Gesellschaft
Sozialfürsorge
Arbeitsmarkt
Seit dem Beginn der Industrialisierung Anfang der 1960er Jahre hat sich die Beschäftigungsstruktur in Korea sehr verändert. 1963 waren die meisten Menschen, nämlich 63 Prozent, in der Land- und Forstwirtschaft und in der Fischerei beschäftigt, 2008 waren es nur noch 7,2 Prozent. Gleichzeitig ist die Beschäftigungsrate im tertiären Sektor (Dienstleistungsgewerbe) von 28,3 Prozent der insgesamt Erwerbstätigen im Jahr 1963 auf 75,4 Prozent 2008 gestiegen.

Quelle: Korea National Statistical Office
Anmerkung: Der Begriff "primär" bezieht sich auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, "sekundär" meint den Bergbau- und den Produktionssektor und "tertiär" den Bereich des Sozialkapitals (SOC) und andere Dienstleistungsbereiche.
In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war der koreanische Arbeitsmarkt großen Veränderungen unterworfen. Mit seinen arbeitsintensiven Industrien, wie der Herstellung von Textilien und Schuhen, war Korea weltweit wettbewerbsfähig. In den 1970er und 1980er Jahren konzentrierte sich die Regierung in Reaktion auf das Wirtschaftswachstum auf das Angebot und die Ausbildung von Arbeitskräften.
Die Heranbildung qualifizierter Arbeitskräfte und die Bereitstellung von Arbeitsvermittlungsagenturen für schlecht ausgebildete Arbeitskräfte waren zwei große politische Vorhaben, um den Mangel an Arbeitskräften infolge der Industrialisierung zu beheben. Ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahre führte die Konzentration auf das quantitative Wachstum zu einer Ungleichheit zwischen den einzelnen sozialen Schichten und Regionen. Der Schwerpunkt der Politik verlagerte sich daraufhin auf die Förderung von Wohlfahrt und die Schaffung von sozialer Gleichberechtigung. Deshalb wurde, abgesehen von vielen anderen Maßnahmen, ein Gesetz zur Regulierung des Mindestlohns (1986) und ein Gesetz zur Wahrung der Chancengleichheit bei der Einstellung (1987) sowie ein Gesetz zur Förderung der Beschäftigung von Behinderten und deren beruflicher Rehabilitation (1990) verabschiedet.
Anfang der 1990er Jahre verabschiedete die Regierung mehrere bahnbrechende Gesetze, um das Problem der Arbeitslosigkeit systematisch anzugehen, das wegen der Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums entstanden war. Dazu gehörten ein Gesetz zur Arbeitslosenversicherung (1993), ein Gesetz zur Beschäftigungspolitik (1995) und ein Gesetz zur Förderung der Berufsausbildung (1997).

Im Trainingszentrum der Doosan Heavy Industries werden ausländische Ingenieure über den Bau und den Betrieb von Kraftwerken unterrichtet.

(Tausend Personen, %)
Quelle: Korea National Statistical Office www.kostat.go.kr
Um der Arbeitslosigkeit Herr zu werden und das soziale Netz zu festigen, wurde im Oktober 1999 das Gesetz zur Arbeitslosenversicherung dahingehend geändert, dass allen Arbeitnehmern, auch Teilzeitbeschäftigten und gelegentlich Beschäftigten, eine Arbeitslosenunterstützung zusteht.
Individuell zugeschnittene Aktionspläne (IAPS) für Empfänger von Arbeitslosenunterstützung sind dahingehend erweitert worden, dass sowohl junge als auch ältere Menschen erfasst werden. Ziel ist es, sie zu ermutigen, sich intensiver um eine Beschäftigung zu bemühen.
Als Antwort auf die zunehmende Notwendigkeit einer lebenslangen Weiterbildung hat die Regierung Investitionen in die berufliche Weiterbildung schrittweise ausgebaut. Sinkende Geburtenraten führen zu einer Überalterung der arbeitenden Bevölkerung. Um dem Problem entgegenzuwirken, wurden Schritte unternommen, die Beschäftigtenrate von Frauen zu erhöhen. Diese beinhalteten Maßnahmen gegen die berufliche Diskriminierung und solche zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Zudem wird nach Lösungen gesucht, einen Karriereeinbruch aufgrund einer Schwangerschaft zu verhindern. Außerdem wurden eine Reihe anderer Maßnahmen ergriffen, um die Beschäftigung von älteren Menschen zu fördern. Dazu gehören die Erhöhung des Rentenalters, eine Reform des Lohnsystems und der Abbau von Vorurteilen gegenüber älteren Menschen sowie das Eintreten gegen die Diskriminierung dieser Altersgruppen.
Wohnungswesen
Wie in anderen Ländern ging auch in Korea die Industrialisierung einher mit einer starken Urbanisierung. 1960 lebten nur 27,7 Prozent der Koreaner in Städten, 2000 waren es 88,3 Prozent. Dieser Trend ist jedoch rückläufig; 2005 lebten 81,5 Prozent der koreanischen Bevölkerung in Städten.

