Politik

18.03.2026

Das koreanische Verwaltungsmodell fand über die Landesgrenzen hinaus weltweit Beachtung. Das Ministerium für Inneres und Sicherheit stellte im Dezember vergangenen Jahres den diplomatischen Delegationen aus 93 Ländern erfolgreiche Beispiele für die Innovation der öffentlichen Verwaltung vor und bestätigte die Möglichkeiten für die Ausbreitung des koreanischen Verwaltungsmodells. Korea.net beleuchtet in einer Artikelserie Beispiele der koreanischen Regierung in fünf Bereichen – Katastrophenbewältigung, intelligente Landwirtschaft, Wiederaufforstung und der Bau einer Verwaltungshauptstadt.



Am 13. August vergangenen Jahres ist der Fahrzeugverkehr in der Nähe des Flusses Jungnangcheon in Nowon-gu, Seoul, nach der Hochwasserwarnung vollständig gesperrt ⓒ Yonhap News

Am 13. August vergangenen Jahres ist der Fahrzeugverkehr in der Nähe des Flusses Jungnangcheon in Nowon-gu, Seoul, nach der Hochwasserwarnung vollständig gesperrt ⓒ Yonhap News



Von Margareth Theresia

Die koreanische Regierung setzt sich dafür ein, mit Verwendung von Künstlicher Intelligenz das Hochwasser-Reaktionssystem weiterzuentwickeln und die digitale Transformation im Katastrophenmanagement zu beschleunigen.

In der Sommersaison Koreas hält der Dauerregen eine lange Zeit – von Juni bis Ende Juli – an, da sich die in Ostasien gebildete feuchte Luft weiter bewegt. In diesem Zeitraum kann sich der Starkregen örtlich konzentrieren. Wenn auch noch ein Taifun hinzukommt, steigt das Risiko von Flussüberschwemmungen und urbanen Überflutungen erheblich.

Um auf das Überschwemmungsrisiko zu reagieren, führten das Ministerium für Wissenschaft und IKT und das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt ein auf digitalen Plattformen basierendes KI-Hochwasservorhersagesystem ein.

In diesem System werden Niederschlags- und Wasserstandsdaten alle zehn Minuten automatisch analysiert. Wenn Risikosignale erkannt werden, wird nach der Validierung mit physikalischen Modellen entschieden, ob eine Warnung herausgegeben wird. Auf diese Weise unterstützen die KI-Daten Meteorologen bei der endgültigen Entscheidung.

Die Einsatzfähigkeit vor Ort wurde deutlich verstärkt. Das Ministerium für Wissenschaft und IKT richtete in Zusammenarbeit mit Unternehmen für Navigationslösungen ein System ein, dass Fahrer per Navigator Sprach- und Popup-Benachrichtigungen bekommen können, wenn sie Warngebiete oder Abschnitte mit Dammabfluss betreten.

Damit sorgte das Ministerium dafür, dass die Bürger die Katastropheninformationen nicht mehr nur über TV und SMS, sondern auch in Echtzeit über ihre alltäglichen Medien erhalten können.

Am 4. Dezember vergangenen Jahres schauen sich Delegationen aus 93 Ländern in Seocho-gu, Seoul, die Demonstration des KI-Hochwasservorhersagesystems an ⓒ Margareth Theresia/korea.net

Am 4. Dezember vergangenen Jahres schauen sich Delegationen aus 93 Ländern in Seocho-gu, Seoul, die Demonstration des KI-Hochwasservorhersagesystems an ⓒ Margareth Theresia/korea.net


Tatsächlich setzte die koreanische Regierung ab Juli 2024 auf den führenden Navigations-Apps wie Naver Maps und Kakao Map den Dienst zur Echtzeit-Hochwasserwarnung ein.

Im letzten Jahr wurde die Informationsbereitstellung bis zur Vorstufe eines Flussüberlaufs ausgeweitet und im ganzen Land werden 933 Beobachtungsstellen betrieben.

Darüber hinaus ist geplant, den Informationsbereich über den Erdrutsch hinaus auf weitere Katastrophenfaktoren wie Senkung des Untergrunds und regelmäßig überschwemmte Gebiete zu erweitern.

Das Ministerium erklärte: „In Zukunft werden wir uns dafür einsetzen, ein hochentwickeltes digitales Katastrophenmanagementsystem aufzubauen, um unsere Bürger zu schützen.”

margareth@korea.kr

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