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Über Korea

Gesellschaft

Südkoera – Überblick

Südkoera – Überblick

Südkoera – Überblick

Südkorea – ein Überblick

Geografie und Topografie

Die koreanische Halbinsel (33˚-43˚ Breitengrad; 124˚-132˚ Längengrad) liegt im Zentrum von Nordostasien. China ist der westliche und Japan der östliche Nachbar. Die Halbinsel ist 950 km lang und 540 km breit und umfasst insgesamt 223.405 km 2 , davon entfallen 100.283, 9 km 2 auf Südkorea (2014). Im Norden ist die Halbinsel mit dem asiatischen Kontinent verbunden. Die Landschaft Koreas ist zu 70% gebirgig, aber nur 15% der Berge sind höher als 1.000 m, 65% der Berge sind niedriger als 500 m.

Der östliche Teil des Taebaeksan-Gebirges, das als das Rückgrat der koreanischen Halbinsel bezeichnet wird, ist höher als der westliche. Alle Flüsse entspringen in den hohen Bergen im Osten und münden in das West- und Südmeer. Die Ebenen in den Flusstälern eignen sich sehr gut für den Getreideanbau.

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Südkorea im Überblick

Name des Landes: Republik Korea
Hauptstadt: Seoul (seit 1394)
Nationalhymne: Aegukga
Nationalflagge: Taegeukgi
Nationalblume: Mugunghwa (Rose von Sharon)
Sprache: Koreanisch; Hangeul
Größe der koreanischen Halbinsel: 223.405 ㎢
(einschließlich Nordkorea)
Südkorea: 100.283,9 ㎢ (2014)
Geografische Lage: Koreanische Halbinsel (lat. 33˚-43˚; long. 124˚ – 132˚)
Standardzeit: 9 Stunden vor Greenwich Mean Time
Bevölkerung: 51, 33 Millionen (2014)
Politisches System: Demokratie, Präsidialsystem
Präsidentin: Park Geun-hye (seit 2013)
Wirtschaftlicher Indikator (2014)
- BIP: 1.449,5 Milliarden US$
- BNE pro Kopf: 28.180 US$
- BIP-Wachstumsrate: 3,3%
Währung: Won (US$ 1 = 1.099,3 Won; freier Wechselkurs)




Four Seasons of Korea. 1. Spring of Baraebong in Jirisan Mountain; 2. Summer of Garibong Valley in Seoraksan Mountain; 3. Autumn of Gayasan

Vier Jahreszeiten in Korea
1. Frühling in Baraebong, Berg Jirisan
2. Sommer im GaribongTal, Berg Seoraksan
3. Herbst, Berg Gayasan
4. Winter auf dem Jeseokbong-Gipfel des Jirisan-Berges
(Quelle: Nationalpark Korea)



Das Klima, das maßgeblich durch den gebirgigen Ostteil der Halbinsel geprägt ist, hat die Lebensgewohnheit der Menschen stark geprägt. Diejenigen, die im östlichen Hochgebirge leben, müssen im Hinblick auf Transportmöglichkeiten so manche Unbequemlichkeit in Kauf nehmen, da der Osten im Vergleich zum Westen des Landes weniger entwickelt ist. Das hat aber wiederum den Vorteil, dass die Natur dort ursprünglicher geblieben ist. Deshalb ist der gebirgige Osten des Landes für viele heute ein beliebtes Reiseziel.

Die Ostküste Koreas verläuft ziemlich geradlinig. Das Auf und Ab der Gezeiten macht nur eine Differenz von 30 cm aus. Das Meer ist entlang der Küste an den meisten Stellen tiefer als 1.000 m. Nach den Messungen des Instituts für Hydrografik und Ozeanografie Korea liegt die tiefste Stelle des Ostmeers im Norden der Insel Ulleungdo. Dort ist das Meer 2.985 m tief. Im Gegensatz dazu ist das Westmeer flach, wodurch die Entstehung eines ausgedehnten Wattenmeeres begünstigt wurde.