Diese schnelle Bevölkerungszunahme in den städtischen Gebieten führte zu einem Wohnungsmangel und zu unerschwinglichen Grundstückspreisen. Um das Wohnungsproblem zu lösen und die Mieten zu stabilisieren, wurde seitens der Regierung alles getan, um genügend Bauland zur Verfügung zu stellen und den Bau kleiner Wohnungen zu ermöglichen.

(Tausend Einheiten)
Quelle: Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten www.mltm.go.kr
1988 hat die Regierung einen Wohnungsbauplan verabschiedet, durch den in der Zeit von 1988 bis 1992 zwei Millionen Wohnungen bereitgestellt werden sollten. Tatsächlich sind in diesem Zeitraum mehr als die geplanten zwei Millionen, nämlich 2,7 Millionen Wohnungen gebaut worden. Dieses massive Wohnungsangebot hat zu einer deutlichen Stabilisierung der Immobilienpreise beigetragen.
Im Zeitraum von 1993 bis 1997 stellte die Regierung jährlich durchschnittlich 500.000 bis 600.000 Wohneinheiten zur Verfügung. In Folge dieser Bemühungen stieg das Wohnungsangebot von 72,4 Prozent 1990 auf 107,1 Prozent 2006.
Steigende Grundstückspreise und ein moderner Lebensstil, der aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums möglich wurde, haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen in Apartmenthäusern wohnen. 1985 waren nur 13,5 Prozent der Wohneinheiten Apartments, 2005 waren es 52,5 Prozent. In Korea sind die meisten Apartments, wie die Eigentumswohnungen in den USA, im Besitz von einzelnen Familien.
Gesundheitswesen
Aufgrund der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung hat sich der Gesundheitszustand des koreanischen Volkes in den vergangenen vier Jahrzehnten deutlich verbessert. 1960 hatten Frauen eine Lebenserwartung von 54 Jahren, Männer von 51 Jahren. 2007 stieg die Lebenserwartung für Frauen auf 82,7 Jahre, bei Männern auf 76,1 Jahre. Die Kindersterblichkeit und die Sterblichkeit von Frauen während der Schwangerschaft sind stark zurückgegangen.
Erreicht werden konnte das nur durch eine bessere Ernährung und ein effektiveres Gesundheitswesen. Immer mehr Menschen nehmen ärztliche Hilfe in Anspruch, daher ist der Anteil der medizinischen Kosten an den gesamten Haushaltskosten entsprechend gestiegen. 1985 betrugen die Ausgaben für medizinische Hilfe pro Kopf 85.000 Won, bis 2003 stiegen sie auf 840.133 Won.

(Personen)
Quelle: National Statistical Office www.mw.go.kr
Anmerkung: Medizinisches Personal umfasst Mediziner, Zahnmediziner, zugelassene Pharmazeuten,Hebammen und Krankenpflegepersonal.
Ein Gesundheitswesen in Form von Krankenversicherung und medizinischer Unterstützung wurde erstmals 1977 eingeführt. Bis 1980 waren aber insgesamt nur 29,5 Prozent der Bevölkerung in irgendeiner Form krankenversichert; im Dezember 2007 waren 96,3 Prozent der Bevölkerung krankenversichert, die restlichen 3,7 Prozent konnten Unterstützung für medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.
Das Versorgungssystem mit medizinischen Einrichtungen und medizinischem Personal hat sich kontinuierlich verbessert.
1975 gab es insgesamt 11.188 Krankenhäuser und Kliniken (einschließlich der Kliniken mit Naturheilverfahren); die Zahl stieg 2007 auf 52.914. Inzwischen ist die Zahl der zugelassenen Ärzte, die 1975 bei 16.800 lag, auf 91.393 im Jahr 2007 gestiegen.

