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Über Korea

Kultur und Künste

Musik und Tanz

Musik und Tanz

Musik und Tanz dienten der religiösen Verehrung. Diese Tradition wurde während der Zeit der Drei Königreiche fortgeführt.

In dieser Zeit wurden mehr als 30 Musikinstrumente gespielt. Besonders erwähnenswert ist die Hyeonhakgeum (schwarze Kranich-Zither), die Wang San-ak aus dem Goguryeo-Reich baute. Als Vorlage diente die siebensaitige Zither aus der chinesischen Jin-Dynastie. Ebenfalls erwähnenswert ist die Gayageum (Gaya-Zither), die während der Gaya-Zeit (42-562) populär war. Die zwölfsaitige Gayageum wird auch heute noch in Korea gespielt.

Das Goryeo-Reich folgte in seinen früheren Jahren der musikalischen Tradition des Silla-Reiches, später entwickelte es jedoch verschiedene Stilrichtungen. Es gab drei Arten von Musik im Goryeo-Reich: Dangak, Musik der chinesischen Tang-Dynastie, Hyangak oder Dorfmusik und Aak oder Hofmusik. Teile der Goryeo-Musik wurden in der Joseon-Zeit übernommen und werden auch heute noch bei Zeremonien, speziell zur Ahnenverehrung, gespielt. Wie in der Musik übernahm man während des Goryeo-Reichs auch im Bereich des Tanzes zunächst die Tradition der Drei Königreiche. Später bereicherte man die Musik- und Tanzdarbietungen durch die Einführung von Hoftänzen und religiösen Tänzen aus der chinesischen Song-Dynastie.

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Während der Joseon-Zeit war die Musik ein wesentliches Element bei Ritualen und Zeremonien. Zu Beginn des Joseon-Reichs gründeten die Koreaner zwei Einrichtungen, die sich mit Musik beschäftigten und bemühten sich, musikalische Aufzeichnungen zusammenzustellen.

Auf Grund dieser Bemühungen wurde 1493 ein Verzeichnis der Musik, Akhakgwebeom, erstellt. Es unterteilte die Musik, die am Hof gespielt wurde, in drei Kategorien: zeremonielle Musik, chinesische Musik und heimische Lieder. Insbesondere während der Regentschaft König Sejongs wurden die Partituren für einzelne Musikinstrumente neu geschrieben. Neben der Hofmusik pflegte man die Traditionen der Dangak und Hyangak weiter.

Percussion-Instrumente für Samulnori

samulSamulnori ist ein aus vier verschiedenen Instrumenten bestehendes Percussion-Ensemble : Kkwaenggwari (kleiner Metall-Gong), Jing (großer Metall-Gong), Janggo (Stundenglasstrommel) und Buk (Fasstrommel).

Kkwaenggwari
Kkwaenggwari

Pungmul janggu
Pungmul janggu

Soribuk
Soribuk

Jing
Jing

Volkstänze, wie Bauern-, Schamanen- und Mönchstänze, wurden gegen Ende der Joseon-Zeit beliebt, ebenso wie der Maskentanz, bekannt als Sandaenori, und der Puppentanz. Die Maskentänze, in denen tänzerische Elemente mit Liedern und Erzählungen kombiniert wurden, beinhalteten schamanistische Elemente und richteten sich daher vor allen Dingen an die Landbevölkerung. Die Aufführungen enthielten oft satirische Passagen, die den Adel verspotteten, was das Publikum besonders amüsierte.

Der traditionelle Tanz war stark durch konfuzianische und buddhistische Einflüsse geprägt. Der konfuzianische Einfluss wirkte sich oft repressiv aus, während der Buddhismus mehr Toleranz zuließ, was bei den wunderschönen Hoftänzen und den zahlreichen Schamanentänzen für die Seelen der Toten zum Ausdruck kommt.

Durch die japanische Besatzung ging eine große Zahl traditioneller Tänze verloren, ebenso wie durch die rasche Industrialisierung und Urbanisierung Koreas in den 1960er und 1970er Jahren. Erst in den 1980er Jahren begannen die Koreaner über eine Renaissance dieser lang vergessenen Tänze nachzudenken. Von den 56 ursprünglich existierenden Hoftänzen sind heute nur noch wenige bekannt.