Der tiefste Teil nahe der Inseln Gageodo, Sinan-gun und Jeollanam-do ist nur 124 m tief. Der Gezeitenhub beträgt dort sieben bis acht Meter. Die Südküste ist eine stark zerrklüftete Senkungsküste. Der Küste im Westen und Süden sind mehr als 3.000 meistens kleine Inseln vorgelagert. Es gibt wunderschöne Strände rund um die koreanische Halbinsel und erstklassige touristische Einrichtungen.

Vier Jahreszeiten

Die koreanische Halbinsel liegt in einer gemäßigten Klimazone. Während der vier sehr ausgeprägten Jahreszeiten ist das Wetter höchst unterschiedlich. Das Land hat ein kontinentales Klima, was bedeutet, dass es große Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter gibt. Die Sommer sind heiß und feucht, die Winter kalt und trocken. Während der letzten dreißig Jahre lagen die Sommertemperaturen durchschnittlich zwischen 20,5 und 26,1°C, im Winter fiel das Thermometer auf minus 2,5 bis minus 5,7 °C.

Ende Juni/Juli beginnt die Regenzeit, der sich eine Hitzeperiode anschließt. Der August ist der heißeste Monat mit subtropischen Temperaturen. Die meisten Menschen nehmen ihren Urlaub im Sommer.

Während der Hochsaison fahren mehr als eine Million Koreaner unter anderem an die beliebten Strände Haeundae bei Busan, Gyeongpodae bei Gangneung und Daecheon an der Westküste. Beliebte Wintersportarten sind Ski – und Schlittschuhlaufen.

Viele Skigebiete liegen in der Provinz Gangwon-do. Im Winter fallen dort oft 50 bis 60 cm Schnee innerhalb von ein bis zwei Tagen. Im Frühling und Herbst liegen die Tagestemperaturen zwischen 15 bis 18 °C. Während dieser Zeit ist der Himmel klar, das Wetter ist freundlich und angenehm, sodass viele Menschen ihre Freizeit gern im Freien verbringen, Sport treiben oder verreisen.

Aufgrund der globalen Klimaerwärmung verändert sich das Wetter auch auf der koreanischen Halbinsel insofern, als es immer subtropischer wird. Im Sommer steigen die Temperaturen oft bis über 35 °C. Im Frühling blühen die Azaleen und Forsythien früher als sonst. Während der letzten vier bis fünf Jahre wurden klimabedingt neue Rekordtemperaturen gemessen.

Im Dezember 2010 herrschte 39 Tage lang eine Kältewelle, die bis in den Januar des nachfolgenden Jahres andauerte. In Donghae und Pohang gab es die heftigsten Schneefälle seit 79 Jahren. Im Juli 2011 wurde in Seoul und Umgebung die höchste Regenmenge seit Aufzeichnung meteorologischer Daten gemessen.

Aus den Wetteraufzeichnungen geht hervor, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur auf der koreanischen Halbinsel während des letzten Jahrhunderts um 1,5 Grad Celsius angestiegen ist. Noch vor zehn Jahren war es normal, dass es alle drei bis vier Tage einen Wechsel von kalten und warmen Tagen gab. Das hat sich geändert.

Auch ist zu beobachten, dass wegen der ansteigenden Temperaturen einige Baum- und Pflanzenarten wie Apfelbäume oder Teepflanzen nur noch im hohen Norden gedeihen. Ein weiteres Indiz für die globale Erderwärmung ist die Tatsache, dass sich Fische, die eigentlich in subtropischen Gewässern leben, inzwischen an den Küsten der koreanischen Halbinsel angesiedelt haben. Forscher haben sogar Korallenriffe in der Nähe von Busan entdeckt, und es gibt auch immer mehr subtropische Meerespflanzen in der Nähe der Insel Jeju.