A foreign patient getting a check-up as part of medical tourism (Photo: Yonhap News)
Die Kombination aus modernster medizinischer Technologie und geringen medizinischen Kosten hat zu einem bemerkenswerten Zuwachs ausländischer Patienten geführt, die sich in Korea behandeln lassen. 2008 haben sich insgesamt etwa 28.000 Patienten aus dem Ausland in Korea medizinisch behandeln lassen. Zu den gefragtesten Behandlungsformen zählten allgemeine Gesundheitschecks, Hautbehandlungen und kosmetische Chirurgie. Die koreanische Regierung hat ebenfalls den Aufbau einer Infrastruktur unterstützt, die es Patienten aus dem Ausland ermöglicht, umfassende Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Soziale Sicherheit
Seit Ende der 1980er Jahre sind verschiedene Sozialversicherungssysteme eingeführt worden. Dazu gehörten die Erweiterung der Krankenversicherung und der medizinischen Unterstützung (1988 und 1989), die Einführung eines Nationalen Rentenservice 1988 sowie die Einführung einer Arbeitslosenversicherung 1995. Die Regierung hat mit diesen Maßnahmen alle Voraussetzungen dafür geschaffen, eine Gesellschaftsordnung aufzubauen, die das Wohlergehen ihrer Bürger sicherstellt. Das Nationalen Rentenservice-System erfasst alle in Korea wohnhaften Personen zwischen 18 und 60 Jahren, unabhängig von ihrem Einkommen.
Mit diesem System will man vor allem Beschäftigte unterstützen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Es gibt aber auch Wohlfahrtsprogramme für diejenigen, die nicht aktiv am Erwerbsleben teilnehmen. Sie sehen eine Unterstützung bei den Lebenshaltungskosten und bei der medizinischen Versorgung vor.

Quelle : www.4insure.or.kr
Aufgrund des steigenden Lebensstandards und der verbesserten ärztlichen Versorgung ist das Durchschnittsalter der Koreaner stark gestiegen, d.h., die Zahl der Älteren hat sich im Laufe der Jahre erheblich erhöht. 1960 wurden nur 2,9 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre alt oder älter. 2008 waren es 10,3 Prozent und 2018 werden aller Voraussicht nach 14,3 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre alt oder älter sein.
Es wurden folgende Maßnahmen zur Unterstützung älterer Personen umgesetzt: Bereitstellung direkter staatlicher Fördermittel für ältere Menschen, die unter dem Existenzminimum leben, Einführung einer Basis-Altersrente, Erweiterung von Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer durch die Schaffung angemessener Arbeitsplätze sowie die Einrichtung von Arbeitsvermittlungszentren, Stärkung des Gesundheitssystems für Ältere — die Beispiele schließen die Einführung eines Langzeit-Gesundheitssystems für Ältere ein — und die Gründung verschiedener Arten von öffentlichen Einrichtungen für Ältere. Das im Januar 2008 eingeführte System der Basis-Altersrente wurde für die über 65-jährigen einkommensschwachen Menschen geschaffen, die ein Anrecht auf eine Rente haben. Das im Januar 2008 eingeführte Langzeit-Gesundheitssystem für Ältere wurde aus der Perspektive der Sozialversicherung entwickelt, um den Gesundheitszustand älterer Menschen zu verbessern und die von den Familien getragene Finanzlast zu senken, indem Gesundheitsfürsorge für diejenigen garantiert wird, die an Altersdemenz und Lähmungen leiden.
Mit der Stärkung sozialer Sicherheitsmaßnahmen seit Ende der 1980er Jahre wurden weitreichende Verbesserungen im Bereich der Behindertenfürsorge erreicht. Behinderte werden nun in 15 Kategorien unterteilt. Allein 2008 wurden 2,23 Millionen als Behinderte registriert. Als Teil ihrer fortlaufenden Bemühungen um den Abbau der von behinderten Menschen getragenen Finanzlast, hat die Regierung die Erwerbsunfähigkeitsentschädigung und die Erwerbsunfähigkeitsentschädigung für Kinder eingeführt. Zudem hat sie sich dafür eingesetzt, die Zahl der Arbeitsplätze für Behinderte zu erhöhen. Vor Kurzem wurden Dienste eingerichtet, um die Teilnahme Behinderter an gesellschaftlichen Aktivitäten zu unterstützen. Korea ist bereits eine Partei der UNBehindertenrechtskonvention. In diesem Zusammenhang sicherte das im April 2008 in Kraft getretene Gesetz über das Diskriminierungsverbot von Behinderten und deren Rechtlichen Schutz Korea den Status, das zweite Land Asiens zu sein, das ein solches Gesetz verabschiedete.
Bildung
Die Koreaner haben seit alters her großen Wert auf Bildung gelegt, nicht nur zum Zwecke der persönlichen Weiterbildung, sondern auch als wichtigste Grundvoraussetzung für die Selbstverwirklichung. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden moderne Schulen eingerichtet. Mit der Gründung der Republik Korea 1948 begann die koreanische Regierung mit der Einführung eines modernen Bildungssystems. 1953 wurden sechs Jahre Grundschulausbildung Pflicht. Heute weist Korea eine der niedrigsten Analphabetenraten der Welt auf, und es ist eine Tatsache, dass der hohe Bildungsstand des Volkes die grundlegende Ursache für den raschen wirtschaftlichen Aufschwung ist, den die Nation in den letzten drei Jahrzehnten erzielt hat.
Das Schulsystem
Das Schulsystem in der Republik Korea besteht aus ein- bis dreijährigen Vorschulen und Kindergärten, sechsjährigen Grundschulen, dreijährigen Mittelschulen, dreijährigen Oberschulen und vierjährigen Colleges und Universitäten, an denen man auch promovieren kann. Es gibt auch zwei- bis dreijährige Fachoberschulen und Berufsschulen. Der Besuch der Grundschule ist Pflicht. Die Grundschulen sind fast zu 100 Prozent ausgelastet. 2004 wurden drei Jahre Schulpflicht auch für die Mittelschule eingeführt.

