Essen/Reisen

06.08.2026

K-Kultur ist längst mehr als ein vorübergehender Trend und inzwischen im Alltag der Menschen weltweit angekommen. Korea.net analysiert die Faktoren für die Beliebtheit von K-Inhalten in fünf Bereichen, darunter Musik, Filme, Kulinarik, Beauty und Literatur.


Von Kang Gahui

#KoreanFood #Delicious

K-Food verbreitet sich dank Algorithmen weltweit. Während sich K-Food früher darauf konzentrierte, traditionelle koreanische Gerichte wie Kimchi, Bulgogi und Bibimbap weltweit bekannt zu machen, kreieren Verbraucher weltweit heute mit koreanischen Zutaten und Rezepten neue Kombinationen und entwickeln neue Formen der Esskultur.

Auf sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram und YouTube sorgen immer wieder verschiedene Rezepte mit koreanischen Zutaten für Aufsehen. K-Food geht längst über das bloße Essen hinaus und etablierte sich als Content, bei dem Menschen gemeinsam Gerichte zubereiten und genießen.

TikTok-Beiträge von Logan Moffitt, einem Creator von Mukbang-Videos mit koreanischen Gerichten, über das Rezept für Gurkensalat ⓒ TikTok-Konto von Logan Moffitt (@logagm)

TikTok-Beiträge von Logan Moffitt, einem Creator von Mukbang-Videos mit koreanischen Gerichten, über das Rezept für Gurkensalat ⓒ TikTok-Konto von Logan Moffitt (@logagm)


Ein Beispiel dafür ist das Gurkensalat-Rezept des Mukbang-Creators Logan Moffitt. Das Rezept aus dünn geschnittenen Gurken, die mit Sesamöl, Sojasoße, Chiliöl und Gewürzen vermengt werden, wurde auf TikTok millionenfach aufgerufen und erfreute sich großer Beliebtheit. Mit der Verbreitung des Rezepts waren Gurken in Island sogar vorübergehend ausverkauft.

Verbraucher im Ausland interpretieren K-Food auf ihre eigene Weise neu, indem sie vertrauten lokalen Gerichten koreanische Pasten und Soßen wie Sojasoße, Gochujang und Ssamjang hinzufügen.

Unter ausländischen Touristen in Korea werden zunehmend neue Kombinationen von Convenience-Store-Produkten beliebt. Neben „Bananenmilch-Kaffee“, einer Mischung aus Bananenmilch und Kaffee, gehen auch verschiedene „Convenience-Store-Rezepte“ mit Becher-Ramen, Dreieck-Gimbap und Fertiggerichten in den sozialen Medien viral und entwickeln sich zu neuen K-Food-Inhalten.

Verschiedene „Convenience-Store-Rezepte“ in den sozialen Medien. Screenshot aus einem YouTube-Video ⓒ YouTube-Screenshot

Verschiedene „Convenience-Store-Rezepte“ in den sozialen Medien. Screenshot aus einem YouTube-Video ⓒ YouTube-Screenshot


Laut den am 5. Juli vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Raum veröffentlichten Daten stieg das Exportvolumen von K-Food im ersten Halbjahr dieses Jahres um 5 % gegenüber dem Vorjahr auf 538 Millionen US-Dollar.

Das Wachstum setzte sich nicht nur in den USA und China, sondern auch in aufstrebenden Märkten wie dem Nahen Osten (25,2 %), Lateinamerika (19,5 %) und Europa (17,9 %) deutlich fort.

Jun Ki Chan, Leiter der Abteilung für Lebensmittelexporte bei der Korea Agro-Fisheries & Food Trade Corp., sagte: „Die virale Kultur in den sozialen Medien entfaltet eine stärkere Wirkung als jede Unternehmenswerbung.”

Sie führe zu steigenden Exporten koreanischer Lebensmittel und einer Ausweitung ihrer Vertriebsnetze.

Er erklärte: „Es ist der Trend zu beobachten, dass ausländische Touristen nach ihrer Rückkehr aus Korea K-Food, das sie in koreanischen Convenience-Stores oder Restaurants kennengelernt haben, über Direktbestellungen oder in örtlichen Supermärkten regelmäßig nachkaufen.“

„Die direkten Erfahrungen in Korea führen dazu, dass K-Food auch im Alltag der Menschen vor Ort konsumiert wird und immer stärker Teil ihres Lebens wird“, fügte er hinzu.

kgh89@korea.kr

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