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König Sejong der Große Sejong war der vierte König der JoseonDynastie. Er hat Großes geleistet auf den Gebieten der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Verteidigung, der Kunst und Kultur. Eine seiner größten Leistungen war die Schaffung des Hangeul (1444), eines leicht zu erlernenden, effizienten und wissenschaftlichen Alphabets. König Sejong wird von den Koreanern als einer der größten Könige Koreas verehrt.



Bevölkerung

Archäologen sind der Auffassung, dass sich bereits im Paläolithikum (Altsteinzeit), also etwa 700.000 v.Chr., die ersten Menschen auf der koreanischen Halbinsel niederließen. Heute leben 51,33 Millionen Menschen (2014) in Südkorea, 49,4 Prozent davon in Seoul und Umgebung.

Korea hat eine sehr niedrige Geburtenrate. Das wird von der Regierung als ein ernstes Problem angesehen. Sie fiel 2005 auf ein Rekordtief von 1,08 Kindern pro verheiratetes Paar. 2013 ist die Geburtenrate auf 1,19 Kinder pro verheiratetes Paar leicht gestiegen, da die Regierung bestimmte Maßnahmen ergriffen hat. Allerdings liegt sie immer noch unter dem globalen Durchschnitt (1,71 Kinder im Jahr 2012).

Koreaner haben eine Lebenserwartung von 81,3 Jahren (2010); die durchschnittliche Lebenserwartung der OECD-Länder liegt bei 80,2 Jahren. Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts verließen viele Koreaner ihr Land. Anfangs ließen sie sich meistens in China, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika nieder, Mitte des 20sten Jahrhunderts kamen noch viele andere Länder hinzu.

2013 lebten etwa 7,01 Millionen Koreaner im Ausland, davon 2,57 Millionen in China, 2,09 Millionen in den USA, 0,89 Millionen in Japan und 0,61 Millionen in Ländern der EU.

Seit 2011 ist die Zahl der Einwanderer nach Korea höher als die der Auswanderer. Schon seit dem Jahr 2000 kommen immer mehr Ausländer in das Land, um dort zu leben und zu arbeiten. 2014 sind laut Statistik 407.000 Ausländer nach Korea gereist.

41,4 Prozent gaben an, der Arbeit wegen nach Korea gekommen zu sein, 19,8% wollten sich nur kurzfristig im Land aufhalten, 6,4% beabsichtigten für längere Zeit oder dauerhaft in Korea zu bleiben, 6,0% kamen als Touristen und 5,2% nahmen in Korea ein Studium auf. In letzter Zeit kamen viele Ausländer aus verschiedenen Gründen wie Heirat, Arbeit oder Studium nach Korea.

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Weltausstellung in Schanghai 2010
Der südkoreanische Pavillon, dekoriert mit Konsonanten und Vokalen des Hangeul-Alphabets



Die Sprache und das Alphabet

Für die meisten Linguisten gehört die koreanische Sprache zur Familie der Altai-Sprachgruppe. Das koreanische Alphabet heißt Hangeul. König Sejong (1397 - 1450), der vierte Herrscher der Joseon-Dynastie, ließ es von einer Gruppe Gelehrter erarbeiten. Die Koreaner sind sehr stolz auf diese Leistung.

Hangeul ist leicht zu lernen und zu schreiben. Es besteht aus 14 Konsonanten (ㄱㄴㄷㄹㅁㅂㅅ ㅇㅈㅊㅋㅌㅍㅎ) und 10 Vokalen (ㅏㅑㅓㅕㅗㅛ ㅜㅠㅡㅣ). Man kann alle Laute mit Hilfe dieses Alphabets ausdrücken.

Die UNESCO verleiht jedes Jahr den „König-SejongAlphabetisierungspreis“ an Menschen, die sich für die Bekämpfung des Analphabetismus einsetzen. Die Tatsache, dass „König Sejong“ Namensbestandteil des Preises ist, zeigt, dass die gegenwärtigen Bemühungen der Forscher um die Weiterentwicklung des Hangeul auch international als eine große wissenschaftliche Leistung angesehen werden.