Im Jahr 2010 gab es 411 Institutionen für eine weiterführende Ausbildung mit einer Gesamtzahl von 3,64 Millionen Studenten und 77.697 Lehrkräften. Colleges und Universitäten unterliegen strengen Einschreibungsbeschränkungen.
Korea-Studien
Die Bezeichnung “Korea-Studien” tauchte nach der Befreiung Koreas von Japan 1945 auf. Akademische Kreise waren darum bemüht, die Forschung über Korea, einschließlich seiner Geschichte, Kultur, sowie seines sozialen und politischen Systems, zu fördern. Während der 35 Jahre dauernden Kolonialherrschaft wurde die Forschung entweder völlig unterdrückt oder durfte nur vom Standpunkt der Japaner aus betrieben werden, d.h. durch den Filter der japanischen Sichtweise.
Während die Zahl der ausländischen Wissenschaftler, die sich mit der Korea-Forschung beschäftigen, in den vergangenen Jahrzehnten zunahm, hat die Regierung die Forschung im eigenen Land durch die Gründung der Akademie für Korea-Studien 1978 und der Graduiertenschule für Korea-Studien 1980 gefördert.
Seit Februar 2009 sind an dieser staatlichen Akademie 540 Magister- und 275 Doktortitel in vier Bereichen — Geisteswissenschaften, Kultur und Kunst, Sozialwissenschaften und Internationale Korea-Studien — verliehen worden.

