Kultur

04.08.2026

K-Kultur ist längst mehr als ein vorübergehender Trend und inzwischen im Alltag der Menschen weltweit angekommen. Korea.net analysiert die Faktoren für die Beliebtheit von K-Inhalten in fünf Bereichen, darunter Musik, Filme, Kulinarik, Beauty und Literatur.

Am 9. Februar 2020 posiert das Produktionsteam des Films „Parasite“ im Dolby Theatre in Los Angeles in den USA bei den 92. Academy Awards für ein Erinnerungsfoto zur Feier der Auszeichnungen ⓒ Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Am 9. Februar 2020 posiert das Produktionsteam des Films „Parasite“ im Dolby Theatre in Los Angeles in den USA bei den 92. Academy Awards für ein Erinnerungsfoto zur Feier der Auszeichnungen ⓒ Academy of Motion Picture Arts and Sciences



Von Yoo Yeon Gyeong

„Wie hat K-Film die internationale Filmbranche erobert?“

Diese Frage stellte „K-Everything“, die Originalserie von CNN, in ihrer zweiten Episode „K-Film“. Als Antwort darauf verwies die Serie auf die Kraft des koreanischen Storytellings – und nicht auf spektakuläre Filmtechnik oder enorme Produktionsbudgets.

Der K-Film fand mit Geschichten, die tief in der koreanischen Kultur verwurzelt sind, weltweit Resonanz. Die durch die rasante Industrialisierung, Demokratisierung und das Wirtschaftswachstum entstandenen Konflikte und der Wettbewerb zwischen den gesellschaftlichen Schichten, die Veränderungen in der Gemeinschaft sowie die Erinnerungen an Schmerz und Heilung gehören zu den Themen, mit denen sich der koreanische Film kontinuierlich auseinandersetzte.

CNN sieht den Erfolg des K-Films nicht als Leistung einzelner Regisseure oder bestimmter Filme, sondern als Ergebnis eines über Jahrzehnte gewachsenen kreativen Ökosystems und einer soliden industriellen Grundlage. Die Kombination aus hochqualifizierten Filmschaffenden und einer Investitionsstruktur, die neue Ansätze unterstützt, schuf die Wettbewerbsfähigkeit des koreanischen Films.

Von links: Filmproduzent Syd Lim, Schauspieler Choi Min-sik, Filmregisseur Park Chan-wook und Kameramann Chung Chung-hoon beim 57. Festival von Cannes im Jahr 2004. Der koreanische Film „Oldboy“ gewann dort den Grand Prix ⓒ Media Library von Festival de Cannes

Von links: Filmproduzent Syd Lim, Schauspieler Choi Min-sik, Filmregisseur Park Chan-wook und Kameramann Chung Chung-hoon beim 57. Festival von Cannes im Jahr 2004. Der koreanische Film „Oldboy“ gewann dort den Grand Prix ⓒ Media Library von Festival de Cannes


Insbesondere in der Filmbranche spielten die langfristigen Investitionen und die Unterstützung von Unternehmern, die als „Cultural Architects“ bezeichnet werden, eine wichtige Rolle. Dies legte den Grundstein für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des koreanischen Films.

Während der K-Film „Oldboy“ vom Filmregisseur Park Chan-wook beim Cannes Film Festival im Jahr 2004 den „Grand Prix” gewonnen hatte, wurde der K-Film „Parasite” vom Filmregisseur Bong Joon-ho im Jahr 2020 bei den 92. Academy Awards mit Preisen in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Bester internationaler Film ausgezeichnet. Damit stieg der K-Film in die Weltspitze auf.

Nach dem Erfolg des Films „Parasite“ nahm die Wettbewerbsfähigkeit des koreanischen Films weiter zu. Laut dem Korean Film Council stieg der Exportwert fertiggestellter koreanischer Filme im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 19,9 Prozent auf 50,28 Millionen US-Dollar.

Laut der am 27. Februar vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus veröffentlichten „Content Industry Survey 2025“ erreichte das Exportvolumen von K-Inhalten im Jahr 2024 mit 14,07 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand ⓒ Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus

Laut der am 27. Februar vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus veröffentlichten „Content Industry Survey 2025“ erreichte das Exportvolumen von K-Inhalten im Jahr 2024 mit 14,07 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand ⓒ Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus


Die Leistungen des K-Films führten zum Wachstum der koreanischen Inhalte-Industrie. Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus gab am 27. Februar mit der „Content Industry Survey 2025“ bekannt, dass das Exportvolumen von K-Inhalten im Jahr 2024 mit einem Anstieg von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr 14,07 Milliarden US-Dollar betrug und damit ein Rekordhoch erreicht wurde.

Daher plant die koreanische Regierung, die Maßnahmen zur Schaffung eines nachhaltigen kreativen Ökosystems durch die Förderung junger Kreativer, die Weiterentwicklung der Produktionsinfrastruktur und den Ausbau internationaler Koproduktionen fortzusetzen, um den Aufwärtstrend in der Branche weiter voranzutreiben.

dusrud21@korea.kr

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