Politik

14.01.2026

Präsident Lee Jae Myung (links) äußert sich am 13. Januar mit Sanae Takaichi, der japanischen Premierministerin, bei der gemeinsamen Pressekonferenz in der Präfektur Nara Japan ⓒ Yonhap News

Präsident Lee Jae Myung (links) äußert sich am 13. Januar mit Sanae Takaichi, der japanischen Premierministerin, bei der gemeinsamen Pressekonferenz in der Präfektur Nara Japan ⓒ Yonhap News



Von Margareth Theresia


Präsident Lee Jae Myung traf sich am 13. Januar in Japan mit Sanae Takaichi, der japanischen Premierministerin, für das Gipfeltreffen zwischen Korea und Japan. Dabei versprachen die beiden Staats- und Regierungschefs die zukunftsorientierte Zusammenarbeit für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen, den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und die Stabilität in diesen Regionen.

Es war das zweite Treffen zwischen den amtierenden koreanischen und japanischen Staats- und Regierungschefs. Davor führte Lee in Gyeongju anlässlich des APEC-Treffens das erste Treffen mit Takaichi durch.

Nach dem Gipfeltreffen erklärten Lee und Takaichi bei der gemeinsamen Pressekonferenz, dass Korea und Japan den bislang auf den Handel beschränkten Kooperationsbereich auf Wirtschaftssicherheit, Technologien und gesellschaftliche Herausforderungen erweitern.

Lee sagte: „Angesichts des Zeitalters des Personenaustausches von 12 Millionen Humanressourcen baut die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Zukunftsgenerationen beider Länder die Grundlage für die zukunftsorientierten koreanisch-japanischen Beziehungen.”

„Damit habe ich vorgeschlagen, Gespräche über die Maßnahmen zur quantitativen und qualitativen Verstärkung des Austauschs zwischen den jüngeren Generationen beider Länder kontinuierlich zu führen”, fügte er hinzu.

Bei der Lösung der Vergangenheitsfragen wurden Fortschritte erzielt. Die koreanische und japanische Regierung verständigten sich darauf, DNA von sterblichen Überresten der Todesopfer beim Unglück im Kohlebergwerk Chosei im Jahr 1942 gemeinsam zu analysieren.

Darüber hinaus versprachen sie, die enge Kooperation zur vollständigen Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel, zur Politik gegenüber Nordkorea, zur Stabilität und Frieden in der Region sowie zur Bewältigung der globalen Herausforderungen fortzusetzen.

Lee sagte, dass das aktuelle Gipfeltreffen einen Ausgangspunkt bilde, um auf die vergangenen 60 Jahre zurückzublicken und sich auf die kommenden 60 Jahre vorzubereiten.

Nach der gemeinsamen Pressekonferenz gab es eine überraschende besondere Veranstaltung der japanischen Regierung. Die beiden Staats- und Regierungschefs boten ein Schlagzeugspiel spontan dar und schafften eine Atmosphäre des kulturellen Austauschs, die die steifen Formen der Diplomatie zerschlägt.

Zuvor wurde der koreanische Präsident während der gesamten Reise von Osaka nach Nara mit größtem Respekt empfangen. Vor allem begrüßte Takaichi den koreanischen Präsidenten vor seiner Unterkunft, um ihm ihre Willkommensgrüße auszudrücken.

Am 14. Januar wird Lee mit der japanischen Premierministerin die japanische Kulturerbestätte Hōryū-ji, den buddhistischen Tempel, besuchen und das Treffen mit Auslandskoreanern in Japan durchführen.

Präsident Lee Jae Myung (links) und Sanae Takaichi, die japanische Premierministerin, präsentieren am 13. Januar das Schlagzeugspiel nach der gemeinsamen Pressekonferenz ⓒ Offizielles X-Konto von BTS

Präsident Lee Jae Myung (links) und Sanae Takaichi, die japanische Premierministerin, präsentieren am 13. Januar das Schlagzeugspiel nach der gemeinsamen Pressekonferenz ⓒ Offizielles X-Konto von BTS


margareth@korea.kr