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Kultur

Parasite setzt neuen Standard bei den Oscars

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Bong Joon-ho, Regisseur des Films „Parasite“, zitiert am 9. Februar seinen langjährigen Helden, den amerikanischen Regisseur Martin Scorsese, als er bei der 92. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Los Angeles seine Dankesrede für den besten Regisseur hielt. ⓒ Yonhap News


Von Lee Hana und Min Yea-Ji

„In einer Welt nach Parasite kann der Gewinner in der Kategorie ‚Bester Film‘ von überall her kommen.“

Nachdem der Regisseur Bong Joon-ho bei der diesjährigen Oscar-Verleihung vier Oscars, darunter in der Königskategorie „Bester Film“, abgeräumt hat, publizierte die New York Times am 10. Februar auf ihrer Titelseite einen Artikel über die südkoreanische Gesellschaftssatire.

Mit der Überschrift „Parasite schreibt Geschichte bei den Oscars“ lobte die Zeitung den Regisseur Bong und schrieb, dass er mit vier Oscar-Auszeichnungen als neuer Oscar-Standard eine neue Ära einläutete.

Am 9. Februar wurde der Sieg von Bong in Los Angeles von den meisten US-Medien als Eilmeldungen geliefert, wobei die Titelseiten der wichtigsten Tageszeitungen mit einer entsprechenden Berichterstattung versehen wurden.

Die Los Angeles Times veröffentlichte am 9. Februar einen Artikel mit dem Titel „Wie Parasite als erster nicht-englischer Film den Oscar in der Königskategorie Bester Film Oscar-Geschichte schrieb“.

„Parasite wurde von Rezensenten hoch gelobt und gewann im Dezember eine Reihe von Kritiker-Gruppenpreisen. Aber die unvorhersehbare, unterhaltsame und letztendlich verheerende Geschichte zweier Familien auf den gegenüberliegenden Seiten der Klassenunterschiede löste auch eine tiefe, öffentlich bekannte Hingabe bei Fans, Newcomern und Mitgliedern von #BongHive aus“, so hieß es.

Filmzeitschriften gratulierten und lobten auch den Film und den Regisseur Bong.

Der Hollywood Reporter wählte in einer Liste der 15 denkwürdigsten Oscar-Momente die Siege von Parasite und Bongs Dankesreden als die Höhepunkte der Nacht aus und nannte ihn „wohl den größten Gewinner des Abends“.


Bong Joon-ho, Regisseur des Films „Parasite“, umarmt am 9. Februar Noah Baumbach, nachdem Bong bei der 92. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Los Angeles den Oscar für das beste Originaldrehbuch gewonnen hatte. ⓒ CJ E&M


Die New York Post nannte Bong sogar einen „Heiligen“. Am 10. Februar veröffentlichte die Tageszeitung den Artikel „Oscars 2020: Bong Joon-ho ist ein Heiliger“ und lobte ihn für seine bewegende Rede bei der Entgegennahme der Auszeichnung als bester Regisseur, in der er seinen Respekt und seine Bewunderung für die anderen Nominierten zum Ausdruck brachte.


„Sicher, es ist üblich, sich bei den Mitbewerbern zu bedanken, aber haben Sie jemals einen Verlierer gesehen, der echte Freudentränen weint? Das hat Bong mit dem Kandidaten Martin Scorsese gemacht", schrieb die Tageszeitung.

CNN schrieb am 10. Februar in einem Artikel mit dem Titel „Parasite beherrscht die Oscars in einer historischen Nacht“, dass der Film am Sonntag die Bühne betrat, um die Auszeichnung für den besten Film entgegenzunehmen und eine große Nacht abzuschließen. Es sei auch eine bedeutende Nacht für das globale Kino, hieß es.

hlee10@korea.kr

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