gewannen, aber vielversprechende Leistungen erreichten.
Cha Junhwan, der koreanische Eiskunstläufer, belegte im Eiskunstlauf der Männer mit nur 0,98 Punkten Rückstand den vierten Platz hinter Shun Satō aus Japan. Damit übertraf Cha die bisherige beste Platzierung eines koreanischen Eiskunstläufers bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking.
Obwohl Lee Chaeun im Snowboard-Halfpipe der Männer den sechsten Platz belegte, ist es ihm als dem ersten Snowboarder weltweit gelungen, den “Triple Cork 1620” erfolgreich zu zeigen.
Der koreanische Bobsportler Won Yun-jong (links) und Johanna Talihärm, die estnische Biathletin, posieren am 19. Februar im Athletendorf der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo für ein Erinnerungsfoto, nachdem sie als Athletenvertreter des IOC-Athletenkomitees ausgewählt wurde
Es gibt auch gute Nachrichten im Bereich der Sportdiplomatie.
Kim Jae-youl, Präsident der Internationalen Eislaufunion (ISU), wurde als Exekutivmitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt.
Der koreanische Bobsleigh-Legende Won Yun-jong belegte bei der Wahl zum IOC-Athletenkomitee den ersten Platz und wurde als Athletenvertreter für die nächsten acht Jahre ausgewählt. Damit kann Korea seinen Einfluss auf der Bühne des internationalen Sports weiter festigen.
Die nächsten Olympischen Winterspiele werden im Jahr 2030 in Frankreich stattfinden.
margareth@korea.kr