Zu diesen zählen der Cheoyongmu (Maskentanz) aus der Silla-Zeit, der Hakchum (Kranichtanz) aus der Goryeo-Zeit und der Chunaengjeon (Tanz der Nachtigall im Frühling) aus der Joseon-Zeit. Um deren Erhalt zu sichern, erklärte die Regierung alle diese Tänze zu “Immateriellen Kulturgütern.” Den Tänzern wurde der Titel “Menschliche Kulturgüter” verliehen, die höchste Auszeichnung für diejenigen, die traditionelle Künste und traditionelles Kunsthandwerk meisterhaft beherrschen.

Die Entwicklung des modernen Tanzes ist solchen Pionieren wie Jo Taek-won und Choe Seung-hui zu verdanken, die während der japanischen Kolonialzeit aktiv waren. Nach der Befreiung wurde 1950 die Ballett-Gesellschaft von Seoul als erste Institution für Ballett und modernen Tanz gegründet.

1893 hörten die Koreaner zum ersten Mal westliche Musik in Form einer christlichen Hymne, ab 1904 unterrichtete man westliche Musik in denSchulen. Changga, eine neue Art von Liedern, die zu westlichen Melodien gesungen wurden, erfreute sich im ganzen Land einer zunehmenden Popularität.
Als die Nation durch die erzwungene Öffnung gegenüber dem Westen und die lange japanische Kolonialherrschaft schwere Zeiten erlebte, sangen die Koreaner die Changga, um der Liebe zu ihrem Land Ausdruck zu verleihen, den Geist der Unabhängigkeit zu stärken und Bildung und Kultur zu fördern. 1919 komponierte Hong Nan-pa das Lied Bongseonhwa (“Balsamine”) als Changga.

Nach der Befreiung Koreas 1945 wurde das erste westliche Orchester gegründet, die Koreanische Philharmonische Orchestergesellschaft. Heute gibt es in Seoul und in den Provinzen etwa 50 große Orchester.

Eine wachsende Zahl koreanischer Musiker tritt im In- und Ausland auf. Das Publikum zollt ihnen höchstes Lob, und sie werden bei anerkannten internationalen Wettbewerben mit Auszeichnungen geehrt. Zu diesen bemerkenswerten Künstlern zählt auch das Chung-Trio, der Dirigent und Pianist Chung Myung-whun, die Cellistin Chung Myung-wha und die Violinistin Chung Kyung-wha.

Unter den Sängerinnen und Sängern haben sich die Sopranistinnen Jo Sumi, Shin Young-ok und Hong Hyegyong eindrucksvoll auf den internationalen Bühnen präsentiert. Sie spielten Hauptrollen an der New Yorker Metropolitan Opera und auf anderen berühmten Bühnen und haben mit weltbekannten Plattenfirmen Aufnahmen gemacht.

Im August 1997 wurde das Musical “Die letzte Kaiserin”, in dem die letzten Jahre der koreanischen Monarchie und der Kaiserin Myeongseong dargestellt werden, unter großem Beifall der amerikanischen Presse in New York inszeniert. Das Musical ist als epische Erzählung besonders geeignet, den Amerikanern, insbesondere den Korea-Amerikanern, die koreanische Geschichte und Kultur näher zu bringen.

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Um die traditionelle koreanische Musik und die Darstellenden Künste zu pflegen und weiterzuentwickeln, wurde 1951 das Staatliche Institut für Traditionelle Darstellende Künste gegründet. 1993 eröffnete die Regierung die Koreanische Nationaluniversität für Kunst, um eine Ausbildung von Weltklasseniveau im Bereich Kunst anzubieten und professionelle Künstler auszubilden. Die Universität besteht aus den sechs Instituten: Musik, Schauspiel, Tanz, Visuelle Kunst, Film und Multimedia und traditionelle koreanische Kunst. Öffentliche und private Kunstzentren, wie das Seoul Arts Center (Kunstzentrum Seoul) und das LG Arts Center (LG-Kunstzentrum), haben dem koreanischen Publikum verschiedene Aufführungen aus der ganzen Welt nahe gebracht. Seit 2004 haben Mitglieder des Koreanischen Festival-Netzwerkes der Darstellenden Künste Einladungen an ausländische Ensembles ausgesprochen, Festivals ausgewertet, Informationen über Darstellende Künste ausgetauscht und Veranstaltungen co-produziert. 2005 wurde die “Performing Arts Market in Seoul” (PAMS) gegründet, eine Institution, die sowohl koreanische als auch internationale Künstlergruppen fördert.

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http://german.korea.net/AboutKorea/Culture-and-the-Arts/Music-and-Dance

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