Seminare über die Kultur helfen ausländischen Studenten, den Rhythmus der traditionellen Musik zu erfassen.
Koreanische Studiengänge stoßen bei den Intellektuellen in Übersee auf zunehmendes Interesse. Kurse mit dieser Thematik werden inzwischen in über 735 Universitäten in China, Japan, Thailand, Dänemark, den USA, Russland, der Schweiz, Deutschland, Polen, der Ukraine, Ungarn und in vielen anderen Ländern angeboten.
Medien
Zeitungen und Nachrichtenagenturen
Die koreanische Presse existiert nun schon seit mehr als 100 Jahren. Die erste moderne Zeitung Dongnip Sinmun (“Die Unabhängige”) wurde 1896 von Dr. Seo Jae-pil gegründet. Diese zweisprachige Zeitung erschien dreimal wöchentlich mit einer Auflage von 300 Exemplaren auf vier kleinformatigen Seiten. Die ersten drei Seiten waren in koreanischer, die letzte in englischer Sprache geschrieben.
In den darauf folgenden Jahrzehnten sahen die koreanischen Zeitungen ihre größte Herausforderung darin, das Nationalgefühl des koreanischen Volkes zu stärken und das Augenmerk der Koreaner auf die sich rasch wandelnde Welt zu lenken. Die Zeitungen spielten eine wichtige Rolle bei den Unabhängigkeitsbewegungen während der japanischen Besatzung (1910-1945).
Die Chosun Ilbo und die Dong-A Ilbo sind die beiden ältesten Zeitungen in Korea; beide wurden 1920, unmittelbar nach der historischen “Unabhängigkeitsbewegung des 1. März”, gegründet. Beide Zeitungen sind für ihren unabhängigen Standpunkt und ihren bedeutenden Einfluss auf die öffentliche Meinung bekannt. An dieser Haltung hielt man auch während der Gründung der Republik Korea 1948 fest. Mit einem breiten Spielraum für Kritik an der Bürokratie waren Zeitungen immer ein Vorreiter für soziale Veränderungen.
Koreanische Zeitungsverlage haben in den letzten Jahren erhebliche Summen in moderne Druckanlagen und Ausrüstungen investiert. Die meisten Tageszeitungen arbeiten mit einem computergesteuerten Schriftsetz- und Redigierverfahren und sind in der Lage, mehrfarbig zu drucken.

Die erste Ausgabe der Dongnipsinmum ("Die Unabhängige") vom 7. April 1896. Es war Koreas erste, in Hangeul verfasste Zeitung in Privatbesitz.
Es gibt zwei große Nachrichtenagenturen in Korea: Yonhap News und Newsis. Yonhap News hat im Inland ein weit verzweigtes Netzwerk und unterhält zudem 42 Büros in Übersee — in Europa, den USA, im Mittleren Osten, in Südostasien und in Südamerika. Die Agentur Newsis, die 2001 zugelassen wurde, bietet seit Juni 2002 ihre Nachrichtendienste an.
Fernsehen
Das Zeitalter des Fernsehens begann in Korea 1956 mit der Eröffnung eines privaten und eines kommerziell betriebenen Fernsehsenders. Dieser wurde jedoch 1959 durch ein Feuer zerstört. Im Dezember 1961 wurde der öffentlich-rechtliche Sender KBS-TV als erster Sender mit einem umfassenden Programm in Betrieb genommen. Eine weitere Rundfunkanstalt, TBC-TV, nahm ihren Betrieb im Dezember 1964 auf. Die Munhwa Broadcasting Company gründete im August 1969 Koreas dritten Fernsehsender, MBC-TV. SBS (Seoul Broadcasting System), ein Privatsender, strahlt seit 1990 Programme aus.
Die Fernsehsender KBS, MBC, SBS und EBS, begannen in der zweiten Hälfte 2001 mit der Ausstrahlung digitaler Programme innerhalb des Seouler Stadtgebiets. 2002 wurde das Gebiet auf das gesamte Einzugsgebiet Seouls und die umliegenden Gebiete ausgeweitet.
Das Kabelfernsehen steckte 1990 noch in der Experimentierphase. Ende 2009 konnten bereits 15,2 Millionen Abonnenten ihr Fernsehprogramm in 77 Themenbereichen auf 120 Kabelkanälen empfangen.
Die Entwicklung des IPTV (Internet Protocol Television) hat Korea ebenfalls den Weg geebnet, zu einer der führenden Nationen im Bereich der Informationstechnologie zu werden. Laut Angaben des Kommunikationsausschusses Korea (KCC), sind seit Februar 2009 insgesamt 1,8 Milliarden IPTV-Nutzer registriert.
Radio
Derzeit gibt es 202 Radiosender in der Republik Korea, von denen 153 auf UKW, 47 auf Mittel- und zwei auf Kurzwelle für im Ausland lebende Koreaner senden. Trotz der zunehmenden Popularität des Fernsehens erfreut sich das Radio immer noch einer wachsenden Zuhörerschaft.

(As of February 2011)
http://german.korea.net/AboutKorea/Korea-at-a-Glance/Society
URL KopieAbteilung Abteilung für globale Kommunikation und Inhalte





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