Die Nationalflagge (Taegeukgi)

Die Nationalflagge besteht aus einem roten und einem blauen Taegeuk-Muster in der Mitte und vier schwarzen Trigrammen an jeder Seite vor einem weißen Hintergrund. Der weiße Hintergrund ist das Symbol für die Reinheit und Friedfertigkeit der Koreaner. Das Taegeuk-Muster steht symbolisch für Yin und Yang (d.h., es liegt die Idee zugrunde, dass alle Dinge des Universums durch das Zusammenspiel von Yin und Yang entstehen und sich weiterentwickeln). Die vier Trigramme zeigen durch die Anordnung ihrer Zeichen die Veränderungen und die Entwicklung von Yin und Yang an („taegeukgi_symbol_yin.png „ steht für Yin und “ taegeukgi_symbol_yang.png ” für Yang; taegeukgi_symbol3_geongwae.png [Geongwae] Himmel; taegeukgi_symbol4_gongwae.png [Gongwae] Erde; taegeukgi_symbol5_gamgwae.png [Gamgwae] Wasser und taegeukgi_symbol6_igwae.png [Igwae] Feuer). Die das Taegeuk umgebenden vier Trigramme stehen in Harmonie zueinander. Das Taegeuk-Muster wurde schon im Alltag der Vorfahren gern verwendet. Die Nationalflagge, deren Mitte das Taegeuk-Muster aufweist, symbolisiert nicht nur das Universum, sondern auch das Ideal des Strebens der koreanischen Nation nach Kreativität und Wohlstand.

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Die Nationalhymne (Aegukga)

Die Nationalhymne wurde 1935 von Ahn Eak-tai komponiert, der einen Text zu Beginn des 20. Jahrhundertsvertonte. Die Hymne ist eit der Gründung der Republik Korea im August 1948 offiziell die Nationalhymne des Landes. Vorher wurde der gleiche Text zu der Melodie von Auld Lang Syne gesungen.

Die Mugunghwa (Sharonrose)

Die Mugunghwa steht symbolisch für die charakteristischsten Eigenschaften der Koreaner: Zuverlässigkeit, Innerlichkeit, Beharrlichkeit. Im späten 9. Jahrhundert sprachen die Chinesen von Korea als dem „Land der Mugunghwa“.

Das koreanische Wort „Mugunghwa“ bedeutet wörtlich übersetzt „nie verwelkende Blume“. In einer Zeile der Nationalhymne heißt es: „Dreitausend herrliche Flüsse und Berge bedeckt mit den Blüten der Mugunghwa“. Die Mugunghwa ist auch in dem Emblem der Regierung und der Nationalversammlung zu erkennen.

Das politische System

Korea hat das Präsidialsystem übernommen, d.h. der Präsident wird für eine fünfjährige Amtszeit direkt vom Volk gewählt. Die gegenwärtige Präsidentin Park Geun-hye wurde im Dezember 2012 gewählt; ihre Amtszeit begann am 25. Februar 2013. Die Regierung ruht auf drei Säulen, der Exekutiven, der Legislativen, bestehendaus 300 Mitgliedernder Nationalversammlung, die alle vier Jahr gewählt werden, und der Judikativen, zu der 14 Oberste Richter gehören, die sechs Jahre im Amt sind. Es gibt 17 Regional- und 227 Kommunalverwaltungen, deren Mitglieder für jeweils vier Jahre gewählt werden.

Teilung des Landes

Seit 1948 gibt es zwei koreanische Staaten mit einer jeweils eigenen Regierung, die nach internationalem Recht als zwei Staaten anerkannt sind, die Republik Korea und die Demokratische Volksrepublik Korea. Im September 1991 wurden beide Staaten gleichzeitig Mitglieder der Vereinten Nationen. Südkorea betrachtet Nordkorea jedoch als Teil der Republik Korea und hat das auch so in seiner Verfassung verankert.

Behandelte Themen

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