Im Jahr 2025 befand sich Korea an einem Wendepunkt. Der Bereich der koreanischen Diplomatie wurde erweitert und die Wirtschaft bewies ihre Resilienz in turbulenten Zeiten. Die K-Kultur verwurzelt sich immer mehr im Alltagsleben der Weltbürger und viele Ausländer sind in der koreanischen Gesellschaft tief integriert. Inmitten dieser Zeit blickt Korea.net auf das Jahr 2025 in den vier Bereichen Diplomatie, Wirtschaft, Kultur und Ausländerpolitik zurück.

Präsident Lee Jae Myung (Mitte in der vorderen Reihe) macht am 1. November beim APEC-Gipfel im Gyeongju Hwabaek International Convention Center ein Erinnerungsfoto
Von Jeon Misun | Fotos: Präsidialamt der Republik Korea
Seit dem Amtsantritt von Präsident Lee Jae Myung im Juni konzentriert sich die koreanische Regierung auf die Rückkehr auf die Weltbühne der Diplomatie. Auf die wegen der Zollverhandlung zwischen Korea und den USA, der eskalierenden Konflikte zwischen den USA und China und der engen Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland verursachte Unsicherheit reagierte die koreanische Regierung mit pragmatischer Diplomatie.
Präsident Lee Jae Myung (Vierter von links in der vorderen Reihe) macht am 22. November beim G20-Gipfeltreffen im Nasrec Expo Centre in Johannesburg, Südafrika, ein Erinnerungsfoto
In diesem Jahr war Korea mit der Teilnahme an dem G7- und G20-Gipfeltreffen, der UN-Generalversammlung, dem ASEAN-Gipfel und dem APEC-Treffen beschäftigt. Vor allem läutete Korea mit der Ausrichtung des APEC-Treffens in Gyeongju ein, dass Korea seine Position als ein wichtiges Land der Welt zurückgewann.
Präsident Lee Jae Myung (rechts) und Präsident Donald Trump führen am 25. August im Weißen Haus in Washington D.C. in den USA das Gipfeltreffen zwischen Korea und den USA
Beim bilateralen Treffen zwischen Korea und den USA schlossen die beiden Seiten das “Joint Fact Sheet” ab, um die Handelshemmnisse zu beseitigen. Bei der Zusammenarbeit für den Bau der atomgetriebenen U-Boote wurden Fortschritte gemacht.
Was die Beziehungen zwischen Korea und Japan angeht, setzt sich die Pendeldiplomatie zwischen den beiden Ländern ohne Schwanken fort, obwohl Japan mehrere Premierministerwechsel erlebte. Mit China führte die koreanische Regierung das bilaterale Treffen zum ersten Mal seit 12 Jahren durch.
Präsident Lee Jae Myung äußert sich am 24. September bei einer Sitzung des Sicherheitsrats im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York in den USA
In Bezug auf Nordkorea schickte die koreanische Regierung kontinuierlich versöhnliche Botschaften an Nordkorea. Im September betonte der koreanische Präsident bei der Generalversammlung des UN-Sicherheitsrates als der Vorsitzende die Notwendigkeit für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und stellte ein auf E.N.D.-Initiativen (Exchange·Normalization·Denuclearization) basierendes Konzept für die nordkoreanische Denuklearisierung vor.
Vor allem wurde der Ansatz der koreanischen Regierung für die E.N.D.-Initiativen vom UN-Generalsekretär António Guterres unterstützt. Darüber hinaus bekräftigte Präsident Lee seinen Willen, den Dialog zwischen Nordkorea und den USA wiederaufzunehmen.
msjeon22@korea.kr